An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

Mehr dazu .....

 

  

Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

 Mehr dazu .....

 

 

Kommentare Dezember 2020


Der Zeitgeist vernichtet unsere Ideale – Gedanken zum Advent 2020


von Peter Helmes


Idol versus Ideal – Ideale adé? Christlich statt materialistisch!

Es fing damit an, daß wir statt von Idealen zu sprechen und sie zum Vorbild zu nehmen, immer mehr zum Kult der Idolen-Verehrung gelangten. Idol versus Ideal, Pomp gegen Klasse, moralische Leitfigur gegen Zeitgeist-Idol. Mögen die Übergänge auch fließend sein, irgendwann haben wir uns von „Vorbildern“ verabschiedet und sind zu „Anhängern von…“, neudeutsch: Groupies – geworden, und viele scheinen nicht einmal zu wissen, warum. Weil sie sich blenden lassen vom Glamour, und weil „ideal“ anstrengend ist?


Der wahre Sinn des Lebens

Das Gefährliche an dieser Entwicklung: Die Gesellschaft verliert ihre Ideale und damit den wahren Sinn des Lebens. Die Erfüllung der eigenen Wünsche wird zum Hauptzweck des Lebens. Dabei geht die tiefe Dimension menschlicher – und für Gläubige: auch göttlicher – Liebe verloren, auch die Liebe zu sich selbst.


Der leider viel zu früh verstorbene Schriftsteller Thomas Merton (1915-1968), römisch-katholischer, französischer Trappistenmönch, stellt sehr treffend fest: „Was nützt es uns, zum Mond reisen zu können, wenn es uns nicht gelingt, den Abgrund zu überwinden, der uns von uns selbst trennt? Dies ist die wichtigste aller Entdeckungsreisen; ohne sie sind alle anderen nicht nur nutzlos, sondern zerstörerisch.“


Menschen, die nicht nur dem Materiellen verfallen sind, stellen sich meist zwei Fragen: Die erste lautet: „Gibt es einen Sinn des Lebens?“ Die zweite schließt daran an: „Wenn es einen Sinn des Lebens gibt, was ist der?“


Für positiv eingestellte Menschen gibt es eine klare Antwort: Ein wichtiges Lebensziel ist Lebensfreude. Diese Überzeugung ist uralt. Bereits für die antiken Philosophen bestand der Sinn des Lebens in der Hauptsache in der Erlangung der Glückseligkeit (eudaimonía) durch eine gelungene Lebensführung. Dies kann jeder individuell erhöhen, wenn er an Gott glaubt; denn Gott gibt dem Leben den höchsten Sinn. Der Sozialist fällt am Ende seines Lebens in eine Gruft – und das war´s dann. Der Christ hofft – und glaubt fest – auf seine Erlösung und darf sich deshalb im Tode freuen. Sein Leben hatte einen Sinn!


Das unterscheidet uns (auch) vom Sozialismus, der nur materialistisch eingestellt ist. Das „Paradies auf Erden“ der Sozialisten sieht völlig anders aus als das Paradies der Christen und läßt sich – so man kein Träumer ist – reduzieren auf „genug zu essen und genug zu trinken“ sowie „genug zum Leben“. „Alle Menschen sind gleich.“ Daran glauben die Sozialisten, die einem jeden menschlichen Wesen ein Recht auf Individualität absprechen („die Masse versus das Individuum“).


Zu Ende gedacht werden Marxisten wie Sozialisten keinen wahren Sinn des Lebens finden können; denn ihr Verständnis von Sinn ist rein materiell bestimmt, Christen haben jedoch einen Glauben, der weit über dem Materiellen steht.


Materialismus statt Werte – der Mensch ist „denkende Materie“

Der Zeitgeist, der tief von Marx und Materialismus geprägt ist, läßt nicht viel Raum für Gefühle. Er bringt uns zwar bei, was erstrebenswert sei, aber „wahre Werte“ stören da nur. Materialismus ersetzt Glauben und Werte.


Auch das ist eine der dramatischen Folgen der „Frankfurter Schule“, die uns Menschen jeglichen Glauben an echte Ideale verbieten und stattdessen einen Neuen Menschen schaffen will. Dieser Neue Mensch hat keine Ideale, sondern „funktioniert“: Aus „Liebe“ wird Sex, aus „Ehe“ wird eine Zweckgemeinschaft (zweier oder mehrerer) Partner, egal welchen Geschlechts usw. Logisch, daß die Institution Familie – ebenfalls ein (gewesenes) Ideal – dabei vor die Hunde geht.


Für die Frankfurter Schule ist der Mensch „denkende Materie“, eine Seele braucht er nicht, weil man eine Seele auch nicht beweisen kann. Wie der Urvater der Frankfurter Schule, Karl Marx, schon feststellt: „Religion ist Opium für das Volk.“ In seiner „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“, verfaßt 1834/44, schrieb er u. a. wörtlich: „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“ (Da Marx mit Heine befreundet war, der ähnliche Gedanken von Ludwig Börne erwähnt, ist der Originaltext eher Heine zuzuschreiben – was aber hier nicht wichtig ist.)


Karl Marx: „Knechtschaft brechen durch Revolution“

Das Volk berauscht sich nach Marx also selbst und bekommt das Gift nicht verabreicht, wie es die Wendung „Opium für das Volk“ suggerieren würde. Nach Ansicht von Marx müßten die Menschen sich in der materiellen Welt emanzipieren zur „Überwindung der Entfremdung, insbesondere der Entfremdung des Menschen in der Arbeitswelt des Kapitalismus“ (Entfremdungstheorie). Nach seiner Ansicht wird sich dadurch auch die Religion erübrigen.


Froh-Botschaft

Man kann im Gegenteil zu den Marxisten eine ganz andere, nämlich eine höhere Perspektive bieten: Viele Menschen glauben an einen Gott und an höhere Daseinsstufen, um ihrem Leben einen Sinn zu verleihen. Das ist z.B. für mich der Grund, an Gott zu glauben. Das sozialistische Wesen hat keinen höheren Sinn, sondern nur einen materiellen – mit der Folge, daß eine echte Freude des Lebens und am Leben verborgen bleibt.


Nebenbemerkung: Diese unsere Überzeugung ist auch der Grund, daß wir Christen von der „Frohbotschaft des Herrn“ sprechen. Die christliche Religion ist keine materielle und schon gar keine Trauerveranstaltung, sondern ein Fest der Freude – wobei ich offengestanden bezweifle, ob alle Christen diese Botschaft so verstehen (wollen). Menschlich ausgedrückt: Es ist allemal leichter, die Menschen traurig zu stimmen denn heiter. Wer gram- und leid-gebeugt durchs Leben geht, kann letztlich dem Leben nichts Freudvolles abgewinnen. Ein unverdächtiger Zeuge dieser Denkwelt ist Martin Luther, dem man den treffenden Satz nachsagt: „Aus einem verzagten Hintern kommt kein fröhliche Furz!“


Da Marx die Ursachen zur Überwindung der Entfremdung und zur Beseitigung der Religion in der materiellen Welt sieht, müssen auch die Ursachen der Religion hier zu finden sein. Die Verehrung jenes Gottes halte den Menschen davon ab, sich seiner eigenen Möglichkeiten und Kräfte gewahr zu sein, und er verfalle so in religiösen Fanatismus.


Zum Verständnis unserer (christlich-konservativen) Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist, dem neuen Gegner jeglicher Kultur des Denkens und dem Feind immaterieller Werte (Ideale), ist das Folgende besonders bemerkenswert und (leider) heute erst recht aktuell:


Für Marx ist die „Emanzipation des Menschen“, natürlich auch die von der Religion, nur möglich, wenn dem Menschen die „Befreiung in der Arbeitswelt“ gelingt. Auf Deutschland bezogen, kommt er dann zum Ergebnis, daß „in Deutschland (...) keine Art der Knechtschaft gebrochen werden (kann), ohne jede Art der Knechtschaft zu brechen. Das gründliche Deutschland kann nicht revolutionieren, ohne von Grund aus zu revolutionieren. Die Emanzipation des Deutschen ist die Emanzipation des Menschen. Der Kopf dieser Emanzipation ist die Philosophie, ihr Herz das Proletariat. Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung des Proletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie.“


Allerdings, wie die „Emanzipation des Menschen“ nach Marx funktioniert, durften Deutsche-Ost vier bittere Jahrzehnte erfahren. Aber durch Marx´s Gedankenwelt, die über die Generation(en) der ´68er auch und besonders im Westen blühte, wurden viele alte Werte zerstört, verschwanden Ideale – und an seine Stelle trat der Neue Mensch, die seelenlose Marionette des Zeitgeistes.


Ideale – „angestrebte Idee der Vollkommenheit“

Ein krasses Beispiel für den Verfall der Ideale sind die Vielfach-Scheidungen deutscher Politiker und vieler „Aushängeschilder“ (Idole) des deutschen Staates. Notabene, der ehemals höchste Mann unseres Staates, der Bundespräsident vor Steinmeier, lebt seit vielen Jahren mit einer Lebenspartnerin zusammen, ohne von seiner Ehefrau geschieden zu sein. Früher nannte man das Bigamie, heute redet niemand drüber. Sollen so unsere Vorbilder aussehen?


Der Neue Mensch ist „genormt“, ein Einheitsmensch. Da passen schon rein logisch keine Ideale; denn sie sind eine „individuelle Idee“ – siehe z. B. Kant, Hegel oder Schiller. Diese individuelle Idee strebt ständig nach einem höheren Ziel, kann aber eine höchste Norm nicht erreichen. So bleibt das Ideal ein als höchster Wert erkanntes Ziel, eine angestrebte Idee der Vollkommenheit – ganz im Gegenteil zur Frankfurter Schule, die vom genormten Menschen träumt(e) und alles für machbar hält.


Das sozialistische „Paradies auf Erden“

Und da sind wir zum Schluß wieder bei der Religion: Für Christen ist der Mensch „unvollkommen“, er soll zwar zum höchsten Glück streben, aber er wird es hienieden nicht erreichen. Anders Karl Marx und seine Sozialismus-Nachfahren in aller Welt: Der Irrglaube des Sozialismus – und damit der Schlüssel zu viel Unterdrückung und Elend – liegt in seiner Vorstellung vom „Paradies auf Erden“, wie z. B. vom „Arbeiter- und Bauern-Paradies“, aus dem die Arbeiter und Bauern millionenfach flohen.

----------


Liebe Leser,


Streben wir nach Glück – im Bewußtsein, daß das Paradies nicht auf Erden zu finden ist!


Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen, gesegneten Advent, ein gnadenreiches Weihnachtsfest, einen trotz Corona möglichst unbeschwerten Jahresausklang und ein frohes, gesundes Neues Jahr 2021.


Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Peter Helmes

Dezember 2020

***************************************************************************


Trump, Biden und die US-Präsidentenwahl: kein Linksrutsch

Von Peter Helmes


Diese Wahl hat deutlich gemacht, daß die Anhänger der beiden politischen Lager geographisch, kulturell und medial in Parallelwelten leben, die kaum noch gemeinsame Schnittmengen aufweisen. Das heißt, daß die Polarisierung in der amerikanischen Politik und in der amerikanischen Gesellschaft durch diesen Wahlvorgang leider nicht etwa abgemildert oder reduziert werden wird, sondern daß sie möglicherweise nur noch weiter akzentuiert wird.


Die Wahlen lassen zwar – nach der derzeitigen, noch nicht klaren Lage zu urteilen – Präsident Trump als Verlierer dastehen, aber eine weitgehende Machtübernahme der Demokraten wünschen sich die US-Amerikaner eben auch nicht. Es hat keinen Linksrutsch gegeben in den USA, im Gegenteil. Die Republikaner haben an vielen Orten zugelegt, sie haben bei den Wahlen ins Abgeordnetenhaus und in Landesparlamente überraschend viele Sitze gewonnen. Amerikas Noch-Präsident hat mitten in einer Pandemie und Wirtschaftskrise sechs, vielleicht sogar sieben Millionen Wählerstimmen hinzugewonnen. Der Präsident hat damit nach vier lärmigen Jahren im Weißen Haus inmitten einer Pandemie – und in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression – seine Basis vergrößert, numerisch und soziologisch.


Man muß kein Prophet sein, um vorherzusehen, daß Trump weiterkämpfen wird – und auch seine Bewegung wird bleiben. Was Joe Biden angeht, wird er für seine Politik deshalb häufiger auf Verordnungen angewiesen sein, als es ihm lieb ist.


Die Herausforderungen für Biden sind groß. Die Corona-Krise hat verheerende Folgen, für die Volksgesundheit ebenso wie für die Wirtschaft. Die veränderte Weltordnung mit einem immer selbstbewußteren China droht die traditionelle amerikanische Machtbasis zu untergraben. Fundamentale Probleme der amerikanischen Gesellschaft – Ungleichheit, Rassismus, geringe soziale Sicherheit – lassen sich auch nicht im Handumdrehen lösen. Biden ist sich dessen bewußt. Er unterschätzt seine Aufgabe nicht. Und sein Vorhaben, alles zu tun, um das Land in eine gute Richtung zu steuern, ist herzergreifend. Aber Zweifel an seiner Kraft dazu bleiben.


Und man sollte die Kraft der Republikaner nicht unterschätzen. Der US-Fernsehsender FOX NEWS, das Sprachrohr der Konservativen in den USA, verkündete bereits: „Die Amerikaner werden nicht schweigen. Stattdessen werden wir die Siege, die Präsident Trump uns hinterlassen hat, nutzen, um uns gegen eine linke Agenda zu verteidigen, von der wir glauben, daß sie den Kern der amerikanischen Werte untergräbt.


Die Ironie der Feierlichkeiten am Samstagabend (nach der Wahl) für die Demokraten besteht darin, daß der Wahltag eigentlich ein ziemlich verheerender Rückschlag war. Es ist ihnen nicht gelungen, die Mehrheitsverhältnisse im Senat umzudrehen. Joe Biden mag die Wahl gewonnen haben, aber fast die Hälfte der Amerikaner kann mit der Vision und den Plänen der sozialistischen Demokraten für das Land nichts anfangen.


Im Repräsentantenhaus versprach deren Sprecherin Nancy Pelosi noch im August ‚zweistellige‘ Zuwächse für die Demokraten. Stattdessen schrumpfte ihre Mehrheit. Zu all diesen schlechten Nachrichten für die Demokraten kommt die Tatsache, daß sie sich nicht länger auf aktivistische Gerichte verlassen können, um legislative Prioritäten durchzusetzen, die sie im Kongress nicht durchsetzen können. Die herkulischen Bemühungen von Präsident Trump, Amerikas Gerichte wieder ins Gleichgewicht zu bringen, werden sich in den kommenden Jahrzehnten auszahlen.“ (Soweit Fox News)


Echte Leistungen Trumps

Der „Trumpismus“ ist noch nicht tot; denn die Gräben, die Obama und die Clintons, vor allem Hillary, aufgerissen haben, werden noch lange Bestand haben. Sie sind die Ursache für die tiefe Unzufriedenheit, die – zumindest bei den mehr als 69 Millionen Trump-Wählern – zum Ausdruck kam. Die teilweise exzentrischen Eskapaden Trumps spielen da keine Rolle, sie werden von seinen echten Leistungen zur Nebensache:


Seit Trump Präsident ist, wurden sieben Millionen Jobs geschaffen. Er sorgte für höhere Mindestlöhne, weniger Arbeitslose, steigende Börsen, billigere Arzneimittel, die niedrigsten Steuern seit 80 Jahren für kleine Unternehmer ... und für finanzielle Anreize, um Kinder in die Welt zu setzen.


Biden steht also vor einer Herausforderung namens Vereinigte Staaten, die so gespalten sind wie noch nie. In den acht Jahren, in denen er Vizepräsident unter Obama war, schritt der Prozeß dieser Spaltung leise voran und entwickelte sich zum Fundament für den Wahlsieg von Trump vor vier Jahren. Bei der Wahl in diesem Jahr erhielt Trump sogar sieben Millionen mehr Stimmen als damals. Biden muß deshalb auf die Trump-Anhänger Rücksicht nehmen.


Für die Linken, also die Demokraten – und zu denen gehört Biden – wird es auch nicht einfach werden, die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen. Und im Ausland? Chinas Macht ist überhaupt nicht mit der Situation zu vergleichen, in der Biden Vizepräsident war. Wenn er sich also zu sehr mit den Inlandsproblemen beschäftigen sollte, könnte die Lage der Welt noch unberechenbarer werden.


Orientierungskrise der westlichen Welt: Europa tut sich zu schwer, die Konsequenzen zu ziehen

Die tiefe Spaltung Amerikas, die sich in der US-Wahl wieder gezeigt hat, ist auch Ausdruck einer andauernden Orientierungskrise der westlichen Welt, die auch Europa auf neue Weise geteilt hat. Eine Antwort darauf scheitert aber immer wieder an nationalen Vorbehalten.


Die historische Lektion, die Deutschland und Europa 2016 erst mit dem Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich und dann mit der Trump-Wahl in den USA erteilt wurde, wirkt nach. Auch wenn Joe Biden im Januar ins Weiße Haus einziehen sollte, gibt es kein Zurück zu den Gewißheiten einer endgültig vergangenen Weltordnung.


Daß die Wahl in den USA – so oder so – knapper ausgehen wird, als die meisten Meinungsumfragen das zuletzt angedeutet hatten, belegt, daß Trump nicht einfach nur eine schrille und vorübergehende Episode der Weltgeschichte bleiben wird. Die tiefe Spaltung Amerikas, die er verkörpert, ist Ausdruck einer andauernden Orientierungskrise der westlichen Welt, die auch Europa auf neue Weise geteilt hat. Zugleich haben die Trump-Jahre alte Aversionen bis hin zu offenem Antiamerikanismus in Deutschland und Europa genährt.


Angela Merkels nach den ersten Trump-Monaten 2017 holprig postulierte Lehre, die Zeiten, in denen Europa sich auf andere verlassen könne, seien „ein Stück vorbei“, ist zu einem festen Bestandteil der politischen Rhetorik in Berlin wie in Brüssel geworden. Doch Europa tut sich zu schwer, die Konsequenzen zu ziehen. Der Ausbau gemeinsamer Verteidigungskapazitäten scheitert immer wieder an nationalen Vorbehalten. Dazu gehört auch die deutsche Unwilligkeit, im militärischen Bereich die Verantwortung zu übernehmen, die der ökonomischen Vormacht und den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands entspräche. Ohne militärische Macht und Gemeinsamkeit aber wird auch eine europäische Außenpolitik nicht wirksam werden.


Das wird im nächsten Jahr noch deutlicher werden, wenn mit Angela Merkel die Politikerin von der Bühne abtritt, die wie keine andere in Stil, durch ihre wertefreien Grundüberzeugungen und Erfahrungen zum Gegenpol Trumps wurde. Die Europäische Union hatte der US-Präsident schlicht ignoriert. Deutschland und Merkel aber hatte Trump als ernst zu nehmende Gegner stets im Visier.


Niemand ist in Deutschland erkennbar, der im nächsten Jahr diese Rolle einnehmen und einem neuen oder gar dem alten US-Präsidenten als ebenbürtiges Gegenüber entgegentreten könnte. Wenn die Lehre aus den amerikanischen Präsidentschaftswahlen nachwirkt, wird immerhin die Frage, wer in diese Rolle hineinwachsen könnte, zum einem entscheidenden Kriterium für die Wahl, die in Deutschland im nächsten Jahr bevorsteht.


Europäische Einigkeit – eine Schimäre

Ob Türkei-Griechenland-Konflikt, Kaukasus-Krieg, Verhalten zu China – nur um einmal drei schwere „Brocken“ aufzugreifen: Die EU schafft es nicht, einen Konsens in der Auseinandersetzung zu finden. Ich fürchte, daß wir hier einen Vorgeschmack bekommen, wie auch künftig Europa regelmäßig auseinanderfällt, wenn es sich mit Großmächten auseinandersetzen muß.


Dringend erforderlich wäre, daß die Führung der Europäischen Union, der Präsident des Europäischen Rats, die Präsidentin der EU-Kommission umgehend einen Sonderrat der Staats- und Regierungschefs einberufen, damit die Europäische Union in dieser noch unklaren Lage zumindest gemeinsam reagiert oder gemeinsam so lange wartet, bis man auf ein klares Ergebnis auch gemeinsam in welcher Weise auch immer reagieren kann. Das aber gleicht der Quadratur des Zirkels.


US-Medien-Desaster: Ein Tiefpunkt der politischen Berichterstattung

Zum Schluß noch ein Blick auf ein Mediendesaster bisher nicht bekannten Ausmaßes: Etliche Sender in den USA haben Trump während einer Lifesendung einfach ausgeblendet. Und ich fürchte, daß sich solches auch einmal bei uns ereignen könnte; denn hier bei uns sind viele Medien nicht nur links/grün, sondern auch regierungshörig.

Doch zurück zu den USA:


Die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) wertet das Verhalten dieser amerikanischen Medien in der für die NZZ typischen Deutlichkeit (die unseren Medien abhandengekommen ist) als einen „Tiefpunkt der politischen Berichterstattung“:


Das Vorgehen von ABC, CBS, CNBC und MSNBC war unreif, unklug, übergriffig. Journalisten ergriffen Partei und machten von ihrer Diskurshoheit Gebrauch. Im Gewand vermeintlicher Haltung übten sie einen entmündigenden Paternalismus aus. Sie brachten die Zuschauer um die Chance, sich selbst ein Bild zu machen, und Präsident Trump um sein Recht der freien Äußerung. Nichts, wirklich gar nichts hätte dagegen gesprochen, die Rede kritisch zu bewerten, einzuordnen, sie hart auf Pro und Contra abzuklopfen – aber bitte schön erst dann, wenn man sie zur Gänze gemeinsam gehört hat. Stattdessen gerierten sich die Ankläger zugleich als Richter und verwiesen Trump vom diskursiven Spielfeld…“


Die Entscheidung der großen Sender ist beispiellos und stellt einen Präzedenzfall dar, der zum Nachdenken über die Rolle der Medien einlädt. Es ist eine Sache, die Meinung eines Politikers einzuholen und dann darzulegen, daß das, was er gesagt hat, falsch ist – das haben CNN und Fox News getan. Eine andere Sache ist es, einem Politiker direkt das Wort abzuschneiden. Vielleicht lässt sich der Trumpismus eher mit Transparenz und ohne Zensur bekämpfen.


In der Vergangenheit haben die US-Medien, gerade wenn das Land gespalten war, stets die Meinung beider Seiten – pro und contra – wiedergegeben. Man sagt, das rechtspopulistische Trump-Phänomen führe zu einer Demokratie-Krise. Allerdings liegt die wahre Gefahr des Populismus darin, daß er zuerst zur Selbstauflösung des Liberalismus führt. Und genau diesem Liberalismus wurden durch das Verhalten der Medien Meinungsfreiheit und Toleranz genommen.


Diese Fehleinschätzung sowohl der Medien als auch der Meinungsforscher vor der Wahl zeigt in alarmierender Deutlichkeit, daß die politischen Eliten die Kontrolle über das demokratische System der USA immer mehr an die breiten Massen verlieren. Die Stimmen der Wahlleute entsprechen nicht mehr dem Willen einer bunten Bevölkerung. Auch die Mainstream-Medien werden von den neuen, dynamischen sozialen Medien herausgefordert. Positiv ist, daß die einfache Bevölkerung, die meist nicht an Umfragen teilnehmen will, dort immer mehr ihre eigene Stimme hörbar macht. Das zumindest läßt auch uns Konservative hoffen.

***************************************************************************


IWF ließ "Bombe" platzen – und niemand hörte hin

Eigener Bericht


Mitte Oktober ließ auf einer gemeinsamen Tagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) dessen Direktorin Kristalina Georgiewa eine "Bombe“ platzen, was aber von den "großen“ Medien bisher weitgehend ignoriert wurde.

Mit den Worten, die Welt stehe vor einem "neuen Bretton Woods“ kündigte sie nicht weniger als die mögliche Einführung eines neuen, internationalen Währungs- und Finanzsystems an.

Wer nun erwartete, daß sich Weltbank und IWF vor dem Hintergrund immer dramatischerer Schuldenstände auch bei Ländern der sogenannten "Dritten Welt“ für einen weitreichenden Schuldenschnitt aussprechen würden, hat sich bisher aber getäuscht. Weitgehend zugesagt ist nur die Verlängerung eines bereits bestehenden Schulden-Moratoriums bis Mitte nächsten Jahres. Bis dahin dürften die Schulden - auch die der Industrienationen - weiter steigen und die Lage wird immer bedrohlicher. Den damit drohenden Kollaps will u.a. der IWF mit allen Mitteln verhindern.

Der Verweis auf Bretton Woods zeigt genau, worum es dabei eigentlich geht. Man sucht nach Mitteln und Wegen für ein neues Finanzsystem, in dem die USA wieder einmal zum beinahe unbeschränkten "Herrscher" über die weltweiten Geldströme aufsteigen können. Um dies zu verstehen, lohnt ein Rückblick auf die Konferenz von Bretton Woods.

Damals, im Jahr 1944, lag Großbritannien infolge des Zweiten Weltkriegs finanziell am Boden und die Niederlage Deutschlands war ebenso abzusehen wie die Aussicht für die USA, als weltweit größte Wirtschaftsmacht und Gläubiger aus dem Krieg hervorzugehen.

Diese Ausgangslage wollte Washington nutzen, um sein damals größtes wirtschaftliches Problem, eine massive Überproduktion im Inland, anzugehen. Wenn der US-Dollar zur weltweiten Leitwährung würde, so das damalige Kalkül, müssten viele Staaten allein schon deshalb US-Waren kaufen, um ihre Dollar "unterzubringen“ und das Problem der Überproduktion wäre gelöst.

In Bretton Woods erklärte man den Dollar deshalb zur Leitwährung, unterlegte ihn (teilweise) mit Gold und band alle anderen wichtigen Währungen zu festen Wechselkursen an ihn. Der wenig später gegründete IWF nahm hierbei zunächst die Rolle eines Überwachers ein und mutierte erst in den 1960er Jahren zu einem Kreditgeber für Staaten. Bis heute wird er von den USA dominiert, die der größte Geldgeber sind und eine Sperrminorität und ein Vetorecht besitzen.

Als im Zuge hoher Kriegskosten (Korea, Vietnam) in den USA die Gelddruckmaschinen heiß liefen, mußten 1971 die Goldbindung und 1973 die festen Wechselkurse aufgegeben werden. Das System von Bretton Woods war damit am Ende.

Für eine anhaltend hohe, weltweite Dollarnachfrage sorgte danach eine von dem deutschstämmigen US-Außenminister Henry Kissinger mit Saudi-Arabien getroffene Verständigung, bei der - kurz und knapp gesagt - die Saudis zusagten, ihr Öl nur gegen US-Dollar zu verkaufen, wenn die USA im Gegenzug als ihr "Sicherheitspartner“ auftreten. Allein schon die später rückläufige Dominanz der Saudis auf dem Ölmarkt ließ diese Abmachung bis heute zur reinen Makulatur werden, von den weltweiten politischen und religiösen Veränderungen einmal ganz abgesehen.  


An der engen Zusammenarbeit des IWF mit der US-Zentralbank Fed hat sich dagegen bis heute nichts geändert. Während alle Welt nur Augen und Ohren für die Corona-Pandemie hat, wurde bereits am 23.3.2020 der "Banking For All Act“ ins US-Parlamentssystem eingebracht. Damit sollen die Mitgliedsbanken des Fed-Systems bereits ab dem 1.1.2021 verpflichtet werden, ihren Kunden zusätzliche, rein digitale Zentralbankkonten (sog. "Wallets“) anzubieten.

Es besteht kaum ein Zweifel daran, daß der Gesetzentwurf alle parlamentarischen Hürden schnell überwinden wird und daß ab Jahresanfang 2021 der "Krypto-Dollar“ Realität wird. Aus Sicht der USA scheint diese Eile geboten zu sein, weil deren großer Handelspartner (und Konkurrent) China ebenfalls an einer eigenen, rein elektronischen Währung arbeitet.

Wer hier der Schnellere ist, sagen viele Experten, hat gute Chancen zum Weltmarktführer aufzusteigen. Sollte den USA dies gelingen, könnte der "Tod“ des Dollar noch für einige Zeit hinausgezögert werden...

https://www.goldseiten.de/artikel/472743--IWF-liess-Bombe-platzen---und-niemand-hoerte-hin.html (Quelle: © Vertrauliche Mitteilungen, Auszug aus den "Vertrauliche Mitteilungen", Nr. 4416)

***************************************************************************


Freiheitsbeschränkungen bei Corona: Polarisierung droht

Professor Dr. Martin Schwab, Universität Bielefeld, ist Rechtswissenschaftler und engagiert sich politisch in der ÖDP. Er hat ein Rechtsgutachten erstellt, das sich mit der geplanten Impfreihe gegen den Coronavirus befaßt. Die Einleitung zu seinem umfangreichen Gutachten ist ein Glanzstück ethischen und moralischen Verantwortungsbewußtseins. Hier einige Auszüge:


Gegen eine Polarisierung des Meinungsbildes

„Die Corona-Krise ist geradezu dafür prädestiniert, eine Polarisierung des Meinungsbildes zu

begünstigen. Denn sowohl die Befürworter als auch die Gegner von Freiheitsbeschränkungen als

Antwort auf die Ausbreitung des Erregers führen zu ihren jeweiligen Gunsten Belange von essentiellem Gewicht ins Feld: Jene, die in dem Virus eine nie dagewesene Bedrohung erblicken und ein beherztes Einschreiten der Politik gutheißen, werden jenen, welche die Bedrohung für weniger schwerwiegend erachten, vorhalten, sie verharmlosten die Gefahr und riskierten Tausende Menschenleben. Jene, die einer optimistischeren Risikobewertung anhängen, werden ihrerseits den Befürwortern der CoronaMaßnahmen vorhalten, sie nähmen ohne Not die Zerstörung der gesamten Volkswirtschaft und die Vernichtung Tausender bürgerlicher Existenzen in Kauf.


Aber bei allem Streit sollte uns doch gleichwohl ein Anliegen einen: Wir müssen aus der Krise schnellstens herausfinden. Denn die Corona-Zeit ist eine scheußliche Zeit. Der Weg aus der jetzigen Situation kann nur über den Boden der geistigen Auseinandersetzung führen: Beide Seiten müssen auf Augenhöhe diskutieren und Argumente in der Sache austauschen. Die derzeitige Praxis, dass die Befürworter der Corona-Maßnahmen aus einer Position angemaßter Überlegenheit die Gegner dieser Maßnahmen verunglimpfen, bringt uns demgegenüber keinen Schritt weiter. Ich habe mir mit großem Aufwand ein Bild vom Diskussionsstand über jene Fragen verschafft, zu denen Wolfgang Wodarg sich geäußert hat. Dabei hat sich gezeigt, dass Vieles bereits im Grundsätzlichen umstritten ist und dringend geklärt werden sollte. Nach meinem Eindruck ist weder die fachliche Begründung der CoronaMaßnahmen unbestreitbar richtig noch die Kritik von Wolfgang Wodarg eindeutig verfehlt. Es lohnt sich mithin, noch einmal darüber zu sprechen, wie gefährlich das Virus wirklich ist und welche Gefahren umgekehrt die Corona-Maßnahmen ihrerseits heraufbeschwören (…)


(…)Die Corona-Krise stellt uns in vielerlei Hinsicht vor große Herausforderungen. Das gilt auch für den Versuch, sich zum Gefahrenpotential von SARS-CoV-2 und zur Bewertung der Art und Weise, wie die Politik darauf reagiert, eine eigene Meinung zu bilden. Mir geht es nicht anders als den allermeisten Menschen: Ich verstehe selbst nichts von Medizin (…)


Ich merke seit dem Beginn der Corona-Krise, dass ich mich mit einer eigenen Meinungsbildung schwertue. Da ich nicht über ausreichendes Wissen verfüge, gibt es für mich nur eine einzige Orientierung stiftende Direktive – das persönliche Vertrauen. Ich muss mich entscheiden, auf wessen Expertise, wessen Rat und wessen Empfehlung ich mich verlasse.


Vertrauen ist eine Gemütsregung, die man weder voraussetzen noch gar einfordern, sondern allenfalls einwerben kann. Vertrauen ist entweder da oder eben nicht. Auch die Akteure von Politik und Wissenschaft sind (ganz generell und gerade in der Zeit seit März 2020) ganz maßgeblich auf das Vertrauen der Menschen angewiesen und müssen es sich verdienen. Das wird ihnen umso besser gelingen, je glaubhafter sie die von ihnen zugrunde gelegte Risikoeinschätzung kommunizieren und wie glaubwürdig die handelnden Personen dabei selbst wirken.


Offenbar verzeichnen die Personen, die derzeit in Deutschland Regierungsverantwortung tragen, indieser Hinsicht in den vergangenen Monaten beträchtliche Erfolge. Eine große Mehrheit der Menschen nimmt den Regierenden ab (oder hat es ihnen zumindest für eine gewisse Zeit abgenommen), dass siehart um das Wohl der Menschen ringen und nur das Beste wollen. Es wird, so die herrschende Stimmung, Gesundheitspolitik betrieben, bei welcher der Mensch im Mittelpunkt steht.


Daneben hat sich aber von Beginn an Kritik geregt. Mit unterschiedlichen Argumenten wird

vorgetragen, den Corona-Maßnahmen fehle das wissenschaftliche Fundament. Daneben wird offen in Zweifel gezogen, dass es den Regierenden wirklich um das Wohl der Menschen geht, für die sie Verantwortung tragen. Manche vermuten hinter der Corona-Politik andere, teilweise sehr weitreichende und dem Gesundheitsschutz ganz und gar entrückte Motive und Ziele.

In weiten Teilen der Medienberichterstattung haben die Kritiker einen schweren Stand. Beiträge, in denen das Handeln der Regierenden gutgeheißen wird, halten jenen Kritikern vor, sie verbreiteten Verschwörungstheorien. Diese Beiträge sind teils auf ganz besonders weit hergeholt wirkende Deutungsversuche gemünzt.


Wie sich indes zeigen wird, reichen mittlerweile aber auch schon bloße Zweifel an den fachlichen Grundlagen der Corona-Maßnahmen aus, um in die Ecke eines Verschwörungstheoretikers gestellt zu werden.   

Indes genügt es, an dieser Stelle eine ganz allgemeine Einsicht festzuhalten: Triebfeder von Vermutungen über gesundheitsfremde Zwecke der aktuellen Corona-Politik – mögen sie nun die Qualität von Verschwörungstheorien erreichen oder nicht – ist im Ausgangspunkt das tiefe Misstrauen gegenüber den politischen Entscheidungsträgern (…)


(…) Die Leitmedien, die man an sich als „gute“ Medien apostrophieren möchte und denen man gemeinhin Seriosität und Qualitätssicherung bescheinigt, sind gerade in der Corona-Berichterstattung beides auf der ganzen Linie schuldig geblieben. Befürworter und Gegner der Corona-Maßnahmen werden dort mit zweierlei Maß gemessen. Die Gegner dieser Maßnahmen werden aus der Position angemaßter Deutungshoheit zielgerichtet und teilweise mit augenfälliger Boshaftigkeit in ein schlechtes Licht gerückt. Gleichzeitig sind die Recherchen lückenhaft und hören gerade dort auf, wo das Ergebnis dieser Recherchen auf

eine optimistischere Einschätzung der Bedrohung durch SARS CoV-2 hindeuten könnte. Die

persönlichen Angriffe gegen die Maßnahmengegner verschleiern die Abwesenheit durchgreifender Sachargumente. ARD und ZDF sind schließlich in jüngerer Zeit dadurch in Erscheinung getreten, dass sie menschenverachtende und gewaltverherrlichende Computerspiele haben produzieren lassen und anschließend öffentlich zur Nutzung bereitgestellt haben (…)


(…). Um sicherzustellen, dass die Politik die richtige Reaktion auf SARS CoV-2 findet, muss über die Corona-Maßnahmen eine ergebnisoffene Diskussion stattfinden, in der sämtliche Positionen imAusgangspunkt als gleichwertig respektiert werden. Die pauschale Verunglimpfung von Kritikern ist der falsche Weg.

(Auszüge aus dem Gutachten von Professor Dr. Martin Schwab, Universität Bielefeld.

Der gesamte Wortlaut des Gutachtens (181 Seiten !) kann bei mir angefordert werden: Peter.Helmes@t-online.de oder postalisch bei: Die Deutschen Konservativen, Beethovenstr. 60, 22083 Hamburg, Tel. 040 / 299 44 01)

***************************************************************************


Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Noch dieses Jahr einsatzbereit?  


Eine Corona-Impfung in Deutschland rückt näher. Biontech und Pfizer wollen, dass ihr Mittel in der EU zugelassen wird. Ihr Antrag muss nun noch geprüft werden – genau wie der des US-Konzerns Moderna.


Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt.


Die Ema muss die Anträge nun prüfen. Wie lange das dauert, war zunächst unklar. Sollte die Behörde eine bedingte Zulassung empfehlen, könnte der Impfstoff noch im Dezember eingesetzt werden, teilte Biontech mit. Die endgültige Entscheidung trifft die EU-Kommission, die in der Regel der Ema-Empfehlung folgt.


Vakzin zeigt offenbar keine ernsten Nebenwirkungen

Biontech hatte angekündigt, unmittelbar nach der Zulassung mit der Auslieferung der ersten Impfstoffe beginnen zu können. Biontech/Pfizer und Moderna haben auch bei der US-Arzneimittelbehörde FDA Anträge auf eine Notfallzulassung gestellt.


Für den Biontech/Pfizer-Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 ergaben umfangreiche Testreihen nach Angaben der Unternehmen eine Wirksamkeit, die einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bietet. Das Vakzin funktioniere über alle Altersgruppen und andere demografische Unterschiede hinweg ähnlich gut und zeige praktisch keine ernsten Nebenwirkungen, teilten die Firmen nach Abschluss letzter Analysen mit. Der Impfschutz bei Menschen, die über 65 Jahre alt sind, liege bei über 94 Prozent.


Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna sehr ähnlich

Diese positiven Ergebnisse beziehen sich auf den Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung. Inwiefern der Impfstoff auch vor der Infektion und einer möglichen Weitergabe des Virus schützt, ist noch nicht klar.


Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist dem Präparat von Moderna in der Wirkweise und auch in seiner Wirksamkeit vergleichsweise ähnlich. Für beide Vakzine läuft bereits ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren bei der Ema, das den Zulassungsprozess beschleunigen soll. Dabei können Hersteller schon vor dem kompletten Zulassungsantrag einzelne Teile zu Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit eines Präparats einreichen.


Biontech will Impfstoffe "fair" verteilen

Die Impfstoffdosen sollen laut Biontech "fair" verteilt werden. Es werde nicht "ein Land alles erhalten", hatte das Unternehmen angekündigt. Deutschland und die EU haben bereits einen Rahmenvertrag über den Kauf von bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffs abgeschlossen. Auf der Grundlage von Lieferprognosen geht Biontech davon aus, dass noch in diesem Jahr weltweit bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen ausgeliefert und im nächsten Jahr bis zu 1,3 Milliarden Dosen hergestellt werden können. Die Impfung erfolgt in zwei Dosen.


"Als Unternehmen mit Sitz im Herzen Europas ist der heutige Meilenstein für uns immens wichtig, da wir uns weiterhin darum bemühen, eine weltweite Verteilung nach der potenziellen Zulassung von BNT162b2 zu ermöglichen", sagte Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin. "Wir wollen weiterhin mit den Zulassungsbehörden weltweit zusammenarbeiten, um im Falle einer Zulassung die schnelle globale Verteilung unseres Impfstoffs zu ermöglichen. Hiermit möchten wir zu den globalen Bemühungen bei der Bekämpfung des Virus beitragen, um wieder zu einem Normalzustand zurückzukehren."


Zulassung auch in Großbritannien beantragt

Den Angaben zufolge haben Biontech und Pfizer auch bei der britischen Aufsichtbehörde MHRA einen Zulassungsantrag eingereicht. Rollierende Verfahren gebe es zudem unter anderem in Australien, Kanada und Japan. Weitere Anträge weltweit seien geplant.


Vergangene Woche hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitgeteilt, mit Moderna sei ein Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Impfstoff-Dosen abgeschlossen worden. Demnach sollen zunächst 80 Millionen Dosen geliefert werden, mit der Option auf 80 Millionen weitere Einheiten. In der EU könnte das Mittel nach Angaben von Moderna bereits im Dezember ausgeliefert werden, sofern es eine Zulassung erhält.


Noch keine zugelassenen Impfstoffe dieser Art

Das Präparat von Pfizer und Biontech ist wie das von Moderna ein sogenannter RNA-Impfstoff. Es enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper dann ein Viruseiweiß herstellt. Ziel der Impfung ist es, das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, um die Viren abzufangen. Noch gibt es keinen zugelassenen Impfstoff dieser Art.


Zwar haben schon Länder wie Russland, China und kürzlich erst Bahrain Impfstoffe mit Einschränkungen freigegeben und impfen damit bereits Teile der Bevölkerung. Aber wie gut diese Impfungen tatsächlich schützen und welche Nebenwirkungen sie haben können, ist derzeit weitgehend offen.                                           (Quelle: Nachrichtenagentur dpa / t-online.de)

***************************************************************************


Der „ Great Reset“ – eine ernstzunehmende Option oder ein schöner Luftballon?

Von Dieter Farwick BrigGen a.D. und Publizist *)


Der „Great Reset“ - auf Deutsch der „Große Neustart“ - ist ein heißes Thema, das von einer sog. „Elite“ im Frühjahr 2021 bei dem Weltwirtschaftsforum 2021 in Davos der Weltöffentlichkeit präsentiert werden soll. Organisator ist der deutsche Professor Karl Schwab, der aus dem früheren „Jahrmarkt der Eitelkeit“ einen Think Tank der Superreichen – mit z.B. Bill Gates - und globalen politischen Honoratioren – wie z.B. Antonio Guterres, dem Generalsekretär der VN, gemacht hat.


Für sie war der jährliche Besuch in Davos ein „Muss“. Man flog mit Privatjets für wenige Stunden nach Davos – mit einer großzügigen Spende in der Tasche. Man sah „anerkannte“ Persönlichkeiten und wurde gesehen.


Es entwickelte sich ein elitäres „ Wir-Gefühl“ mit dem Ziel der Verbesserung der Welt, was im Grunde ein hehres Ziel ist.


Die Welt hat in der Vergangenheit ähnliche Ansätze erlebt – und überlebt. Dieses Mal steckt mehr dahinter – oder?


Die Gründung der Vereinten Nationen nach dem 2.Weltkrieg

Nach den verheerenden zwei Weltkriegen und einer Weltwirtschaftskrise wurden die Vereinten Nationen gegründet, um die Welt in eine bessere Zukunft zu führen. Der Koreakrieg Anfang der 50er Jahre mit der Beteiligung der Großmächte China, USA und Russland und anderer Staaten – wie z.B. Australien – wurde der erste große Lackmustest der jungen Vereinten Nationen, den sie nicht bestanden hat. Es folgten weitere Ereignisse bis heute, die die Ohnmacht der Vereinten Nationen offenbarten.


Ein besonderes Problem ist seit Jahren bekannt: Die Zusammensetzung des Sicherheitsrates mit den Vetomächten, den vier Siegermächten des 2.Weltkrieges, die sich gegenseitig blockieren und damit wichtige Entscheidungen verhindern. Über die Jahrzehnte sind die „Vereinten Nationen“ zu einem zahnlosen Tiger degeneriert.


Die rund 200 Mitgliedsstaaten der VN suchen ihre nationalen Interessen zu schützen und durchzusetzen. Sie profitieren von VN-Geldern zur Verbesserung ihrer Wirtschaft. Sie stellen militärische Einheiten zu „Friedenseinsätzen“ der VN rund um den Globus ab. Die jeweiligen Einsätze dauern um Jahre länger. Der Ruf der Truppen im Verhalten der „Friedenssoldaten“ gegenüber der Bevölkerung wird oft beschädigt.


Die VN können keine Entscheidungen gegen eine Veto-Großmacht durchsetzen. Kann das von einer Nachfolgeorganisation verbessert werden?


Große Ziele des „great reset“ sind eine „neue Weltordnung“ und eine „Weltregierung“

Die Welt soll zentral geführt werden von einer Weltregierung. Die Nationalstaaten sollen mit ihrer Mittelschicht aufgelöst werden. Als Rahmen sieht man in Davos „die vierte industrielle Revolution“, in der die Weltbevölkerung und die „industrielle Welt“ miteinander verzahnt und versöhnt werden. Wirtschaftliche humane und soziale Belange sowie der Umweltschutz sollen gleichwertig mit den industriellen und wirtschaftlichen Zielen vorgeschrieben werden.

Es stellen sich etliche Fragen in einer „Welt der Unordnung und der Unsicherheit“.


Die derzeitige Corona-Epidemie führt zu einer Re-Nationalisierung in vielen Staaten.

Viele Staaten wollen „first“ sein - von Frankreich bis nach China. Europa ist so zerstritten, dass es kein „Global Player“ mehr ist. Polen und Ungarn nutzen die Schwäche der EU zu nationalen Alleingängen.


Nach den Präsidentschaftswahlen in den USA ist die Bevölkerung dort tief gespalten. China setzt seine Gesamtstrategie „One belt – one road“ aggressiv fort. Der totale Überwachungsstaat China geht brutal gegen Minderheiten vor. Erderwärmung, Knappheit an Trinkwasser, Überschwemmungen und Dürren sowie menschengemachte Umweltverschmutzung kommen als Langzeitprobleme hinzu. Dazu kann eine Pandemie kommen mit schweren Folgen – soziale, wirtschaftliche, politische, technologische, demographische und gesundheitliche.


In dieser Welt der Unordnung und Unsicherheit muss jeder Staat versuchen, mit diesen Herausforderungen fertig zu werden. Die Bereitschaft, Verbesserungen mit Partnern zu erreichen, ist unterentwickelt. Es gibt hunderte nationale und internationale Programme, die Folgen von Migration zu lindern. Es gibt bescheidene Verbesserungen.


Fehlen einer „Machbarkeitsstudie“

Zu jeder Vision und jedem politischen Vorschlag, der gravierende Veränderungen und tektonischen Verwerfungen bringt, wird gleichzeitig eine sog. „Machbarkeitsstudie“ vorgelegt

– als Diskussionsgrundlage. Sie muss deutlich machen, ob diese große Vision überhaupt umsetzbar ist – oder auch nicht.

– Wer schafft die Weltregierung? Eine Gruppe von sehr gut vernetzten Superreichen.

– Wie setzt sich eine Weltregierung zusammen? Sind es die „Wähler“? Ist jeder Kontinent vertreten?

– Welche Stehzeiten soll es geben – max zwei Perioden? Welche Amtssprachen? Rechte der Regierung? Sitz? Nachgeordnete Strukturen ?

– Polizeiliche und militärische Einsatztruppe, Dislozierung, Ausrüstung und Bewaffnung, Personal, Einsatzbereitschaft und Zeitraum ? Bill Gates: „vier Jahre Umbruch“, dann 10 Jahre „Wiederaufbau“.

– Wie ist die Bereitschaft von Weltmächten, Allianzen, EU, NATO sich einer Weltregierung unterzuordnen? Was geschieht, wenn die Unterordnung verweigert wird?

– Von welchen Gesamtkosten ist auszugehen? Schlüssel für Kostenbeiträge? Ohne eine und sich daraus ergebende Verpflichtungen und anteilige Kosten ist keine Entscheidung und kein Beginn eines Umbaus zu verantworten.


Fazit Die derzeitigen Informationen reichen nicht aus, um ein solch komplexes, risikoreiches Unternehmen mit weitreichenden Folgen verantwortungsvoll zu entscheiden und zu beginnen.


Die Menschen mit ihren nationalen Traditionen, Eigenschaften und Interessen werden zwangsweise in einen globalen Verband integriert. Sie verlieren ihren Bezug zu den gewohnten Nationalstaaten mit ihren gewohnten Gesetzen und Regelungen.


Entwurzelte Menschen sind leichter zu manipulieren.


Wer will das überhaupt? Die Menschen müssen frühzeitig über Chancen und Risiken informiert werden, bevor die Parlamente zustimmen können. Es darf nicht übersehen werden, dass dieses Unternehmen in Verbindung mit den VN- und EU-Migrationsabkommen gesehen werden muss, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die „Aufnahmeländer“ - besonders Deutschland - an ihre Grenzen führen werden.


Die jetzige Weltordnung ist nicht perfekt, aber besser zu verkraften als ein unsicheres Vabanquespiel, das sich eine superreiche Elite ausgedacht hat, die jede Bindung an die Menschen verloren hat.


Der „Great reset“ ist ein heißer Luftballon, der zu einem Totalkollaps führen kann. Es wäre ein globales Chaos mit Jahrzehnten mit Konflikten.


Es würde sich wieder das „Recht der Stärkeren“ durchsetzen.


Es ist erstaunlich, dass die deutsche Öffentlichkeit wenig über dieses gefährliche Unternehmen erfährt – wie vor Jahren bei den VN- und EU-Migrationsabkommen. Die Medien, die mit Sicherheit über den laufenden Prozess informiert sind, schweigen sehr laut.


Es ist schwer vorstellbar, dass die drei Weltmächte USA, China und Indien an ihrer Vormachtstellung Einbußen akzeptieren.

Die Hauptreligionen – wie besonders der Islam – werden ihre Selbstständigkeit behaupten wollen.


Wie kann verhindert werden, dass eine kleine Gruppe von „Superreichen“ die „Weltregierung“ mit gefügigen Funktionären bildet – unterstützt von Organisationen wie die VN, die WHO, die EU, die OECD, dem IWF, die bereits heute „den great reset“ - in Deutsch „ Großer Neustart“ - politisch und finanziell unterstützen?


Es ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, wie stark das Vorhaben bereits heute ist. Der permanente Stab umfasst über 800 Mitarbeiter, die auf viele Büros – wie z.B. Genf, New York und Peking – verteilt sind. Das Weltwirtschaftsforum vereint weltweit rd. 1000 führende Firmen – wie z.B. Volkswagen und Bertelsmann – mit Spenden und regelmäßigen Beiträgen an das WEF. Es sind die Fangarme einer Riesenkrake, die den Globus umspannen.


Neue Weltregierung“ ist eine harmlose Formel.

Es kann unterstellt werden, dass de facto „Weltherrschaft“ das eigentliche Ziel ist.


Profitieren werden auch die NGOs, die weltweit vernetzt sind – ohne jede demokratische Legitimation.



Auch Deutschland hat viel zu verlieren. Es hat daher den Anspruch, vor Ende des Jahres 2020 durch eine Regierungserklärung über Fakten und Hintergründe informiert zu werden, um eine breite nationale Diskussion anzustoßen. . Rien ne va plus.

**********

*) Brig.General a.D. Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.

Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.

Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.

In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ´Partnership for Peace` beteiligt.


Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.


Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.

Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.

Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei uns.

***************************************************************************



EU-Rechtsstaatsmechanismus – auf hohem Ross

VON DR:PHIL:MEHRENS


Die Diskussion um einen Rechtsstaatsmechanismus, an den die Auszahlung von EU-Fördergeldern geknüpft werden soll, ist eine Farce: Die westlichen Demokratien sollten lieber vor der eigenen Haustür kehren.


Es klingt erst mal gut: Rechtsstaatsmechanismus. Es klingt nach moralisch blütenweißer Weste, nach demokratischer Standfestigkeit, danach, dass es irgendwo ein Lager in Europa gibt, das weiß, was gut, wahr, edel und richtig ist, und irgendwo anders eines, das das nicht weiß. Schon diese Vorbemerkung allein lässt erkennen, dass bei der Debatte um einen Rechtsstaatsmechanismus vor allem eines im Spiel ist: ein Riesenhaufen Arroganz.


Worum geht es konkret? Polen und Ungarn wird vorgeworfen, sie hielten sich nicht an demokratische Grundsätze. Das müsse mit Sanktionen geahndet werden. Die Art und Weise, wie sich vor allem die polnische Regierung an die Umbesetzung von Richterstellen gemacht hat, ist in der Tat fragwürdig. Zuletzt sorgte die Dienstenthebung von Richter Igor Tuleya für Unbehagen. Wenn eine Regierung über eine neu geschaffene „Disziplinarkammer“ direkten Einfluss auf die Besetzung von Richterposten nimmt, ist das ein Angriff auf die Gewaltenteilung, eine demokratische Grundfeste.


Anders sieht es bei der Umbesetzung von Redakteuren im öffentlichen Rundfunk aus. Ähnlich wie hierzulande gibt es unter polnischen Medienschaffenden ein Ungleichgewicht zwischen progressiven und konservativen Kräften. In Anbetracht einer derart pluralismusfeindlichen Gemengelage kann jeder Demokrat sich nur freuen, wenn die Meinungsvielfalt dadurch gestärkt wird, dass ein System, das sich nicht mehr selbst reparieren kann, einen Reparatureingriff von außen hinnehmen muss.


Auch Deutschland würde es guttun, wenn beispielsweise eines der vielen ARD-Politikmagazine wie „Monitor“, „Kontraste“ oder „Report“ zwangsweise ausgetauscht würde gegen ein „EF-TV“, „Tichy-TV“ oder „JF-TV“. Schließlich sind die öffentlich-rechtlichen Anstalten qua Verfassungsgerichtsurteil zur professionellen Darstellung von Meinungsvielfalt verpflichtet, kommen diesem Auftrag aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr nach, weil ihre Redaktionsstuben zu kulturmarxistischen Klüngelclubs, sozial-ökologischen Selbstbeglaubigungsinstituten, kurzum, zu grün-roten Echokammern degeneriert sind.


Wenn deutsche Medien Ungarn vorhalten, Schritte eingeleitet zu haben, die in Richtung gelenkte Demokratie weisen, wirkt das schon ein bisschen so, als hätten die verantwortlichen Redakteure noch nie in den Spiegel geschaut. George Soros darf zwar in Ungarn keine Privat-Uni betreiben, aber in Deutschland war 2008 schon ein Seminar „Wege heraus aus homosexuellen Neigungen“ auf dem Christen-Kongress Christival nicht durchführbar, weil der des Drogenmissbrauchs überführte Grünen-Politiker Volker Beck sich massiv für die Einschränkung von Glaubens- und Meinungsfreiheit einsetzte – mit Erfolg. Man kann sich also vorstellen, welche Zukunft im pseudoliberalen Deutschland dem Ansinnen auf Gründung einer privaten Hochschule beschieden wäre, die ausnahmslos puritanische, kreationistische und misoporne Theologieseminare anbieten wollte und deren Studenten sich abends in Verbindungen zum rituellen Verbrennen von Regenbogenfahnen träfen.


Es ist zwar ein Unterschied, ob ein Staat selbst regulierend oder kontrollierend auf Bereiche einwirkt, die im Anwendungsgebiet von Freiheitsrechten liegen, oder Fehlentwicklungen einfach nur geschehen lässt, weil sie ihm nützen, das Ergebnis aber ist oft dasselbe. Es ist ein Unterschied, ob die Politik regulierend oder kontrollierend auf die Medien einwirkt – über die Programmräte ist das in Deutschland mittelbar möglich – oder diese sich autonom zum Regierungssprachrohr entwickeln bzw. als vierte Gewalt die Regierenden so lange vor sich hertreiben, bis diese Politik nach von der Presse vorgegebenen Leitlinien machen und somit Medien- und Polit-Establishment zu einer amorphen Gemeinschaftsmasse verschmelzen, aber man kann sich doch anschließend nicht allen Ernstes hinstellen und erklären: „Bei uns ist alles in Ordnung. Denn unsere Presse ist frei.“


Dass sich eine Regierung und eine führende Sendeanstalt des öffentlichen Rechts denselben Experten, nämlich Christian Drosten, teilen, ist doch kein typisches Kennzeichen für eine liberale Demokratie, sondern erinnert alarmierend an ein System, in dem Medien Staatspropaganda verbreiten sollen und das auch tun.


Weiteres Anschauungsmaterial lieferte diese Woche der Deutschlandfunk, der offensichtlich der Ansicht ist: Wer eine andere Meinung vertritt als die politische Gemeinschaftsmasse, gefährdet die Demokratie. Am 24. November verbreitete der Radiosender ein über das SPD-nahe RND lanciertes gemeinsames Statement von Anetta Kahane, der Vorsitzenden der Amadeu-Antonio-Stiftung, und Felix Klein, dem Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung, das eine wichtige oppositionelle Stimme (die Stimme derjenigen in der Gesellschaft, die die Freiheitseinschränkungen wegen der CoVid-19-Epidemie kritisieren) mit Antisemitismus in Verbindung bringt. Die Logik geht so:


Eine Schülerin aus dem Oppositionslager hat die Freiheitseinschränkungen mit denjenigen verglichen, die Anne Frank in ihrem berühmten Tagebuch schildert. Das ist Holocaust-Verharmlosung. Und Holocaust-Verharmlosung ist Antisemitismus. Also ist die gesamte oppositionelle Bewegung des Antisemitismus verdächtig, und über die Nachrichtenticker läuft bis zum Abend die Meldung: „Kritik an Corona-Demos: Experten sehen mehr Antisemitismus“.


Schauen wir uns mal genau an, was hier passiert: Da ist eine linke Stimme und noch eine zweite linke Stimme, die aber als unabhängige zweite Stimme verkauft wird. Beide stellen eine Behauptung auf, die Opposition diskreditieren und damit delegitimieren soll, und als Propagandasprachrohr steht den zu unabhängigen „Experten“ hochgeschriebenen Anti-Oppositions-Demagogen ein einflussreiches öffentlich-rechtliches Medium willfährig zu Diensten.


Einen solchen Schulterschluss zwischen medialer Berichterstattung und Regierungslinie mit dem Ziel der Delegitimierung von Oppositionskräften kann niemand allen Ernstes noch als Vorgang in einer gesunden Demokratie bezeichnen wollen.


Das Schimpfen auf Polen und Ungarn wird vollends zum Paradoxon, wenn man sich vergegenwärtigt, welche eklatanten Verstöße gegen fundamentale rechtsstaatliche Werte sich die sogenannten westeuropäischen Demokratien auch schon vor dem Ausbruch der CoVid-19-Epidemie auf ihr Gewissen geladen haben. Der Verstoß gegen die Defizitkriterien, die die EU-Staaten sich vor der Euro-Einführung selbst verordnet hatten, gehört da sogar noch zu den lässlicheren Sünden. Eine Auswahl:



Es dürfte klar sein, dass ein Land, das in der Vergangenheit elementare Grundrechte so eklatant verletzt hat und weiter fortdauernd verletzt, jegliches moralische Recht verwirkt hat, über ein anderes in Sachen „Rechtsstaatlichkeit“ zu Gericht zu sitzen. Seiner Regierung kann man nur zurufen: „Ihr Heuchler! Zieht zuerst den Balken aus eurem eigenen Auge und dann den Splitter aus dem Auge eurer Brüder!“


Wird sich der EuGH den hier vorgetragenen Bedenken anschließen und wegen all der genannten Rechtsstaatsverletzungen einschreiten, um womöglich Deutschland zur Ordnung zu rufen? Gewiss nicht. Der EuGH – und das ist nun der großartige Clou an der ganzen Geschichte – ist nämlich selbst genau das nicht, was die polnischen Richter sein sollen: regierungsunabhängig. Seine Richter werden nicht vom EU-Parlament gewählt, sie werden nicht mal vom EU-Parlament vorgeschlagen. Sie werden von den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten entsandt.


Mit anderen Worten: EuGH-Richter kommen genauso ins Amt, wie es in Polen bitte auf keinen Fall geschehen soll.


Diese absurditas absurditatum zwingt geradezu zu der Frage, welche Berechtigung eine Institution hat, die in universeller Heuchelei die Grundkondition ihrer Existenz erkennen lässt. Man kann es nicht anders sagen:


Die EU ist die Krankheit, für deren Therapie sie sich hält.

***************************************************************************


Wasserstandsmeldung und Sturmwarnung: vier Wochen nach den US-Wahlen vom 3. November 2020


von Helmut Roewer *)


Die Lage über den Ausgang der US-Wahlen im November 2020 ist nach wie vor unklar. Das liegt nicht zum wenigsten an folgenden Tatsachen:


US-Präsident Trump hat sich – entgegen allen Meldungen in den Mainstream-Medien – bis zum heutigen Tage geweigert, seine Niederlage einzuräumen. Dieser Schritt ist in den USA von kaum zu unterschätzender psychologischer Bedeutung. Stattdessen hat sich Trump Ende letzter Woche auf eine entsprechende Reporterfrage sinngemäß so geäußert: Er werde das Weiße Haus erst räumen, wenn sein Gegner die reale Existenz seiner 80 Millionen Stimmen nachgewiesen habe.

Die Zahl der Anfechtungsprozesse und legislativen Streitverfahren in diversen Staaten der USA ist so groß und unübersichtlich, dass verbindliche Aussagen über deren Wirkung auf das Gesamtwahlergebnis derzeit nicht möglich erscheinen. Die Hauptverfahren finden von Seiten der Trump-Kampagne unter Rudi Giuliani und durch ein Team der ehemaligen Staatsanwältin Sidney Powell (siehe weiter unten) statt.

Das Vorliegen illegaler Wahlmanipulation kann anhand der vorliegenden Beweismittel und meiner eigenen Beobachtungen als sicher angesehen werden. Es handelt sich vor allem um

den zeitgleichen Stopp der Stimmauszählung in der Wahlnacht in mehreren Staaten über mehrere Zeitzonen hinweg, der ohne eine (unzulässige) Zentralsteuerung nicht möglich war,

den Rücklauf von Hunderttausenden von Briefwahlunterlagen zusätzlich zu den offiziell ausgegebenen

die teilweise Unterbindung der Wahlbeobachtung

die Erfindung Hunderttausender Wähler ohne reale Existenz

die Vortäuschung Hunderttausender von Wohnsitzwechseln, einschließlich mehrfacher Stimmabgabe

das Auszählen von Wahlstimmen zugunsten von Biden mit bis zu 400 Prozent der abgegebenen Stimmen in einzelnen Stimmbezirken

die Abgabe vom weit über 100 Prozent von Stimmen gegenüber der Zahl der registrierten Wähler in den entscheidenden Stimmbezirken

und zahlreiche weitere Unregelmäßigkeiten, für die es Berge von eidesstattlichen Versicherungen gibt.


Der brisanteste Streitpunkt folgt aus der sich allmählich verdichtenden Behauptung in den von der Anwältin Sidney Powell betriebenen Anfechtungsverfahren, dass nämlich das elektronische Wahlsystem (Stimmabgabe plus Stimmenaddition) in etlichen Staaten fremdgesteuert und gefälscht worden sei. Diese Behauptung besteht aus folgenden Elementen.


Es wurden Wahlmaschinen mit zugehörigen Programmen der Firma Dominion Voting Systems benutzt, die eigens dafür konstruiert worden seien, Wahlen im gewünschten Umfang zu manipulieren. Diese Wahlmaschinen seien entgegen den Bestimmungen mit dem Internet verbunden gewesen. Sie hätten es zudem ermöglicht, unkontrolliert mit Hilfe von Sticks frisierte Ergebnisdaten hochzuladen, was in den umstrittenen Wahlzentren auch geschehen sei. Die Firma hat die Vorwürfe bislang mehrfach bestritten.

Es habe zudem eine zentrale Fremdsteuerung stattgefunden (der zentrale Auszählungsstopp, als sich der Trump-Sieg in der Wahlnacht sicher zeigte, sei sonst nicht möglich gewesen). Um die Spuren zu verwischen, hätten sich die Manipulanten besonderer Server bedient, die sie im Ausland stationiert hätten. Die in diese Richtung gehenden Behauptungen verdichten sich insofern

als die fraglichen Rechner sich in einer Datenfarm der CIA in Frankfurt am Main befunden hätten.

In dieser habe es in der vorvergangenen Woche ein Feuergefecht zwischen den Bewachungseinheiten und einer Kommandogruppe der US-Armee gegeben, bei dem fünf Menschen ums Leben gekommen seien,

während der Verblieb der Computer im Nebelhaften liegt.

Ergänzend wurden die Namen von zwei Computerprogrammen der US-Dienst-Community bekannt (Scorecard und Hammer), die Anfang des Jahrhunderts zu dem Zweck entworfen und eingeführt wurden, andere Computerprogramme von außen heimlich fremdzusteuern.

Der Erfinder dieser Programme ist namentlich bekannt. Er hat sich dezidiert zur Kreierung und Anwendung dieser Programme geäußert.

Es liegen zudem die Stellungnahmen von Angehörigen der US-Dienst-Community vor, dass und wie diese Programme genutzt worden seien, um in anderen Staaten, vor allem in Latein-Amerika, die Wahlergebnisse zu manipulieren.

Zwei weitere ziemlich detaillierte Aussagen, die zugleich Kampfansagen sind, stammen von zwei US-Dreisterne-Generalen,

dem Generalleutnant Michael Flynn, ehedem Chef des Armeegeheimdienstes und Kurzzeit-Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, der sein Amt nach einer Intrige des FBI und des US-Justizministeriums im Februar 2017 verlor (siehe mein Buch Spygate),

und dem ehemaligen Luftwaffen-Generalleutnant und Cyber-War-Spezialisten Thomas McInerney, der heute selbst eine Cloud-Firma betreibt.

Deren Aussagen sind hier nachlesbar: https://www.distributednews.com/478531.html (hoffentlich noch länger).

Im Zentrum der Vorgänge steht eine Geheimdiensteinheit der US-Armee, das 305. Intelligence Bataillon, Spitzname: the craken. Es soll in der Vergangenheit einschlägige Beeinflussungsoperationen durchgeführt haben, aber im Falle der US-Wahl 2020 durch das Weiße Haus für das Gegenteil, nämlich zur Aufdeckung von illegalen Einflussoperationen, seit September 2020 eingesetzt worden sein. Ob the craken selbst den Einsatz in Frankfurt, falls er stattfand, durchführte, oder ob es Kräfte des Kommando-Verbandes Delta Force waren, ist unklar. Letzteres ist eher wahrscheinlich.


Es lässt sich derzeit nicht vorhersagen, wie sich das bekannt werdende Geschehen auf die US Wirklichkeit auswirken wird. Mainstream und Big Tech sind bemüht, die Öffentlichkeit gegen die bekannt werdenden Tatsachen abzuschirmen. Immerhin wurde bekannt, dass sich Joe Biden Anfang der Woche beim Spielen mit seinem Hund den Fuß gebrochen hat.

-----

©Helmut Roewer, Dezember 2020. Ich danke Dirk Pohlmann und Dr. Walter Post für zielführende Hinweise. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei mir.

******

*) Dr. Helmut Roewer wurde nach dem Abitur Panzeroffizier, zuletzt Oberleutnant. Sodann Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen Rechtsanwalt und Promotion zum Dr.iur. über ein rechtsgeschichtliches Thema. Später Beamter im Sicherheitsbereich des Bundesinnenministeriums in Bonn und Berlin, zuletzt Ministerialrat. Frühjahr 1994 bis Herbst 2000 Präsident einer Verfassungsschutzbehörde. Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand freiberuflicher Schriftsteller und Autor bei conservo. Er lebt und arbeitet in Weimar und Italien.

***************************************************************************


China im Fokus: Der „Big Guy“ hinter Hunters dubiosem China Deal mit dem BHR Staatsfonds

Von Freddy Kühne *)


Die Verflechtung von  Joe und Hunter Biden und der chinesisch-kommunistischen Partei


Was bedeutet das für die politische Unabhängigkeit der USA, insbesondere in der Außen- und Sicherheitspolitik?



Laut einem Ex-Mitarbeiter der Bidens, sah der chinesische Staat diesen gemeinsamen Fonds als „politische Investition“ …


Was Trumps Kritiker stört, ist sein Stil: ergebnisorientiert statt verfahrensorientiert.

Das ist weichgespültes Sozialgedöns und typisch für Sozialisten und Soziale Berufe – und dort auch richtig.


Wer aber große Bauvorhaben leitet, muss überwiegend ergebnisorientiertes Arbeiten praktizieren, um Widerstände und Beharrungskräfte aller Arten zu brechen.


Wer eine Weltmacht leitet und dort die Widerstände in Behörden und die Widerstände aus Lobbygruppen brechen will oder auch muss, der kann nur Erfolg haben, wenn er wie Trump arbeitet:


* Binnen 3,5 Jahren 17 Mio. neue Arbeitsplätze

* TTIP abgeschafft / verhindert

* US-Truppen abgezogen, keine neuen Kriege angefangen

* Friedensverträge zwischen Israel , den VAE und zwei weiteren arab. Staaten erzielt

* Die Gesundheitsreform von Obama an entscheidenden Schwachstellen kurzfristig verbessert

* Außenhandelsdefizit gegenüber der EU und China reduziert


Ich behaupte: Das hätte kein anderer US-Präsident in dieser kurzen Zeit geschafft!

Ohne chinesischen Virus, aus einem Militärlabor in China stammend laut Aussage der  Whistleblowerin Prof. Li-Meng Yan, wäre Trump locker wiedergewählt worden.

Deswegen erlaube ich mir die Frage, ob hier China nicht massiv in den Wahlkampf der USA eingegriffen hat.

Diktatoren wie die des Kommunisten Xi Jingping haben noch nie Rücksicht auf einzelne Menschenleben genommen.


Und jetzt die Frage: Wieso hat der kommunistische Staat China einen gemeinsamen Fonds mit der Biden Familie?


Ein Ehemaliger Partner von Hunter Biden berichtete über Geschäfte von Hunter Biden in  China:


Dort investierten die Bidens gemäß Information von „China im Fokus“ im Jahre 2017 in eine Summe von circa 450.000  Dollar in einem 1,5 Billionen Dollar ( circa 1,5 Mrd. Euro) Fonds des BHR Partners Konzerns und erhielten für diese geringe Summe einen Fonds-Anteil von zehn Prozent.   Soweit – so gut.


Das Pikante: Der Staats-Fonds  BHR wurde vor dem Einstieg der Bidens ausschließlich von lokalen chinesischen Regierungen der Kommunistischen Partei und der von der Kommunistischen Partei geführten staatlichen Bank of China betrieben.


Die große Frage lautet nun: Was nun hat die chinesische Regierung bewogen, ausgerechnet der Familie des langjährigen US-Vizepräsidenten einen Einstieg in diesen Staats-Fonds der Kommunisten zu gewähren?


Um das zu verstehen, muss man zuerst wissen, dass es aus Interesse der nationalen Sicherheit der USA generelle Praxis ist, sicherheitsrelevante US-Produktionsfirmen nicht in die Hände des Auslandes zu verkaufen – und erst Recht nicht an den Kommunistischen Staatsapparat Chinas.


Doch im Jahre 2015 lief es für die Chinesen in den USA seltsamerweise wie geschmiert:


Eine Hauptaufgabe des BHR Partners Fonds ist es, sensible Technologien für die chinesischen Machthaber zu erwerben. Im Jahre 2015  erwarb BHR das Automobilunternehmen Henniges –und zwar zusammen mit einer Tocherterfirma des chinesischen Konzerns AVIC: AVIC hält 51 Prozent an Henniges und BHR 49 Prozent.


Henniges stellt unter anderem Schwingungsdämpfer her, die mit Sicherheit zum Dual-Use-Bereich gehören und damit auch militärisch genutzt werden können.


Laut US-Pentagon wird der chinesische Konzern AVIC vom chinesischen Militär kontrolliert.

Der AVIC Konzern erhält überwiegend Aufträge von der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Das US-Verteidigungsministerium  wirft dem AVIC Konzern Technologiespionage vor: So habe AVIC Tarnkappentechnologie und Drohnentechnologie in den USA gestohlen, um diese dann der chinesischen Armee zur Verfügung stellen zu können.

Zudem hat dieselbe  Tochtergesellschaft der AVIC dem Iran bei der Entwicklung von Raketen geholfen, weshalb die USA Sanktionen gegen diese Tochtergesellschaft des AVIC Konzerns  beschlossen.


Im Jahre 2015 also erteilten die US-Behörden dem Verkauf von Henniges an das chinesische Staats-Konsortium ihre Erlaubnis. Zu diesem Zeitpunkt war Joe Biden schon seit 6 Jahren Vize-Präsident der USA.


Kurz nach der Abwahl der Regierung Obamas stiegen die Bidens in 2017 in exakt diesen Fonds BHR der Bank of China ein – vermutlich als einziger nichtstaatlich nichtchinesischer Anteilseigner.

Wenn das nicht auffällig ist, was dann?


China betrachtet den Einstieg der Bidens als „politische Investition“


China indes betrachtete dieses  Biden-Geschäft als eine „politische Investition“, so der Ex-Partner Hunter Bidens mit Namen Tony Bobulinski.

Bobulinski – seines Zeichens CEO (Vorstandsvorsitzender) der Firma SinoHawk Holding – erläuterte auch die internen Strukturen: So müsse Sohn Hunter Biden stets den „Big Guy“ fragen , was nach Aussage von Bobulinski mit dem Vater von Hunter Biden – also mit Joe Biden – gleichzusetzen sei.


Demnach wäre Hunter Biden also wohl nur der Strohmann von Papa Joe gewesen, richtig oder?


Auf diese Vorwürfe bei ersten Fragen angesprochen, behauptete Hunter, er hätte mit seinem Vater nie über seine Auslandsgeschäfte gesprochen.


Und Joe Biden sagte in der Wahlkampf-Debatte dazu, Zitat „Ich selbst habe nie einen Penny angenommen“. Zitatende.


Es mag wohl stimmen, dass Sleepy Joe nie einen Penny der Kommunisten in die Hand genommen hat. Aber der Einstieg in solch einen chinesischen Staatsfonds, der sensible Technologien aufkauft, ist seitens des früheren US-Vizepräsidenten und möglicherweise jetzt neu gewählten US-Präsidenten doch sehr obskur, zumal der zehnprozentige Anteil unter Wert an die Bidens verkauft wurde.


Die Frage, woher Sohn Hunter diese Investitionssummen hat und wie  der ansonsten wirtschaftlich blasse Sohn Hunter – während der Vizepräsidentschaft von Vater Joe Biden – in der Ukraine in den größten Gaskonzern Burisma einsteigen konnte und auch dort viele Hunderttausende bis Millionen Dollar verdiente, wurde bis heute noch nicht mal im Ansatz juristisch gestellt geschweige denn aufgeklärt:


Auch hier soll Joe Biden seinerzeit als US-Vizepräsident die juristische Aufklärung in der Ukraine via angedrohtem Entzug eines Koppelgeschäfts (Lieferung von US-Waffen) verhindert haben. Als US-Präsident Trump versuchte, das somit in der Ukraine widerrechtlich eingestellte Untersuchungsverfahren  wieder ans Laufen zu bringen, drehten die Demokraten in den USA das Argument nun gegen Trump um…


Und möglicherweise flossen auch Teile dieser großen Unsummen aus dem Ukraine-Geschäft als bare Wahlkampfspenden an die Demokraten wieder zurück in den US-Wahlkampf 2020.

Denn auffällig war in 2020 wie auch schon in 2016:  Sowohl Hillary Clinton als auch Joe Biden verfügten annähernd über beinahe doppelt so viele Wahlkampfspenden wie Donald J. Trump und dessen Republikaner.


Auffällig auch:  Die linksliberalen westlichen Medien schossen  fast nur gegen Trump, während sie die Verfehlungen der Bidens (Ukraine- und Chinageschäfte)  , Clintons (Die Ermittlungen in der E-Mail-Afffäre wurden lt. Aussage von Helmut Roewer im Buch Spygate von Obamas Regierung eingestellt)  und Obamas (extrem hohe Verwicklung der USA in Kriegseinsätze) bis heute sehr stiefmütterlich oder teilweise noch gar nicht behandelten.


Wie unabhängig können die USA noch von China agieren, wenn Biden, Gates und Co bei den chinesischen Kommunisten investieren?


Die für mich allerdings größte und brisanteste Frage ist: Wie unabhängig können die USA noch von China agieren, wenn Bidens in chinesische Staatsfonds der Bank of China investieren und wenn Milliardäre wie Gates in China neue Kernkraftwerke entwickeln und dort Virologie-Labore betreiben?


Was bedeutet es mittel- und langfristig für die Außen- und Sicherheitspolitik, wenn sich mächtige Einzelpersonen der USA in derartige Wirtschaftsverflechtungen einlassen?


Was bedeutet es für die Politik im Nahen Osten, für die Sicherheit Israels, für die Einhegung iranischer Atomprogramme und die Sicherheit Taiwans?


Unter Trump jedenfalls wurde die Unabhängigkeit der USA in allen diesen Punkten gestärkt, weil er die wirtschaftliche Abhängigkeit sowohl von China als auch von den Ölimporten aus der arabischen Welt reduzierte oder sogar auf Null schraubte.


Unter Trump wurden die USA zum größten Exporteur von Öl. Und das ermöglichte es den USA, eine völlig eigenständige und unabhängige Außenpolitik zu machen, die sowohl den Rückzug der US-Truppen in Syrien ermöglichte, als auch die Friedensverträge zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten und zwei weiteren Ländern möglich machte.

Auch die Umsetzung der seit Jahrzehnten von allen vorausgegangenen US-Präsidenten verschobenen aber gesetzlich bereits längst beschlossenen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels gelang Trump.


Und noch in den letzten Wochen seiner Amtszeit ermöglichte Trump dem Staat Israel als einzigem Land außerhalb der USA den Kauf der F22-Raptor Flugzeuge.


Unter Biden dagegen drohen den USA wieder steigende Abhängigkeiten und steigende Außenhandelsdefizite – sowohl von China als auch von anderen Playern im Nahen Osten und Europa.


Diese steigende Abhängigkeit der USA könnte durchaus von Anfang an im Kalkül der kommunistischen Hardliner in Peking gelegen haben, als die chinesische KP das Geschäft der Bidens  mit dem Finanzfonds BHR ermöglichte.


Wie eng die politischen Bande zwischen der Spitze der US-Demokraten und der chinesischen KP schon seit 2015 zu sein scheint, muss einem auch schon gewahr werden, wenn man weiß, dass US-Präsident Barack Obama bereits in 2015 aus eigens dem US-Präsidenten unterstellten Budget BEPFAR 3,7 Millionen Dollar für Corona-Virus-Forschung am staatlich-chinesisch-militärischen Labor in Wuhan freigab.


Aus diesem Labor „entwischte“ laut Whistleblowerin und Virologin Prof. Li-Meng Yan auch das Covid-19 Virus, welches nun mit zur Wahlniederlage von Donald J. Trump seinen Beitrag geleistet haben dürfte…


Xi-Jinping: Christenverfolger und auf Lebenszeit gewählter Diktator und die totale Überwachung in China

Was man bei allem Betrachten wirtschaftlicher Zusammenhänge auch nie vergessen darf: Pekings Machthaber Xi-Jinping hat sich auf Lebenszeit zum Diktator wählen lassen. Und er ist als Sohn eines einstmals kritisch-dissidentischen Vaters ein durch staatlich-kommunistische Umerziehung umso strammer Kommunist geworden, der seit seinem Amtsantritt auch die Christen im Reich der Mitte immer härter verfolgen lässt:


Seit 2018 lässt Xi-Jinping beinahe alle Kirchen überwachen und achtet strengstens darauf, dass diese Kirchen sinisiert werden, sprich: Nicht-chinesicher kultureller Einfluss z.B. aus den USA oder Europa, wird nicht erlaubt und immer weiter zurückgedrängt.


Xi-Jinping s Partei und Behörden  ließen sogar schon Kirchen während des laufenden Gottesdienstes abreißen. Leiter christlicher Kirchen werden seit Xi Jinping´s Antritt verstärkt beobachtet und verhaftet.


100 Millionen Uiguren hat die chinesische KP in sogenannte Umerziehungslager gesteckt.


Die chinesische Gesellschaft ist inzwischen bereits zu 95 oder mehr Prozent total überwacht: Vier Prozent der Bevölkerung arbeiten bereits vor circa 15 Jahren als Parteisekretäre. Diese Zahl dürfte sich unter dem Diktator Xi Jinping noch erhöht haben, da Jinping inzwischen auch in jedes private oder staatliche Unternehmen Parteisekretäre abgeordert hat, um die Unternehmen auch politisch zu kontrollieren.


Das chinesische kommunistische System ähnelt damit inzwischen dem der deutschen nationalen Sozialisten unter der NSDAP in Deutschland von 1933 bis 1945.

Kommunismus und Nationaler Sozialismus sind damit zwei Seiten derselben Medaille, wie diese Entwicklung Chinas es eindrucksvoll beweist.


Wer sich als Politiker – wie Biden und Co – mit solchen Machthabern verbündet oder sich in deren Abhängigkeit begibt, der ist meines Erachtens charakterlich völlig ungeeignet, die größte christliche Macht der Welt zu repräsentieren.


Trumps wirtschaftliche und politische Eindämmung Chinas war daher der einzig gangbare Weg, um den Siegeszug der  atheistisch-chinesisch-kommunistischen Ideologie zumindest zu bremsen oder anzuhalten.


Wie Joe Biden, der  über seinen Sohn indirekt in die Staatsfonds Chinas  verwickelt ist, diesen wachsenden politisch-wirtschaftlichen Einfluss des atheistisch-diktatorischen Chinas eindämmen will, ist mir daher derzeit ein vollkommenes Rätsel.

______________

 

Chronologie

BHR Konzern: Ursprünglich ein rein staatlich chinesischer Finanzkonzern der sensible Technologien für die Bank of China / die chinesische KP erwirbt

2013 wird der Fonds BHR gegründet; Fondsgröße: 1.5 Billionen Dollar (ca 1,5 Milliarden Euro)

2015 erwirbt der Fonds das US-Automobilunternehmen Henniges; die US Behörden stimmen zu; Joe Biden ist zu der Zeit schon 6 Jahre Vizepräsident der USA

2017 kauft Hunter Biden  eine 10 Prozentige Beteiligung des 1, 5 Billionen Dollar schweren Fonds für 420.000 Dollar. Diese Kaufsumme entsprach nicht den erhaltenen zehn Prozent …

2017  wird Hunter Biden Vorstandsmitglied des BHR Konzerns;

Ende 2019 lässt Hunter Biden sein Vorstandsamt mit Rücksicht auf Papa Joes Wahlkampf ruhen

-----

 

Der Inhalt des Artikels bezieht sich auf die Quelle „China im Fokus

 

https://99thesen.com/2020/11/08/china-im-fokus-der-big-guy-hinter-hunters-dubiosem-china-deal-was-joe-biden-und-die-chinesische-kp-damit-zu-tun-hat/.

 

*) Freddy Kühne ist Herausgeber des Blogs https://99thesen.com

 

***************************************************************************

 


 

Bis ins vierte Glied“ – Deutsche Erfahrungen

 

von altmod *)

 


 

Über Ethnizität, kollektives Gedächtnis und Vererbung

 

Das Vergangene ist nicht tot;
es ist nicht einmal vergangen.
Wir trennen es von uns ab und

stellen uns fremd.“
Christa Wolf

 


 

Im Zusammenhang mit dem ersten Gebot („… keine anderen Götter …“) spricht der Gott Israels:

 


 

Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten“ – 2 Mose 20,5f.

 

Mit uns Deutschen hat dieser eifernde Gott scheinbar kein Erbarmen, mit seinem ureigensten Volk, den Juden offenkundig ebenfalls nicht.

 


 

Wir wissen inzwischen, dass physische und Verletzungen der Psyche durch schreckliche und lebensbedrohliche Kriegs- und Fluchterlebnisse, Hunger und Verfolgung eine – mitunter unbewusste – Wirkung bis ins Erwachsenenalter hinein haben, und dies wird an die nächsten Generationen weitergegeben, wie durch Forschungen bestätigt wurde.

 


 

Ethnizität

 

Befassen wir uns zunächst mit der Ethnizität. Dazu der Ethnologe Prof. Dr. Michael Schönhuth, Trier:

 


 

• Ethnizität, ethnische Identität leiten sich ab vom griechischen „ethnos = Volk“ und bezeichnet die individuell empfundene Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe, deren gemeinsame Merkmale z. B. Sprache, Religion bzw. gemeinsame Traditionen sein können.
• Bei Kultur geht es um sozial hergestellte Bedeutung, bei Ethnizität um soziale Abgrenzung (Inklusion und Exklusion), die zu Wir-Gruppenbildung führt.
• Ethnische Identität ist eine Form von kollektiver Identität.

 


 

Kollektives Gedächtnis

 

Historiker und Soziologen betrachteten den Dreißigjährigen Krieg als das große politische Trauma der Deutschen, das sich in das unbewußte kollektive Gedächtnis der Deutschen eingegraben hatte. Eine „deutsche Traumabewältigung“ fand dann aber erst nach den Zweiten Weltkrieg statt. Allerdings dadurch, dass das große Trauma des historischen Krieges durch ein noch größeres abgelöst wurde. Nun war es der Schrecken des Bombenkriegs, der Flucht und Vertreibung, der sich zum Trauma auswuchs.

 


 

Einen Zugang zu unbewussten kollektiven Strukturen entwickelte Maurice Halbwachs (1877–1945) mit der von ihm generierten Theorie des kollektiven Gedächtnisses. Diese orientiert sich stärker an der konkreten historischen Situation von einzelnen sozialen Gruppen und Gesellschaften. Nach Halbwachs ist nicht nur das Bedürfnis nach Erinnerung und Geschichtsbewusstsein u.a. als Reaktion auf das Verschwinden von Traditionen und Lebenswirklichkeiten zu verstehen.

 

Darauf wird man noch eingehen müssen.

 

Ein Beispiel für das kollektive Gedächtnis geben z.B. auch die Serben, die die Niederlage im Kosovo im Jahre 1389 in ihren nationalen Heiligenkalender eingeschrieben haben und welche die Politik gegenüber den Kosovaren immer noch beeinflusst. Und natürlich die Israelis, welche die unter den Römern gefallene Festung Massada zu einem politischen Erinnerungsort gemacht haben; dazu noch bedeutender der Holocaust, welcher zum Fundamental-Narrativ für den Staat und das Volk der Juden wurde.

 


 

Es wird behauptet, dass in Zeiten globaler Mobilität und Vernetzung keine isolierten Kulturen mehr existieren, weshalb der Begriff der Ethnizität zunehmend durch „kulturelle Differenz“, „Diversität“, „Kosmopolitismus“ oder „Hybridität“ abgelöst werden muss. Die Begriffe Rasse und Volk sind bereits seit längerem auf dem Altar der multikulturalistischen Ideologie, der Political Correctness und „Cancel Culture“ geopfert worden. In den Geisteswissenschaften werden die Völker heute oft unter dem Einfluß einer linken Ideologie als nicht real, als fiktive Konstrukte und Erfindungen angesehen. Sie seien die Erfindungen von Herrschenden in der Vergangenheit, um die Beherrschten in ihrem Sinne manipulieren zu können.

 


 

Dem widersprechen jedoch neuere genetische Untersuchungen, die den Charakter der Völker als Verwandtschaftsgruppen bestätigen. Man fand z.B. in den USA, daß die ethnische Selbstzuordnung (Weiße, Schwarze, Ostasiaten und Latinos) bei 99,86 Prozent der Personen mit den empirisch ermittelten genetischen Clustern übereinstimmt. Selbst innerhalb Europas lassen sich die verschiedenen Völker noch gut voneinander unterscheiden. So kann man zum Beispiel die Schweden mit statistischen Methoden zu 90,1 Prozent, die Polen zu 80,2 Prozent und die Deutschen (ein schließlich der Österreicher) zu 64,4 genetisch richtig zuordnen. Das ist für ein großes Volk wie das deutsche, das in sich starke regionale Unterschiede aufweist, ein beträchtlicher Wert. Überschneidungen bestehen nur zu den Nachbarvölkern, im Fall der Deutschen also zu Dänen, Tschechen, Polen und so weiter.

 


 

Epigenetik

 

Konkret zur Vererbbarkeit gemachter Erfahrungen.
Es gibt Studien, in denen man belegen konnte, dass sich gar die Lebensbedingungen der Großeltern noch im Erbgut der Enkel widerspiegeln können.

 

Physische und psychische Traumata, solche und ähnliche Ereignisse – in der Folge „Epigenetische Mechanismen“ genannt, haben eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Erbguts, indem sie Gene ein- oder ausschalten. Es war lange Zeit fraglich, ob diese epigenetischen Informationen, die sich über das ganze Leben hinweg in unseren Zellen ansammeln, die Grenze der Generationen überschreiten und an Kinder oder sogar Enkel weitervererbt werden können.

 


 

Die Epigenetik (altgr. ἐπί epi ‚dazu‘, ‚außerdem‘ und Genetik) ist das Fachgebiet der Biologie, welches sich mit der Frage befasst, welche Faktoren die Aktivität eines Gens und damit die Entwicklung der Zelle zeitweilig festlegen. Sie untersucht die Änderungen der Genfunktion, die nicht auf Mutation oder Rekombination beruhen und dennoch an Tochterzellen weitergegeben werden.

 


 

Um 1800 herum entwickelte der französische Botaniker und Zoologe Jean Baptiste de Lamarck (1744–1829) seine Theorie der Arttransformation, der Veränderlichkeit der Arten. Veränderte Umweltbedingungen führten demnach zur Anpassung. So sollte beispielsweise der lange Giraffenhals entstanden sein, weil die Tiere sich auf der Suche nach Blättern strecken mussten und das Ergebnis von Training und Anpassung an ihre Nachfahren vererbten.

 


 

Lamarcks Theorie galt längst als widerlegt, doch nun merken Wissenschaftler wieder auf. Zwar wird heute niemand mehr tägliches Training für die langen Giraffenhälse verantwortlich machen. „Allerdings mehren sich die Arbeiten zur epigenetischen Weitergabe erworbener Eigenschaften, und Lamarck hatte, zum Teil, doch Recht“, sagt Thomas Jenuwein vom Max-Planck-Institut für Immunologie und Epigenetik in Freiburg. Tierversuche haben ergeben, dass die Auswirkung von Ernährung, Stress und Giftstoffen auf epigenetischem Weg weitergereicht werden können – zumindest über einige Generationen. Und wie sieht es beim Menschen aus?

 


 

Vererbte Wunden?!

 

Es gibt Menschen, die leiden an einem Leid, das eigentlich gar nicht ihres ist: Sie tragen das Trauma ihrer Eltern in sich.“ Schreibt Brotta Ratsch in einem Beitrag der FAS vom 2. Juni 2019.

 


 

„Vererbte Wunden- wie Traumata über Generationen weiterwirken“ lautete das Thema einer Sendung des Deutschlandfunks vom September 2018.

 


 

Man hat ein Thema wiederentdeckt, das lange verdrängt oder einstmals in recht subjektiver Weise behandelt wurde, Stichwort „Auf dem Weg in die Vaterlose Gesellschaft“ von A. Mitscherlich. Mitscherlich war Nervenarzt und Psychoanalytiker, ideologisch geprägt von Sigmund Freud und war ein Exponent der Frankfurter Schule.

 


 

Es gehört zu den Aufgaben der (medizinischen) Psychologie und Nervenheilkunde, sich einen Reim auf unerklärliche „Macken“ – sei es bei einem Individuum oder einem Kollektiv – zu machen.

 


 

Und nicht nur das.

 

Immer häufiger widmen sich denn auch die Biowissenschaften der Frage, wie sich kulturelle Faktoren (z.B. soziokulturelle Umwelt, Ernährung oder traumatische Erfahrungen) über Prozesse wie ›Prägung‹, ›genetische Assimilation‹ oder ›Imprinting‹ in das Erbgut ›einschreiben‹. Insbesondere mit der Epigenetik können diese Schnittstelle zwischen Natur und Kultur aufgezeigt werden, die in einem disziplinübergreifenden, nicht auf eine faktoriale Ebene reduzierten Sinn jedoch erst noch zu konzeptualisieren ist.

 


 

Wenngleich die heute messbaren, transgenerationalen Effekte solcher Einschreibungen bislang nur spekulativ sind, darf festgestellt werden, dass biologische Vererbungsvorgänge angemessen nur zu erklären sind, wenn in deren Erforschung auch nicht-genetische Übertragungsprozesse entlang ethologischer, psychologischer, ökologischer und im weiteren Sinne soziokultureller Linien einbezogen werden.

 


 

Mit der Epigenetik haben die Biowissenschaften tatsächlich – und programmatisch damit begonnen, ein weit über die Biologie hinausweisendes, breites wissenschaftliches Terrain, mit den ihr eigenen methodischen Mitteln und Erklärungsmodellen zu erschließen.

 


 

Deutsche Traumata“

 

Völker sind keine zufälligen Gebilde, sondern unverwechselbare Ergebnisse ihrer Geschichte.“

 


 

Das gilt für das deutsche Volk – wie für das jüdische gleichwohl.

 


 

Als das „Urtrauma“ Deutschlands wird der Dreißigjährige Krieg angesehen. Betrachtet man die relativen Verluste an Menschenleben, so hat der Dreißigjährige Krieg massivere Folgen z.B. in der demographischen Entwicklung Deutschlands, als die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts zusammen: Am Ende des Krieges war die Bevölkerungszahl in den Gebieten, die das heutige Deutschland ausmachen, um mehr als ein Drittel zurückgegangen, viele kleinere Städte waren entvölkert, ganze Dörfer verschwunden, zuvor blühende Landschaften auf Jahrzehnte hin verwüstet. Die Menschen erlebten am eigenen Leib bisher kaum gekannte Greuel und Gewalttaten, welche das Bild und die Erwartungen bei kommenden Kriegen nachhaltig prägten. Für unsere europäischen Nachbarn setzte die Zeit des Humanismus, der Frühaufklärung ein und der Anfang der nationalstaatlichen Konsolidierung. In den deutschen Ländern entstand auf den Trümmern des Dreißigjährigen Krieges ein negativer Mythos, der von der ewigen Opferrolle. Das hatte bleibende Folgen.

 


 

Der Historiker und Politologe Herfried Münkler schreibt:
„So entstand ein kollektives Trauma, das nicht im Gebet zu bearbeiten war, sondern aus dem man politisch zu lernen hatte: dass niemals wieder ein solcher Krieg, der ein Konfessionskrieg und ein Hegemonialkrieg zugleich war, auf deutschem Boden geführt werden dürfe. Ersteres lief auf die Entpolitisierung der konfessionellen Gegensätze hinaus, letzteres auf die Forderung nach einem starken Deutschland, das alle Feinde von seinem Territorium fernzuhalten in der Lage war. Dieser Imperativ wurde durch die napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts verstärkt.“

 


 

Dies wirkte sich auf die künftige (Militär-)Politik des Deutschen Reiches aus. Von der Warnung von Helmuth von Moltke, dem Sieger der Einigungskriege, als er 1890 in seiner letzten Reichstagsrede vor einem europäischen Krieg warnte und darauf hinwies, dies könne ein neuer Dreißigjähriger Krieg werden – bis hin schließlich zum Schlieffen-Plan, den Krieg aus Deutschland weg direkt ins Feindesland zu tragen.

 


 

Moltke sollte recht behalten: mit dem weltpolitischen Urtrauma des 20. Jahrhunderts, dem ersten Weltkrieg begann 1914 ein neuer dreißigjähriger Krieg, der formal 1945 endete. Ein Krieg, der in der Endphase wieder mit der massiven Zerstörung, Besetzung und Raub deutscher Lande endete. Die Menschenopfer auf deutscher Seite betrugen über 5 Millionen getötete Soldaten und über 1 Million zivile Opfer durch Bombenterror und andere Kriegseinwirkungen. Fast 14 Millionen Deutsche wurden aus ihren längst angestammten Gebieten im Osten vertrieben. Es gibt fast keine deutsche Familie, die nicht wenigstens eine Familienmitglied im Krieg verloren hat, die nicht unter dem Terror von Vertreibung und Bombenkrieg zu leiden hatten.

 


 

Dies stellt jetzt keine „Relativierung“ zu den Opfern anderer Nationen oder Völker dar. Für Russland, das über 20 Millionen Kriegsopfer zu beklagen hatte, ist der „große vaterländische Krieg“ bis heute ein ungebrochener Mythos. Auf die Bedeutung des Holocaust für das jüdische Volk haben wir bereits oben hingewiesen; der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat sich mit der transgenerationalen Traumatisierung von Holocaust-Opfer befasst. Wir haben auf Untersuchungen hingewiesen, welche auf unsere, die deutschen Erfahrungen eingehen.

 


 

Die deutsche Art

 

Zurück zum „deutschen Trauma“.

 

In den Zeiten des Kalten Krieges war allen klar, dass ein neuer heißer Krieg mit der unwiderruflichen Zerstörung und Auslöschung Deutschlands verbunden wäre.

 


 

Es gibt natürlich handfeste Belege, dass die Friedensbewegung der 60er bis 80er Jahre wesentlich vom Osten gesteuert und finanziert wurde. Dennoch darf man diesen Aspekt nicht außer Acht lassen, welcher schon Folge des ersten Dreißigjährigen Kriegs und nach den Erfahrungen der napoleonischen Kriege gewiss auch im „kollektiven Bewußtsein“ statthatte: kein Krieg mehr auf dem Boden des Vaterlandes!

 


 

Auch wenn keiner von der Friedensbewegung das Wort vom Vaterland gebrauchte.

 

Ich meine, es geht nicht allein um das Schuldig-Fühlen von Nachfahren, sondern ganz gewiss darum, daß eine Gesellschaft insgesamt mit einer kollektiven Erinnerung nur schwer fertig wird.

 


 

Erfahrungen, die auf vielfältige Weise weitergereicht wurden und werden.
Als naturwissenschaftlich ausgebildeter und vielfältig akademisch geprägter Mediziner und Arzt bin ich offen für wissenschaftliche – aber nicht jedwede Erklärung, wiewohl denn auch skeptisch gegenüber nur vage belegbaren Fakten auch der naturwissenschaftlichen Epigenetik.

 


 

Aber eines ist für mich klar: ein deutsches Bewußtsein und Dasein, sei es durch Zuflüsse „epigenetischer“ Art oder durch unsere spezifischen „Narrative“ geleitet, wird nicht elementiert werden können. Das belegen die psychologischen, soziologischen, historischen und auch die Ergebnisse neuerer Vererbungslehre. Der Multikulturalismus ist schon daran gescheitert und wird auch in neuen Auflagen und Varianten daran scheitern. Das meine ich ist berechtigt – und das ist meine Hoffnung.

 


 

In einem Artikel auf Cicero fand ich folgende Aussage:
„Der ewige Deutsche hasst nichts so sehr wie Deutschtümelei. Das ist eine internationale Schlechtestmarke. Kein Engländer schämt sich seiner Englishness, im Gegenteil, man ist froh, Brite zu sein – selbst in Schottland und Wales. Auch Amerikaner, Franzosen, Russen, Schweizer, Japaner, Türken, Iraker, ja selbst die als Selbsthasser notorischen Juden sind zumindest als Israelis stolz auf ihr Land und seine Flagge, seine Bräuche, seine Geschichte. Allein wir Deutschen schämen uns.“

 


 

Das ist eine eingeengte Sicht eines Intellektuellen auf deren eingeschränkte Standpunkte, die man in Berufung auf unsere Psyche gerne verfestigen möchte.

 


 

Das Volk, auch das deutsche Volk, mit seinen Erfahrungen und seinen genetischen oder auch nicht-genetischen Prägungen, wird bestehen bleiben und nicht etwa die ersonnenen Konstrukte von Ideologen oder Intellektuellen. Und das ist nicht etwa „Deutschtümelei“, was immer man mit dieser abschätzigen Metapher meint, sondern quasi ein Naturgesetz.

 

Seien wir uns dessen gewiss!

 

Download this article as an e-book

 

----------

 

*) Blogger „altmod“ (http://altmod.de/) ist Facharzt und seit Beginn Kolumnist bei uns.

 

***************************************************************************

 


 

Sie können uns die Freiheit nehmen, aber unseren Widerstand nicht!“

 

Offener Brief der Bürgerrechtlerin Angelika Barbe*)

 


 

An die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und des Bundesrates!

 


 

Als ehemalige Abgeordnete, die dem ersten gemeinsamen Bundestag angehören durfte, wende ich mich an Sie mit der Bitte, mir zuzuhören.

 


 

Ich spreche als ehemalige DDR-Bürgerin zu Ihnen, die in der SED-Diktatur mit Berufsboykott bestraft wurde, deren Kinder Sippenhaft erdulden mussten, weil ich es gemeinsam mit gleichgesinnten Oppositionellen wagte, der allmächtigen SED zu widersprechen und offenen Widerstand gegen das  real existierende sozialistische Unrechtssystem zu leisten…

 


 

Die Grundrechte des Bürgers  und der Rechtsstaat sind im Grundgesetz der Bundesrepublik gewährleistet. Sie dienen damit dem Schutz der Bürger vor dem willkürlichen Zugriff des Staates –  es ist die wesentlichste Garantie, die wir Bürger haben.

 


 

Dass es niemals angetastet werden darf, darauf haben wir vertraut, als wir für die Einheit Deutschlands in der einzigen frei gewählten Volkskammer stimmten.

 


 

Mein Lehrmeister, SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Jochen Vogel, lehrte mich, das Grundgesetz zu achten. Vor allem versicherte er mir, dass Grundrechtsänderungen immer der Zustimmung einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages bedürfen. Niemals würde der geradlinige Jurist Vogel diesem Ermächtigungsgesetz unter dem Vorwand des „Bevölkerungs-schutzes“, das mit einfacher Mehrheit beschlossen werden soll, zustimmen.

 


 

2020 wird ein Virus  benutzt, um die Grundrechte einzuschränken, sind die Artikel 8 (Versammlungsfreiheit) und 5 (Meinungsfreiheit) durch bloße Verordnungen gefährdet.

 


 

Ich gehe auf die Straße, um das mir anvertraute Recht als Bürgerin zu verteidigen. Als ich im April einem Berliner Polizisten, der mich am Besuch des Rosa-Luxemburg-Platzes hindern wollte, erklärte, ich möchte von meinem Widerstandsrecht Gebrauch machen, antwortete er: „Ach, damit fangen Sie auch noch an!“, und ich erhielt einen Platzverweis. Als ich im Mai auf dem Alexanderplatz dem Treiben der polizeilich geschützten Antifa zusah, wurde ich mit brutaler Polizeigewalt abgeführt und zur Abschreckung mit einer Strafanzeige bedroht.

 


 

Es gibt das Übermaßverbot des Grundgesetzes, das ausdrücklich untersagt, freiheitsbeschränkende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Übermaß allen Bürgern zuzumuten, obwohl es nur einen kleinen Teil der Bevölkerung (multimorbide Patienten mit Vorerkrankungen, Raucher usw.), ca. 3% betrifft. Alle Bürger (die übrigen 97%) in “Schutzhaft” zu nehmen, ist weder verhältnismäßig noch geeignet und längst nicht erforderlich.

 


 

Wir hatten in der kommunistischen DDR ein Ziel – Freiheit und  Rechtsstaat zu gewinnen – für uns und unsere Kinder. Wir hatten uns von der Angst befreit und dabei die Freiheit zu aktivem Widerstand gewonnen. Zu vieles erinnert mich schon wieder an die DDR. Es ähneln sich die Methoden der Machtsicherung heute wie gestern.

 


 

Ständig wurde Angst verbreitet– vor dem Klassenfeind, vor Krieg, vor Verhaftung, usw.

 

Die Gesellschaft wurde gespalten – in die SED, ihre Anhänger und die Klassenfeinde, „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und wer gegen uns ist, ist gegen den Weltfrieden!“

 


 

Ständig erfolgte wahrheitsverfälschende Propaganda durch die Staatsmedien –„Aktuelle Kamera“ und „Schwarzer Kanal“.

 


 

Schon Thomas Jefferson erkannte: “Die Straße zur Tyrannei beginnt mit der Zerstörung der Wahrheit“

 


 

In Diktaturen gibt es vor allem Verbote. Und es gibt den Zwang, immer wieder den verordneten Zwang, Dinge zu tun, die man nicht tun will. Dazu schrieb Jean-Jaques Rousseau: “Freiheit heißt nicht, dass man tun kann, was man will, sondern nicht tun muss, was man nicht will.”

 


 

Zu den Unterwerfungsattributen in Diktaturen, die mit Repressionen gekoppelt sind, gehörte der Zwang, im real existierenden Sozialismus Pioniertücher oder FDJ-Hemden zu tragen.

 

Der Judenstern wurde in der nationalsozialistischen Diktatur verordnet. Und Friedrich Schiller schildert uns im Wilhelm Tell, dass sogar der Hut des Despoten Geßler in seiner Abwesenheit gegrüßt werden musste. In diese Kategorie gehört die Maskenpflicht. Maskenzwang ist vorsätzliche Körperverletzung, was Labortests und Studien belegen.

 


 

Orwells “Neusprech” wird auf perfide Weise ständig von den Machthabern eingesetzt, um die Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen, sie damit für ihre Maßnahmen gefügig zu machen, statt den Corona-Fehlalarm zuzugeben.

 


 

Wir Ostdeutschen reagieren allergisch auf Sprachlügen wie den „Antifaschistischen Schutzwall“ in der DDR. Der hinderte die Bürger am Recht, das Land zu verlassen. Heute verhindert der „antivirale Schutzwall“ nicht nur Reisen in sogenannte „Risikogebiete“, sondern sogar in andere Bundesländer, die man aber zum Arbeiten täglich betreten muss.

 


 

Das Herunterfahren des Lebens – ich weigere mich, den verharmlosenden Begriff  „Lockdown“ dafür zu benutzen – haben Sie, als Politiker, verschuldet. Sie haben mit irrwitzigen Zahlen eines Tests jongliert, der für Diagnosen nicht erlaubt ist. Die Tests dienen zur Behauptung, die Zerstörung von Wirtschaft und Hunderttausenden menschlicher Existenzen sei nötig gewesen, was sogar die WHO bestreitet.

 


 

Inzwischen müssen wir uns das Recht, das uns das Grundgesetz garantiert, erst zurückklagen. Wie pervers ist das denn?

 


 

Hilfen von der Bundesregierung für Gaststätten gibt es aber nur, wenn nicht geklagt wird. Nennt man das nicht Schweigegeld für Unterwerfung?

 


 

Sie, Herren und Damen Politiker, verordnen Zwangsmaßnahmen, um uns vor uns selbst zu schützen. Sie nehmen uns die Freiheit und täuschen angebliche Sicherheit vor.

 


 

In einer Demokratie hat das Prinzip „Zwang“ nichts verloren. Wäre es der Demokratie nicht angemessener, es mit dem Prinzip Freiwilligkeit zu versuchen – wie in Schweden?

 


 

Glauben Sie mir, es gibt ein Leben nach dem Bundestag. Gewiss, man muss auf geliebte Privilegien verzichten, wie den Fahrdienst, das schöne Büro. Und auch die fleißigen Mitarbeiter wird man vermissen. Das subventionierte Bundestags-Kantinenessen ist natürlich auch perdu. Trösten Sie sich, die vielen Obdachlosen erhalten in dem Haus, das „dem deutschen  Volke“ gewidmet ist, dazu auch keinen Zugang.

 


 

Aber man gewinnt sehr viel mehr – nämlich Eigenachtung und die Ehre zurück, die jeder bei bloßer Unterwerfung unter den Willen mächtiger  Parteiführer verliert.

 


 

Willkür entsteht, wo das Recht mit Füßen getreten wird. Wo willfährige Untertanen Macht erhalten, ohne durch das Recht gebunden zu sein, verlieren wir Bürger unsere Freiheit.

 

Demokratie wird zum Schimpfwort, wenn die Bürger von Politik und Medien nur noch als “Abgehängte” verachtet, als Steuerzahler missbraucht und als Maulkorbträger in Panik vor einer  Pandemie gedemütigt werden.

 


 

Deshalb ist mir das Grundgesetz (das wir in der DDR nicht hatten) heilig, und deshalb leiste ich Widerstand, wenn es bedroht wird.

 


 

“Es könnte sein, dass man sich in 50 Jahren weniger an das Virus erinnert, als an den Moment, als die Überwachung aller durch die Regierung begann.” (Prof. Yuval Noah Harari, israelischer Menschenrechtshistoriker)

 


 

Dieses Gesetz zum „Schutz der Bevölkerung bei epidemischer Lage von nationaler Trag-weite“ erinnert mich an das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ vom 24. März 1933 – als die gesetzgebende Gewalt vom Parlament an Hitler überging. Damals hatte die SPD noch als einzige Fraktion den Mut, das Ermächtigungsgesetz abzulehnen.

 

Heute hat diese Partei, die ich 1989 in Schwante mitgründete, dieses Vermächtnis des Widerstands vergessen.

 


 

Wir werden Ihnen ins Gesicht sehen, wenn Sie zur Abstimmung schreiten, wir werden diejenigen verachten, die uns Recht und Freiheit nehmen und diejenigen für immer ehren, die gegen ein Ermächtigungsgesetz stimmen.

 


 

Sie können versuchen, uns die Freiheit zu nehmen, aber unseren Widerstand gegen das Ermächtigungsgesetz nicht!

 

*****

 

*) Angelika Barbe (geb. Angelika Mangoldt in Brandenburg an der Havel 1951) war DDR-Oppositionelle, Gründungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in der DDR und für diese Abgeordnete in der letzten frei gewählten Volkskammer. Von 1990 bis 1994 war sie Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Parteivorstandes der gesamtdeutschen SPD. Seit 1996 ist Barbe CDU-Mitglied. (Wikip.)

***************************************************************************


Liste merkelfreier Medien

Niemand muß sich mit den Merkel-Medien von der Propaganda-Angela den Tag verderben lassen!  


Hier ist eine Liste der merkelfreien Medien in- und außerhalb von Deutschland (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):


  

Alternative Magazine und Blogs (Online)

Patriotische Vernetzung

Kontrakultur

International – Alternativ & Konservativ

Kultur

Private Blogs/Blogs von Youtubern

Verlage

Katholische Traditionalisten  

(Quelle: https://www.journalistenwatch.com/freie-medien/)

***************************************************************************


Zeitschrift/Webseite

Link

actio spes unica

http://www.spes-unica.de/

Christliches Forum

https://charismatismus.wordpress.com/

Die Neue Ordnung

http://www.die-neue-ordnung.de/

Die Tagespost

http://www.die-tagespost.de/

EINSICHT

http://www.einsicht-aktuell.de/

fe-Medienverlags GmbH

http://www.fe-medien.de/

FSSPX- Piusbruderschaft

http://fsspx.de/de

Gloria TV

https://www.gloria.tv/

Grigorius Hesse

http://www.gregorius-hesse.at/

Gustav Siewerth-Akademie

http://www.siewerth-akademie.de/cms/

Heinz-Lothar Barth

http://www.heinz-lothar-barth.de/

kath.net

http://www.kath.net/

kathnews

http://www.kathnews.de/

Katholisch bleiben

https://katholisch-bleiben.de/

Katholische Jugendbewegung

http://k-j-b.info/Kategorien/deutschland/

Kathpedia

http://www.kathpedia.com

Kirchliche Umschau

https://kirchliche-umschau.de/

Kreuzgang

http://www.kreuzgang.org/

Neuchristen

Neuchristen

Patrimoneum-Verlag

www.patrimonium-verlag.de

Pro Fide Catholica

http://www.verlag-anton-schmid.de/

Sarto Verlag

http://www.sarto.de/

Schwert-Bischof

http://www.schwert-bischof.com/index.html

Studentenvereinigung Bonn

http://www.aquinas.de/

Theologisches

http://www.theologisches.net/

UNA VOCE Deutschland

http://www.una-voce.de/


Name

Webseite

Ares Verlag

http://www.ares-verlag.com/

Arnshaugk Verlag

http://www.arnshaugk.de/

Blaue Narzisse

http://nonkonform-denken.de/

JF Edition

https://jf-buchdienst.de/JF-Edition/

Jungeuropa Verlag

http://jungeuropa.de/

Karolinger Verlag

http://www.karolinger.at/

Kopp Verlag

https://www.kopp-verlag.de/

Metropolico Medien

https://medien.metropolico.org/?

Manuscriptum

https://www.manuscriptum.de/

Regin-Verlag

http://www.regin-verlag.de/

Renovamen-Verlag

https://renovamen-verlag.de/

Verlag Antaios

https://antaios.de/

Verlag Bublies

http://www.bublies-verlag.de/


Name

Webseite

Alexander Marcovics

https://alexandermarkovics.at/

Antipaganda

https://antipaganda.info/

BBS (Bodo Staron)

https://www.staron.de/

Die Entdeckung des Eigenen

http://www.die-entdeckung-des-eigenen.de/

fauxelle

https://fauxelle.wordpress.com/

Hadmut Danisch

http://www.danisch.de/blog/

Hagen Grell

http://hagengrell.de/wp/

Halle-leaks

https://blog.halle-leaks.de/

Hartgeld

https://hartgeld.com/

Heumanns Brille

http://heumanns-brille.de/

Orwellzeit

https://orwellzeit.com/

Patriotenstimme

http://www.patriotenstimme.de/

Propagandaschau

https://propagandaschau.wordpress.com/

Robert Nitsch

https://rsnitsch.wordpress.com/

Schuldgeldsystem

https://www.schuldgeldsystem.de/

seidwalk

https://seidwalkwordpresscom.wordpress.com/

Von rechts gelesen

http://podcast.jungeuropa.de/

Widerstand steigt auf

https://widerstandsteigtauf.wordpress.com/


Titel

Webseite

Anbruch

https://anbruch.info/

Etappe

http://etappe.org/

filmdenken.de

https://filmdenken.de/

Goethezeitportal

http://www.goethezeitportal.de/home.html

IfS Wiki

Institut für Staatspolitik-Wiki

Jakob Böhme

https://www.jacob-boehme.org/index.php

Jünger-Haus Wilflingen

https://www.juenger-haus.de/

LINKS-ENTTARNT

http://www.links-enttarnt.net

Nibelungenhalle

http://nibelungenhalle.de/

Nibelungen-Hort

https://www.nibelungen-hort.de/index2.php

Radical Esthétique

https://radical-esthetique.tumblr.com/

Roman Wachter

http://www.romanwachter.ch/

Vernichtungskrieg (S.Scheil)

http://www.vernichtungskrieg.de

Wilhelm II.

http://www.wilhelm-der-zweite.de


Webseite

Link



American Renaissance

https://www.amren.com/

Breitbart News Network

http://www.breitbart.com/

Chateau Heartiste

https://heartiste.wordpress.com/

Counter-Currents Publishing

https://www.counter-currents.com/

Jack Donovan

http://www.jack-donovan.com/axis/

NPI/The National Policy Institute

https://nationalpolicy.institute/

Occidental Observer

http://www.theoccidentalobserver.net/

Ramzpaul

http://www.ramzpaul.com/

Taki´s Magazine

http://takimag.com

The Right Stuff Blog

https://blog.therightstuff.biz/


Webseite

Link

Cuneus-Culture

https://www.cuneus-culture.de/

Defend Europe

http://defendeurope.net/

IB-Laden

http://ibladen.de/

Martin Sellner (Blog)

https://martin-sellner.at/

Phalanx Europa

https://phalanx-europa.com/de/






Name

Webseite

Akademische Erasmus-Stiftung

Akademische Erasmus-Stiftung

Alternativer Wissenskongress

Alternativer Wissenskongress

Alternative für Deutschland

https://www.afd.de/

Bielefelder Ideenwerkstatt

http://www.bielefelder-ideenwerkstatt.de/

Bürgerforum Altenburger Land

http://bürgerforum-altenburg.de/

Deutsche Burschenschaft

http://www.burschenschaft.de/

Ein Prozent e.V.

https://einprozent.de/

Identitäre Bewegung Deutschland

https://www.identitaere-bewegung.de/

Institut für Staatspolitik

https://staatspolitik.de/

Junge Alternative

https://www.jungealternative.com/

Kongress: Verteidiger Europas

http://verteidiger-europas.at/

Patriot Peer

https://patriot-peer.com/de/home-de/

PatriotPetition.org

https://patriotpetition.org

Patriotische Plattform

https://patriotische-plattform.de

PEGIDA

http://www.pegida.de/

Politikforen

https://www.politikforen.net/

SWG e.V.

http://www.swg-hamburg.de/

Wahlmission

https://wahlmission.de/

Werde Betriebsrat

Werde Betriebsrat


Webseite

Link

Achse des Guten

http://www.achgut.com/

Addendum

https://www.addendum.org/

Akif Pirincci

http://der-kleine-akif.de/

Alles Schall und Rauch

https://alles-schallundrauch.blogspot.de/

Bayern ist frei

https://bayernistfrei.com/

Bewusst TV

http://bewusst.tv/

Blaue Narzisse

https://www.blauenarzisse.de/

Cashkurs

https://www.cashkurs.com/

Contra Magazin

https://www.contra-magazin.com/

Conservo

https://conservo.wordpress.com/

Crime Kalender

https://crimekalender.wordpress.com/

Der blaue Kanal

http://www.der-blaue-kanal.de/

Der Funke (Notfallblog)

https://derfunkeinfo.wordpress.com/

Deus ex Machina (Don Alphonso)

http://blogs.faz.net/deus/

Deutsche Wirtschafts-Nachrichten

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Deutscher Arbeitgeber-Verband

https://deutscherarbeitgeberverband.de

Deutschland Kurier

https://www.deutschland-kurier.org/

Die Freie Welt

http://www.freiewelt.net/

Einwanderungskritik

http://einwanderungskritik.de/

Epoch Times

http://www.epochtimes.de/

Eva Herman

http://www.eva-herman.net/

Fuck the EU

https://fucktheeublog.wordpress.com/

Global Research

https://www.globalresearch.ca/

Guido Grandt

http://www.guidograndt.de/

Gedanken zu Politik und Gesellschaft

https://www.sniemeyer.de/

Infowars

https://www.infowars.com/

Hessen Depesche

https://www.hessen-depesche.de/

jihad watch

http://fredalanmedforth.blogspot.de/

jouwatch

http://www.journalistenwatch.com/

Jürgen Fritz Blog

https://juergenfritz.com/

Klagemauer TV

https://www.kla.tv/

Kopp Report

https://kopp-report.de/

Kronos TV

http://kronos-tv.de/

Michael Grandt

http://www.michaelgrandt.de/

Michael Klonovsky/acta-diurna

Michael Klonovsky

NBLOGD (Miró Wolsfeld)

https://unblogd.org

MMnews

http://www.mmnews.de/

Net News Express

http://www.net-news-express.de/

Net News Global

https://www.net-news-global.net/

Oliver Janich Investigativ

https://www.oliverjanich.de/

Opposition24

https://opposition24.com/

Philosophia Perennis

https://philosophia-perennis.com/

PI-News

http://www.pi-news.net/

Politikstube

https://politikstube.com/

Politikversagen

http://www.politikversagen.net/

Refcrime

http://www.refcrime.info/de/Home/Index

Publico

https://www.publicomag.com/

RT Deutsch

https://deutsch.rt.com/

Schlüsselkindblog

https://schluesselkindblog.com/

Science Files

https://sciencefiles.org/

Sezession im Netz

https://sezession.de/

South Front

https://de.southfront.org/

Sputnik Deutschland

https://de.sputniknews.com/

Stützen der Gesellschaft (Don Alph.)

http://blogs.faz.net/stuetzen/

Telepolis

https://www.heise.de/tp/

The European

http://www.theeuropean.de/

Tichys Einblick

http://www.rolandtichy.de/

Trends Journal

http://www.trendmatters.de/trend-journal/

Uncut-News.ch

http://uncut-news.ch/

Unser Mitteleuropa

http://unser-mitteleuropa.com/

Unzensuriert.at

https://www.unzensuriert.at/

Unzensuriert.de

https://www.unzensuriert.de/

Vera Lengsfeld

http://vera-lengsfeld.de/

Wikimannia

http://de.wikimannia.org/ Hauptseite

Wochenblick (AT)

https://www.wochenblick.at/

Younggerman

https://younggerman.com/

Zuerst

http://zuerst.de/


Webseite

Link

Ahriman-Verlag/Ketzerbriefe

Ketzerbriefe

alles roger ?

http://www.allesroger.at/

Arcadi Magazin

https://arcadimagazin.de/

Burschenschaftliche Blätter

Burschenschaftliche Blätter

Cato

https://cato-magazin.de/

Cicero

https://www.cicero.de/

COMPACT-Magazin

https://www.compact-online.de/

Der Eckart

http://www.dereckart.at/

Deutsche Geschichte

Deutsche Geschichte

Deutschland-Kurier

https://www.deutschland-kurier.org/

Die Weltwoche

http://www.weltwoche.ch/die-weltwoche/

eigentümlich frei

http://ef-magazin.de/

Info Direkt

http://info-direkt.eu/

Junge Freiheit

https://jungefreiheit.de/

Neue Ordnung

http://www.neue-ordnung.at/

Nexus-Magazin

https://www.nexus-magazin.de/

Preußische Allgemeine Zeitung

http://www.preussische-allgemeine.de/

Sezession

https://sezession.de/

Tichys Einblick

http://www.rolandtichy.de/

TUMULT

http://www.tumult-magazine.net/

Zeit-Fragen

https://www.zeit-fragen.ch/

ZUERST!

http://zuerst.de/

Zur Zeit

zur Zeit