An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Konservative Kommentare Oktober 2013 

Liebe Leser,

an dieser Stelle veröffentliche ich regelmäßig einmal im Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden. Ich freue mich stets über Kritik und Anregungen, die Sie mir direkt (Peter.Helmes@t-online.de) zusenden können.

 

Mehr Mut zu Kindern!

Die GfK (Konsumforschung) führte unlängst im Auftrag der „Apotheken-Umschau“ eine Untersuchung der Kindersituation in Deutschland durch und stellte die Frage: „Ist Deutschland ein kinderfreundliches Land? "Ja", meinen nach der GfK-Untersuchung nur knapp vier von zehn (39,7 Prozent) Bundesbürgern. Von den befragten Eltern minderjähriger Kinder sagt dies lediglich ein Drittel (34,5 Prozent). Ist Deutschland wirklich kinderfeindlich?  

 

Kinderfeindliches Deutschland?

Das Elternportal von t-online führte deshalb bei seinen Nutzern (Lesern) eine Online-Umfrage durch, bei der 5015 Leser abgestimmt haben. Die Mehrheit (44 Prozent) stimmte der Aussage zu: "Deutschland ist insgesamt kinderfeindlich". Ein Drittel meinte dagegen: "Nur die Politik ist kinderfeindlich, nicht die Menschen". Der kleinste Teil der Leser (neun Prozent) fand, daß ein Großteil der Bürger kinderfeindlich ist, nicht jedoch die Politik. Daß Deutschland kinderfreundlich ist, meinen nur 14 Prozent der Leser.

 

Bei der Auswertung Ihrer Kommentare und Beiträge auf t-online kristallisierten sich drei Tendenzen heraus: Ein Teil der Leser hält Deutschland für kinderfeindlich und übt konkrete Kritik an Rahmenbedingungen für Familien. Andere meinen, daß Kinderfeindlichkeit eher auf gesellschaftlicher Ebene zu spüren ist. Ein zweiter Teil der Leser wiederum hält Deutschland für kinderfreundlich und argumentiert mit der Fülle der Familienleistungen. Das dritte Lager empört sich über die mangelnde Erziehung heutiger Kinder und Jugendlicher. Wer dies kritisiere, gelte gleich als kinderfeindlich.  

 

Ich meine jedenfalls, daß nicht Deutschland kinderfeindlich ist, sondern eher wir Deutsche sind es, viele Menschen in unserem Land. Zur Erkennung der Realität hilft vielleicht ein kleiner Blick „über den Gartenzaun“, auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, daß man fremde Verhältnisse nicht eins zu eins übertragen kann: Während in den südlichen Ländern Kinder überall willkommen sind, müssen deutsche Kinder z. B. entweder brav im Hochstühlchen sitzen oder zu Hause bleiben. Während andernorts Kinder getragen und gehätschelt werden, müssen unsere Kinder mindestens nach dem Drehbuch "Jedes Kind kann schlafen lernen" schon im frühesten Babyalter an feste Zeiten gewöhnt werden. Während woanders Kinder spielen und lachen dürfen, klagen hier Anwohner gegen "Kinderlärm" zu nicht genehmen Zeiten. Dafür kann unsere Politik nichts.  

 

Zu der (vorwiegend vermeintlichen) Kinderfeindlichkeit gibt es – das sei nicht verschwiegen – verschiedene Ursachen. Kinder machen Lärm, Unordnung und sind nicht zeitlich programmierbar. Dazu gehört, daß viele Kinder schlecht oder gar nicht erzogen sind und daß die elterliche Aufsicht vielfach versagt. Eltern müßten sich mehr ihrer Kinder annehmen, mit ihnen spielen, Hausaufgaben besprechen, gemeinsame Arbeiten untereinander aufteilen usw. Daran fehlt es in vielen Familien. Eine vernünftige Erziehung ist ein Muß; denn die Kinder sollten natürlich nicht der Umwelt und den Eltern auf der Nase herumtanzen.  

 

"Nur erzogene Kinder erwünscht"

Kinderreiche Familien werden im Bus schräg angeschaut, bekommen nur schwer eine Wohnung und haben weit weniger Geld zur Verfügung als Drei-Kopf-Familien oder gar kinderlose Paare. Von der Betreuungssituation in Deutschland ganz zu schweigen. Die Politik versucht mit Elterngeld und familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen etc. die Lust aufs Kind zu vergrößern, doch wirklich bewegen tut sich in den Köpfen der Deutschen wenig. Wie auch, wenn es in Großstädten mittlerweile sogar "kinderfreie" Cafés gibt oder Cafés nur für "wohlerzogene“ Kinder, Hotels mit dem Slogan "nur für Erwachsene“ werben und Mütter sogar aus dem Bus geschmissen werden, weil ihre "Gören" zu laut sind?

 

Ein weiteres Problem ist die Wohnungssuche kinderreicher Familien. Oftmals sind Paare mit Hund willkommener als eine Familie mit zwei oder mehr Kindern. Blickt man in Internetforen, gibt es viele Beispiele für den Frust bei der Wohnungssuche. So berichtet eine Mutter, daß sie sich vor ihren potenziellen Vermietern rechtfertigen mußte, wie es zu so einer "Misere“ denn kommen konnte. Die Wahrnehmung in der Gesellschaft scheint sich gewandelt zu haben. Früher hieß es noch: Kinder bringen Leben ins Haus. Mittlerweile scheint es in den Köpfen nur noch zu heißen: Kinder bringen Dreck und Lärm ins Haus. Manche Eltern mit mehreren Kindern fühlen sich richtig diskriminiert und beschreiben in Foren, daß sie als Asoziale bezeichnet werden.

 

Trotzdem wiederhole ich: Nein, Deutschland ist nicht kinderfeindlich. Aber die Erwartungen künftiger Eltern sind teilweise zu hoch. Manche erwarten, daß alles zugeflogen kommt, sobald man ein Kind hat. Sobald irgendwas nicht so funktioniert, wie sie es wollen, oder etwas verlangt wird von ihnen, soll der Staat helfen. Schnell noch ein paar Ansprüche an die Gesellschaft richten – kostenlos hier, kostenlos da – und wenn es nicht geht, ist unser Staat halt eben kinderfeindlich.  

 

Natürlich darf man die Augen nicht vor bestimmten Fehlentwicklungen verschließen: Kinderfeindlichkeit gibt es durchaus in manchen Bereichen. Manche Familien haben oft eine Anspruchshaltung, die einfach unrealistisch ist. Der Staat soll möglichst für Alles aufkommen. In Kitas und später Schulen soll „der Staat“ nach Möglichkeit in Gänze die Erziehung übernehmen, damit die Eltern eine Karriere machen können und sich möglichst wenig selbst um das oder die Kinder kümmern müssen. Oder Kinderlärm: Der gehört natürlich zum Kind, zu Kindern. Aber was spricht dagegen, den Kindern frühere Tugendwerte, wie etwa gegenseitige Rücksichtnahme, Höflichkeit, eine angemessene Sprache oder Respekt beizubringen? Nur weil man Kindern auch mal Grenzen setzt, ist man noch nicht kinderfeindlich!

 

Familienförderung als Gegentrend

Es wird in Deutschland schon viel für Kinder getan, jedoch nicht unbedingt genutzt. Familie, so wie ich sie hatte, wo alle füreinander da sind, ist selten geworden (ich stamme aus einer Großfamilie). Bedenkt man, daß früher Eltern kaum vom Staat unterstützt wurden, und wir Kleinen dennoch gut und liebevoll auf das Leben vorbereitet waren, akzeptiere ich das Wort "kinderfeindlich" nicht! Eher Desinteresse und fehlende Verantwortung der Eltern ist das Problem!

 

Politiker und Wissenschaftler sind schon seit längerem besorgt über die Entwicklung in Deutschland und versuchen, mit Gesetzen und Steuererleichterungen gegenzuhalten. Viele, auch bei uns, haben über Familienministerin Kristina Schröder gelästert. Doch bei genauerem Hinsehen erkennt man auch einige ihrer Familien-Leistungen. Das neueste Gesetz, daß es Bürgern sehr schwer macht, gegen Kinderlärm zu klagen, ist ein Beispiel dafür. Wir haben Kindergeld, Elterngeld, Elternzeit, vielfach kostenloses Studium, etc. In anderen Ländern wäre man über solche Leistungen einfach nur dankbar. Das schätzen wir viel zu gering. Doch alle diese Maßnahmen haben noch immer nicht zu einem spürbaren Geburtenanstieg in Deutschland geführt. Das belegen die neuesten Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Der Familienbericht über die Förderung und Lebenssituation von Eltern in den 33 wichtigsten Industrienationen zeigt, daß der ersehnte Babyboom in Deutschland bislang ausbleibt – auch wenn unser Land im Vergleich zu den anderen Industriestaaten recht viel in seine Familien investiert.  

 

Mit einer Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau liegt Deutschland um einiges unter dem OECD-Schnitt von 1,74.

 

Mehr Mut zu Kindern!

Und auch das sollte erwähnt werden: Es fehlt Vielen häufig der Mut zur Verantwortungsübernahme. Bei anderen wiederum ist es oft auch nur der Hang zur Bequemlichkeit, der sie hindert, Verantwortung zu tragen. Deshalb wird diese Verantwortung oftmals der Gesellschaft zugeschoben, wobei vergessen wird, daß wir die Gesellschaft sind und daß wir entscheiden, ob wir Kinder wollen. Ich persönlich kann jedem nur dazu raten. Kinder bereichern das eigene Leben mehr, als alles Geld der Welt es könnte. Deshalb Mut zu Kindern! Wer bewußt und gewollt auf Kinder verzichtet, weil behauptet wird, dieses Land sei kinderfeindlich, verzichtet bewußt und gewollt auf das Schönste, was es gibt: Kinder.  

 

Nein, Deutschland ist nicht kinderfeindlich. Grüß Gott, Zigeunerschnitzel – oder: Die deutsche Identität

Nicht nur "Mohrenköpfe" oder „Zigeunerschnitzel“ sollen wegen „Diskriminierung anderer Bevölkerungsgruppen“ von den Speisekarten verschwinden bzw. umbenannt werden, sondern auch den althergebrachten Gruß “Grüß Gott” sollen wir nicht mehr verwenden dürfen, um die „lieben Mitbürger anderen Glaubens“ nicht zu diskriminieren.

 

Einer meiner langjährigen, treuen Leser – er ist Lehrer in Baden-Württemberg – platzte bei diesen Forderungen der Kragen. Er schrieb einen „offenen Brief“ an die „lieben verantwortlichen Landes- und Bezirksschulräte und Politiker und an die lieben Ausländer“, den er mir in Kopie zusandte. Hier der Text, den ich Ihnen auszugsweise vorlege:

 

„…Wenn wir nicht mehr ‚Grüß Gott' sagen dürfen, gibt es nur eine Alternative: Ihr habt das Recht, Deutschland zu verlassen, wenn es Euch nicht paßt! Schön langsam sollten auch wir in Deutschland wach werden! Zu Schulbeginn wurden in Stuttgarter Schulen die Kinder von ihren Klassenvorständen informiert, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten habe: z- B. grüßen, bitte und danke sagen, einfach höflich und freundlich sein. Soweit in Ordnung. Aber des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, daß das uns in Baden Württemberg vertraute ‚Grüß Gott' nicht mehr verwendet werden darf, da das die moslemischen Mitschüler beleidigen könnte.

 

Kein „Grüß Gott“ mehr

Dazu kann man als Otto Normalbürger eigentlich nichts mehr anfügen und nur mehr den Kopf schütteln. Ich kann's gar nicht glauben, es ist aber wahr. Ihr könnt Euch gerne in Stuttgart in den Volksschulen erkundigen.

 

Ich bin der Meinung: Die Einwanderer, nicht die Zugezogenen, sollten sich anpassen! Ich bin es leid zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken darüber macht, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten. Die Mehrheit der Deutschen steht patriotisch zu unserem Land. Aber immer und überall hört man Stimmen ‚politisch korrekter' Kreise, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen.

 

Versteht das bitte nicht falsch, ich bin keineswegs gegen Einwanderung. Die meisten Einwanderer kamen nach Deutschland, weil sie sich hier ein besseres Leben oder neue berufliche Chancen erhofften. Es gibt aber ein paar Dinge, die sich Neuankömmlinge und offenbar auch hier geborene Kinder von Einwanderern unbedingt hinter die Ohren schreiben sollten:

 

Die Idee von Deutschland als multikultureller Gemeinschaft hat bisher nur zu einer ziemlichen Verwässerung unserer Souveränität und unserer nationalen Identität geführt. Als Deutsche haben wir unsere eigene Kultur, unsere eigene Gesellschaftsordnung, unsere eigene Sprache und unseren eigenen Lebensstil. Diese Kultur hat sich während Jahrhunderten entwickelt – aus Kämpfen, Versuchen und Siegen von Millionen Männern und Frauen, die Freiheit suchten.

 

„Wir sprechen hier Deutsch!“

Wir sprechen hier Deutsch – nicht Türkisch, Englisch, Spanisch, Libanesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch oder irgendeine andere Sprache. Wenn Sie also Teil unserer Gesellschaft werden wollen, dann lernen Sie bitte die deutsche Sprache!

 

‚Im Namen Gottes' ist unser nationales Motto. Das ist nicht irgendein politischer Slogan der rechten Parteien. Wir haben dieses Motto angenommen, weil christliche Männer und Frauen diesen Staat nach christlichen Prinzipien gegründet und entwickelt haben und sich im Grundgesetz dazu bekennen. Es ist also auch nicht abwegig, dies an den Wänden unserer Schulen mit einem Kreuz zu manifestieren. Wenn Sie sich durch Gott beleidigt fühlen, dann schlage ich vor, Sie wählen einen anderen Ort auf der Welt als Ihren neuen Wohnsitz; denn Gott ist nun mal Teil unserer Kultur. Wenn Sie das Kreuz in der Schule empört, oder wenn Ihnen der christliche Glaube nicht gefällt, dann sollten Sie ernsthaft erwägen, in einen anderen Teil dieses Planeten zu ziehen; er ist groß genug. Vielleicht müßten Sie dann auf ein paar soziale Wohltaten verzichten, die nur Deutschland seinen Bürgern bietet. Aber das wird Ihnen doch sicher nichts ausmachen! Wir sind hier glücklich und zufrieden mit unserer Kultur und haben nicht den geringsten Wunsch, uns groß zu verändern.

 

Dies ist unser Staat, unser Land und unsere Lebensart, und wir gönnen Ihnen gerne jede Möglichkeit, dies alles und unseren Wohlstand mit uns zu genießen. Aber wenn Sie nichts anderes tun, als zu reklamieren, zu stöhnen und zu schimpfen über unsere Fahne, unser Gelöbnis, unsere Eidesformel „so wahr mir Gott helfe“, unser nationales Motto oder unseren Lebensstil, dann möchte ich Sie ganz dringend ermutigen, von einer anderen, großartigen deutschen Freiheit Gebrauch zu machen, nämlich vom Recht, uns zu verlassen. Wenn Sie hier nicht glücklich sind, so wie es ist, dann können Sie gerne gehen! Wir haben Sie nicht gezwungen herzukommen. Sie haben uns darum gebeten, hier bleiben zu dürfen. Also akzeptieren Sie bitte das Land, das SIE akzeptiert hat. Es ist doch eigentlich ganz einfach, wenn Sie nur ´mal darüber nachdenken würden, oder?...“

Und dann fügte der Autor dieses offenen Briefes noch ein kleines, aber bedeutendes P. S. hinzu:

 

„Liebe Leser, Sie können gerne dieses Schreiben an Freunde und Bekannte weiterleiten. Vielleicht erreicht es irgendwann auch unsere grünen und roten Freunde der Multikulti-Fraktion.“ Diesen Wunsch gebe ich gerne an Sie, verehrte Leser, weiter. Gott schütze unser Vaterland!

 

Die Türkei und der Völkermord an den Armeniern

Im Genfer Park des Musée Ariana plant der armenische Künstler Melik Ohanian, ein Denkmal für die Opfer des türkischen Genozids an den Armeniern (während des Ersten Weltkriegs 1914-1918) aufzustellen, das den fast schon poetischen Namen „Neun Lampen der Erinnerung“ tragen soll. Es sollte hier nach der Intention des Künstlers ein „stiller Ort der Besinnung und der Trauer“ entstehen. Ohanians Entwurf enthielt eine (ungeschriebene) Botschaft: „Wer sich so erinnert, wer so im Stillen trauert, der haßt nicht mehr, der will keine Rache, geschweige denn Rachegefühle nähren.

 

Natürlich hat die Türkei gegen dieses „Produkt“ protestiert. Das Verschweigen und Leugnen des Genozids an hunderttausenden Armeniern – die Schätzungen der Historiker schwanken zwischen 300.000 und 1,5 Millionen – in der Türkei hilft aber niemandem, schon gar nicht den Türken. Wer das, was den Menschen zum Menschen macht, wer den Ausdruck des Humanen im Menschen – gewiß, eine Tautologie – unterdrückt oder ganz verhindern will, der ist und handelt inhuman und stellt sich an die Seite der Schuldigen.

 

Wir, die Deutschen, mußten nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Holocaust lernen Das kriegen wir täglich gesagt. Deshalb frage ich mich, wann sich die Türkei dem von ihnen verübten Völkermord stellt. Die Erinnerung an diesen Genozid kann man nicht „aussitzen“ oder einfach aus dem Gedächtnis streichen. Verbrechen gegen die Menschlichkeit verjähren nicht.

 

Die Armenier haben vielfach bewiesen, daß sie zu Verzeihung und Versöhnung bereit sind – eine zutiefst christliche Grundeinstellung und die Grundlage unserer abendländisch-christlichen Kultur. Aber vielleicht liegt gerade darin der Schlüssel für die Verstocktheit der muslimischen Türkei. Der Vorgang beweist, daß die Türkei noch nicht reif ist für die politische Kultur Europas, die eben auf der Versöhnung der Völker beruht. Alfred Grosser, der Franzose und Deutschen-Freund, hat es treffend formuliert: „Die Basis für Europa muß das Verständnis für die Leiden der anderen sein.“ Soweit ist die Türkei noch nicht.

 

Das Bekenntnis zu unserer abendländischen Kultur setzt einen ehrlichen Dialog, Schuldbekenntnis und Sühne voraus. Die Türkei macht das ganze Gegenteil: Sie droht gar („Die Presse“ v. 28.1.2005): „Was unsere Väter damals gemacht haben, können wir auch wieder tun.“ Eine unverhohlenen Drohung, die nicht weit von Volksverhetzung ist! Die Schweiz und Genf dürfen dem Druck gegen das Armenier-Mahnmal nicht nachgeben.  

 

Ein kleiner Nachtrag: Auch in dieser Debatte sucht man vergeblich nach einer Äußerung der üblichen Betroffenheitsriege von Grün und Rot. Der Weltbetroffenheits-Automat namens Claudia ist vermutlich abgeschaltet, weil höhere und größere Pfründen winken.

 

Liebe Freunde, das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, ein paar letzte sonnige Herbsttage und uns allen eine bessere Politik. Vielleicht kann ich bei meinen nächsten „Konservativen Kommentare“ (Mitte November) eher auf die gewiß schwierige Regierungsbildung eingehen.  

 

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr

Peter Helmes  

 

18. Oktber 2013

 

Und, wie immer, ein kleines P. S.:

Überraschend nimmt „mein“ rot-grünes Musterland Rheinland-Pfalz beim Erwachsenen-Pisa-Test einen vorderen Platz ein. Trotzdem unterliefen ausgerechnet der Ministerpräsidentin (Malu Dreyer) in einem Brief an die Bundeskanzlerin sechs Rechtschreibfehler in sechs Zeilen. Das kann, sollte aber nicht passieren. Frau Dreyer entschuldigte sich bei Merkel mit den Worten: „Wo Menschen arbeiten, passieren leider auch Fehler.“ Stimmt, aber war´s nicht ein bißchen viel für 1 Brief? Da frage ich mich: Wenn das in einem Bundesland geschieht, das die Spitzengruppe der Rechtschreibung einnimmt, wie sieht´s dann erst im unteren Teil – Bremen, NRW etc. – aus?

 

Der (öffentl. rechtliche) Deutschlandfunk kann´s noch besser: Am 16.10. titelte er eine Sendung (16.5o Uhr): “Waldbesitzer aus Niedersachsen schützen Geklautes Feuerholz.“

 

Mal unter uns – abgesehen vom falschen „G“-eklauten: Geklautes Feuerholz kann man nicht mehr vor Dieben schützen. Die waren schneller, das Holz ist weg. Empfehle Deutsch-Nachhilfeunterricht für Journalisten.


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