An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

Mehr dazu .....

 

 

 

 

   

Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

 Mehr dazu .....

 

 

Konservative Kommentare Januar 2014

Liebe Leser,
an dieser Stelle veröffentliche ich regelmäßig einmal im Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden. Ich freue mich stets über Kritik und Anregungen, die Sie mir direkt (Peter.Helmes@t-online.de) zusenden können. 


Das neue Familien-(Zerr-)Bild der CDU
Der ganze Schrott des zeitgeistigen Ideenmarktes macht offensichtlich auch vor der CDU nicht halt. In der Union scheint es Mode zu werden, auch noch den letzten „Dernier Cri“ der gegenderten Gesellschaft mitzumachen. Sollte die Union jemals ein Meßinstrument für moralische Fehlerströmungen gehabt haben, so ist es ihr gründlich abhandengekommen. Dies zeigt sich sehr deutlich an ihrem gewandelten Familienbild.

Julia Klöckner, stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und (vermeintlich) „letzte Hoffnung“ der arg gebeutelten Landespartei in Rheinland-Pfalz, verleiht dem neuen Familiengefühl ihrer Partei ein besonderes Flair, vermutlich weil sie in diesem Punkt besonders kompetent – will heißen: politisch korrekt – wirkt: Sie lebt unverheiratet mit ihrem Freund zusammen, das Paar hat keine Kinder – eine moderne „Ehe“ sozusagen. In einem Gespräch mit dem sich als „schwul“ bezeichnenden ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe („verheiratet“ mit dem Opernregisseur Freo Majer), wird sie im protestantischen Monatsmagazin „chrismon“ (Nr. 12.2013) gefragt, wie sie das Thema Familie sehe. Die Redaktion äußert im Laufe des Gesprächs: „…Wir fragen, weil die Definition bei der CDU lange hieß – und teilweise auch heute noch heißt: Familie ist, wo Kinder sind.“

Darauf antwortet Klöckner: „Ich bin ja auch Kind. Kind meiner Eltern. Und ich habe zwei Patenkinder. Jeder hat Familie! Familie ist, wo Kinder und Eltern sind, sie sich kümmern. Aber auch Geschwister, Opas, Tanten, Neffen, Nichten. Familie ist ein Gebilde von Zusammenhalt, natürlich auch, aber nicht nur Blutsverwandtschaft…“

Nun geht das Gespräch über zu Robbe: „Familie ist, wo Menschen sind, die sich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen und wo man sich selber ein Stück zurücknimmt zugunsten anderer, zum Beispiel der Kinder. Verantwortung in guten wie in schlechten Zeiten. Und natürlich gilt das ebenso für gleichgeschlechtliche Paare, die ja immer häufiger auch Kinder haben. Da hat sich in der Gesellschaft schon sehr viel positiv verändert…“

Auf die Frage, wie er dieses Thema in der Bundeswehr sehe, entgegnet Robbe, es sei auch heute für schwule und lesbische Soldaten/innen „noch nicht immer einfach, die sexuelle Orientierung offen zu leben“. Allerdings dürfe in der Bundeswehr niemand deshalb benachteiligt werden. „Da sind wir fortschrittlicher als die meisten anderen Staaten“ (Robbe). Dazu sage ich nur: „Potzblitz, da können wir aber stolz auf uns sein!“

An dieser Stelle des Gesprächs unterbricht Klöckner Robbe und betont, sie habe ihn „übrigens damals als Wehrbeauftragten gewählt“. Sowas klingt im Militär-Jargon etwa so: „Förmliche Anerkennung! Danke. Wegtreten!“ – welch Letzteres wiederum gar nicht so schlecht wäre.

Ich glaub´ es nicht! Da entblättert die Klöckner ihr schiefes Familienbild, indem sie von „Omas, Tanten, Neffen“ faselt und dem noch schieferen Bild des Herrn Robbe nicht ´mal ansatzweise widerspricht. „…Gleichgeschlechtliche Paare, die ja immer häufiger auch Kinder haben…“, sagt Robbe. Ja, wo kommen die denn her? Aus homosexuellen „Ehen“ oder Partnerschaften entstehen nun mal nach den Gesetzen der Natur keine Kinder. Welches Gesellschaftsbild hat Julia Klöckner?

Dreiste Sprachmanipulation
Bei Kindern hört der Spaß doch auf. Es gibt kein allgemeines Recht auf Kinder! Da erwarte ich von einer christlich-demokratischen Partei eine klarere Haltung. Wenn nicht, ist die Freigabe des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Partner für die CDU nur noch eine Frage der Zeit; denn in dieser Partei gibt´s noch mehr Klöckners. Und bei der Antwort Robbes merkt man, wie aus Sprachmanipulation Meinungsmanipulation entsteht. Die Formulierung „…die ja immer häufiger auch Kinder haben…“ soll wohl suggerieren, zwei Männer oder zwei Frauen hätten „ein Kind bekommen“, so als ob dies eine völlig natürliche Angelegenheit sei. Und demnächst wird man bei solchen Paaren wohl ganz selbstverständlich (und politisch korrekt) von „Eltern“ reden.

Hier, besonders hier, zeigt sich der Verlust der tradierten Werte der Union. Wenn eine Bundeskanzlerin und Vorsitzende der „Christlich“-Demokratischen Union sich nicht nur NICHT gegen den Aufgabe unserer Werte stemmt und ihre Stellvertreterin (Julia Klöckner), noch deutlicher, unser tradiertes Familienbild in den Mülleimer der Geschichte stampft, ist dies die familienpolitische Offenbarung der Union. Die zerstörerische Lawine, die die Familie als Grundstruktur der Gesellschaft hinwegfegen soll, rollt ungebremst auf uns zu.

Doppelte Staatsbürgerschaft – ein großer Irrtum
Hätte die SPD in ihren Analen nachgeschaut, würde sie gewiß auf einen gewissen Otto Schily stoßen, der ab und zu auch Vernünftiges von sich gegeben hat. Dieser ehemalige Innenminister hatte nämlich weiland gefordert, daß hier geborene Nicht-EU-Ausländer sich spätestens mit Erreichung des 23. Lebensjahres entscheiden sollten, ob sie als „Neudeutsche“ integrierungswillig bei uns bleiben oder in ihr Herkunftsland (bzw. dem ihrer Eltern) zurückkehren wollen – mit den jeweiligen Konsequenzen.

Dies würde den so arg geplagten hier lebenden Türken die Mühe ersparen, die deutsche Sprache lernen und das deutsche Rechtswesen anerkennen zu müssen. Wer aber hier bleiben will, müßte genau dies tun. Und nicht, wie oft üblich, sich einer Integration verweigern. Türkische militante Verbände kämpfen verbissen dagegen, daß türkischen Kindern keine Entscheidung für oder gegen die deutsche Staatsbürgerschaft abverlangt werden soll. Dafür kriegen diese braven Leute dann zwei Pässe und können je nach Interessenlage ´mal so, ´mal anders Entscheidungen treffen. Wie das die Integration erleichtern soll, erschließt sich mir überhaupt nicht – auch wenn die SPD das hundertmal betont.

Es hilft nichts: Wer Deutscher werden will, muß sich zu Deutschland bekennen, zu unserer Sprache und Kultur, auch zu unserem christlich geprägten Menschenbild. Wer dazu nicht bereit ist, hat hier nichts zu suchen. Man kann keine Rechte einfordern, aber sich den Pflichten entziehen.

„Rübe ab“-Muslima?
Scheinbar Unwichtiges, aber nichtsdestotrotz Ungeheuerliches trug sich vor einigen Wochen in der traditionsreichen Stadt Landshut zu. Dort wurden, wie überall in Bayern, in den Parteien die Listen zur Kommunalwahl erstellt. Auf der Liste der Landshuter „Grünen“ wollte auch die türkisch-stämmige Stadträtin Raziye Saringlu erneut auf einem vorderen Platz kandidieren. Nach einer mißglückten Bewerbungsrede wurde die Dame aber
„nach hinten weitergereicht“.

Was war geschehen? In Landshut gibt es einen verdienten Bürger, Träger der Bürgermedaille der Stadt, namens Heinrich Egner. Dieser Herr Egner, offensichtlich ein Freund klarer Worte, hatte sich in der Landshuter Zeitung zum Thema Integration geäußert in – wie die Dame Saringlu klagte – „rassistischer Weise. Was hat denn der böse Bürger Egner da wohl abgesondert? Sein Leserbrief in der LZ bezog sich auf den offensichtlich einseitigen Vortrag eines türkischen Professors zur Integration. Hier ein kurzer Textauszug der Stellungnahme Egners:

„…Von der anderen Seite der Medaille liest man freilich nichts: Daß nämlich die Begegnung der Zuwanderer mit den fremden Einheimischen aus der Lebenswelt der Zuwanderer führt, was sich in Abkapselung, im Aufbau einer Parallelwelt und in der Verweigerung einer Integration ins Gastland äußert. (…) Ein hoher Prozentsatz von ihnen macht von der Möglichkeit des Erwerbs der deutschen Staatsangehörigkeit bewußt keinen Gebrauch, weil die türkische Staatsangehörigkeit offenbar als wertvoller erscheint und die deutsche allenfalls zusätzlich akzeptiert wird. Unter diesem Aspekt schlägt die Forderung nach doppelter Staatszugehörigkeit der deutschen Selbstachtung geradezu ins Gesicht…“

Es ei eine Schande, krakelt Saringlu, daß Egner die Bürgermedaille bekommen habe. Sie (Saringlu) wäre froh, „wenn es Egner nicht gäbe“. Was, liebe Leser, soll denn das heißen: …“wenn es Egner nicht gäbe“? Rübe ab?? Stadtrat Rudolf Schnur, ein treuer Leser meiner Notizen, äußerte sich in einer Presseerklärung entsprechend deutlich: „Mit dieser Aussage schlägt das Niveau der Grünen auf einen menschenverachtenden Tiefpunkt auf! Zeigt sich hier der rote Wolf im grünen Schafspelz? Falls diese Aussage ohne innerparteiliche Konsequenzen und Entschuldigung bleibt, wäre ein Unterschied zwischen den von ihnen immer angeprangerten dumpfen Parolen und Extremisten und ihnen selbst nicht mehr vorhanden…“

Die Wogen schlugen hoch in Landshut, so hoch, daß letztlich Frau Saringlu reumütig in einer Erklärung in der LZ gestehen mußte: „…Ich möchte mein aufrichtiges Bedauern über meine Wortwahl  zum Ausdruck bringen. Ich kann mein Verhalten nur dadurch erklären, daß die fortgesetzten Leserbriefe Herrn Egners mich dazu verleitet haben. Dies soll in keinem Fall mein Verhalten rechtfertigen, sondern nur als Erklärung dienen…“

Es geht doch! Wir sollten uns nicht alles gefallen lassen. Und Anstand ist keine türkische oder deutsche Frage, sondern eine Frage der guten Kinderstube. Da hat die türkische Genossin wohl noch Nachholbedarf.

Elfi Damian mit 92 Jahren wieder im CDU-Vorstand
Hier gilt es zu berichten von einer Dame, die jahrzehntelang das Sekretariat der Deutschen Konservativen geführt hat – eine Untertreibung; denn Elfi Damian war die „Seele der Konservativen“. Noch heute ist sie „Beichtvater“ für viele aus unseren Reihen. Wir haben ihr von Herzen zum 92. Geburtstag gratuliert.

Das Besondere an diesem Ereignis ist nicht nur das achtbare Alter, das sie erreicht hat, sondern die Beobachtung, wie sie es erreicht hat. Elfi ist eine absolute Ausnahmeerscheinung – hochgebildet, großgewachsen, schlank, blond und resolut, eine Eigenschaft, die manch einer schon zu spüren bekam. Kurz: Elfi Damian ist eine Art Sonderausgabe von Miss Marple in aristokratischem Gewand. Aber auch das ist nicht das einzige Besondere.

Sie ist seit vielen Jahrzehnten Mitglied im Ortsvorstand der CDU Farmsen (Hamburg) und eine immer noch aktive (gefürchtete) Straßenwahlkämpferin – trotz überstandenen Schlaganfalls, überwundenen Krebses und diverser Operationen. Kaum einigermaßen genesen, legt sie wieder los. Und „liebe Parteifreunde“ müssen sich zuweilen warm anziehen, wenn Elfi eine Sache nicht paßt. Nun, zum 92., wolle sie aufhören, es langsamer angehen lassen, meinte sie. Sie meinte, aber die Basis meinte anders. Inständig von der Parteiführung bearbeitet, gab sie nach und kandidierte wieder für den Vorstand, in den sie vor einer Woche mit bestem Stimmergebnis wieder gewählt wurde. Wo gibt es noch solche Zweiundneunzigjährige?! Gratulation und ein herzliches Glückauf, liebe Elfi!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, den Schutz Gottes und – wie stets an dieser Stelle – uns allen eine bessere Politik.

Mit herzlichen Grüßen und bestem Dank für Ihre Treue,
Ihr

Peter Helmes  

(Und wie stets an dieser Stelle ein kleines PS.)
P.S.: Jeder kennt die „Deutsche Welle“, die Stimme Deutschlands in der Welt. Diese Stimme spricht in Zukunft kein Deutsch mehr. Aus der Deutschen Welle wird eine englischsprachige, vom bisherigen Intendanten Bettermann (SPD) eingeleitet und vom neuen, Peter Limbourg, vollstreckt: Deutsch ist aus! Die Deutsche Welle müsse sich als „globaler Informationsanbieter aus Deutschland positionieren“ (Limbourg). Deshalb sei eine Konzentration auf Englisch vorgesehen. Wie sagt der gemeine deutsche English-Man: „Do you still have all the cups in your cupboard?“ („Habt Ihr noch alle Tassen im Schrank?“)
(23.01.2014)


Hier geht es zu den älteren "Konservativen Kommentaren" von Peter Helmes:

Hier Klicken.....