An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Konservative Kommentare Januar 2013

Liebe Leser,

an dieser Stelle veröffentliche ich jeden Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden. Ich freue mich stets über Kritik und Anregungen, die Sie mir direkt (Peter.Helmes@t-online.de) zusenden können.

 

Keine ehrliche Strompreis-Diskussion

„Erneuerbare Energie“ – der Renner des Jahrhunderts, läuft und läuft und kostet und kostet, stärker als befürchtet, und in diesem Jahr besonders. Die Erhöhung der Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien beträgt für 2013 einen Betrag von 1,7 auf 5,3 Cent (ohne MWSt.). Unterstellt man einem durchschnittlichen Haushalt in Deutschland (2-3 Personen) einen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden, betrüge die Mehrbelastung rund 60 Euro.

 

Das ist aber reine Augenwischerei, bei denen die wesentlichen Kosten (und damit –Erhöhungen)  verschleiert werden (sollen?). Man unterstellt bei dieser Rechnung nämlich einfach nur die Lieferung des Stromes durch den eigenen Elektrizitätsversorger. Wir zahlen aber weit mehr als nur die Beträge, die auf der Rechnung stehen, nämlich die indirekten Stromkosten. Beispiel: Wenn der Bäcker Brötchen backt, verbraucht er Strom, den er natürlich an seinen Stromlieferanten bezahlen muß. Er legt sie aber als Kosten auf die Preise um. Steigen die Stromkosten, steigen (irgendwann) die Brötchenpreise, wenn er die Kosten nicht anderweitig auffangen kann, was kaum mehr möglich ist. Tiefkühlkost, Staubsauger, Kaffeemaschine usw. – alles Stromverbraucher, die wir über den Preis (mit-)bezahlen. Es ist wie bei der Mehrwertsteuer: Der Endverbraucher ist der letzte in der Kette der Zahlenden

 

Schau´n wir ´mal, wie stark die EEG-Umlage – inklusive der indirekten Kosten – sich in einem heutigen Haushalt darstellt: Im Jahr 2013 wird der Verlust der Energiegewinnung etwa 20,36 Milliarden Euro betragen, der durch die EEG-Umlage gedeckt werden muß. Rund 80 Millionen Menschen bevölkern derzeit unser Land, das ergibt also eine Belastung von rd. 250 Euro pro Einwohner allein für 2013 (20 Milliarden € geteilt durch 80 Millionen Menschen). Ein 3-Personenhaushalt wird also zusätzlich mit 750 Euro belastet. Wohlgemerkt, das ist nur die EEG-Umlage; den Strom-Eigenverbrauch zahlt er direkt an den Lieferanten. Das ergibt also ein ganz anderes Bild als die oben erwähnten offiziellen 60 Euro

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Die Verschleierung ist perfekt. Niemand blickt durch. 60 Euro klingen viel harmloser als 750 €. Und die Grünen lachen sich schlapp.

 

Griechen-Motz, Griechen-Trotz

Gelernt haben die Hellenen aus der Krise ihres Landes bisher noch wenig. Motz und Trotz machen sich breit. Schuld an dem Desaster haben die, die auf die Misere hinweisen, nicht die Verursacher. Die Deutschen sind böse, weil sie den Griechen beim Aufdecken ihrer „Fehler“ helfen.

 

Dieses plumpe und peinliche Aufstapfen mit den Hufen hat jetzt auch den ehemaligen Ministerpräsidenten Sinitis befallen, ein intelligenter, aber auch verschlagener Mann, der große Mitverantwortung trägt für die Manipulationen der griechischen Staatszahlen. (Das Wort „Betrug“ will ich aus juristischen Gründen lieber vermeiden.) In einem jüngst erschienenen ganzseitigen (!) Artikel in der FAZ („Flucht nach vorn“, 28. Dez. 2012) läßt er die wahren Schuldigen der griechischen Tragödie erkennen: die Europäer, die Banken und die Fehlkonstruktion des Euro. „Fehlkonstruktion“ vor allem deshalb, weil die Stabilitätskriterien ihm viel zu hoch erscheinen. So gesehen hat er recht, nicht wahr. Jedenfalls sind nach Simitis die Griechen keinesfalls schuld und er selbst, der bei dem Theater eine tragende Rolle spielte, natürlich schon gar nicht.

 

Werden wir ´mal etwas deutlicher, verehrter Herr Simitis: Sie haben so viel Dreck am Stecken, daß Sie wegen eines ganzen Bündels krimineller Machenschaften erst an den Pranger, dann vor Gericht gehörten: Untreue, Bilanzfälschung, Insolvenzverschleppung – um nur die ärgsten Vorwürfe zu nehmen. Da nützt Ihnen auch nicht die „Flucht nach vorn“, die Sie zu Ihrer Verteidigung – nee, zur Klage gegen die bösen Europäer – antreten. Das ist Chuzpe! Ich fühle mich als Deutscher und Europäer von Ihnen vera…lbert.

 

Simitis schmeißt Nebelkerzen, wo ein klares Wort zur Aufklärung mehr beitragen könnte. Sein Lamento soll vertuschen, daß er und Griechenland den Beitritt nur mit Betrug erreichten. Vermutlich werden sie diesen Volkssport auch in Zukunft weiter betreiben. Simitis erwähnt mit keinem einzigen Wort die rund 60 Milliarden Euro, die die bösen Europäer – „gewisse Länder der Union“, wie sie Simitis abschätzig nennt – in den letzten Jahren für Hellas aufgebracht haben. Er erwähnt auch nicht das Manöver, von der EU Agrar-Subventionen in gigantischem Ausmaß kassiert zu haben, indem er für sein Land mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen auswies, als das Land insgesamt an Fläche bietet. Natürlich sind ihm auch die hunderttausend Tote kein Wort wert, die als „lebende Rentner“ weitergeführt wurden und die Rentenausgaben des Landes über die Maßen belasteten.

 

Wohin man schaut, es gibt keinen Verantwortlichen. Weshalb Simitis die „Flucht nach vorn“ antrat.

 

Potsdamer Institut für Klimamärchen

Das PIK berauscht sich regelmäßig an den eigenen Weltuntergangs-Prophezeiungen. Die sind zwar nie eingetreten, aber sie lesen sich gut – und lassen die Kassen klingeln. Durch das PIK wissen wir z. B., daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre allmählich alles Leben erstickt. Auch die Kenntnis über den (getürkten) Anstieg des Meeresspiegels in der Südsee und die vermeintliche Eisschmelze in der Antarktis verdanken wir dem PIK. Was wir aber noch nicht wußten, ist die neue Erkenntnis, daß dieses verdammte Kohlendioxid auch Erdbeben auslöst. Solch einen Blödsinn verzapft das PIK nur zu gerne.

Den Wissenschaftlern des PIK sei dringend geraten, einmal nachzulesen, was der Oberste Gerichtshof der USA festgestellt hat: Nur sehr einfältige Menschen würden daran glauben, der Mensch könne mit CO2 das Klima beeinflussen. Jede Theorie, so das Gericht, müsse auf nachprüfbare Fakten und nicht auf geheime Computermodelle fußen.

 

Dieses Urteil hat bei uns kaum jemand gelesen, weil es dem Mainstream in den Medien widerspricht und deshalb nicht publiziert wird. Nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ werden wir zu Zeitzeugen des nahen Weltunterganges gemacht und jedes Untergangsszenario ist eine bessere Meldung als die Wahrheit. Wie sagte noch der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten: „…Nur einfältige Menschen würden daran glauben…“ So ist es! Und deshalb kann das Potsdamer Institut für Klimamärchen uns weiterhin für blöd verkaufen und Märchen erzählen.

 

„Neger“  und der Verrat an der deutschen Kultur

Die Jagd ist eröffnet. Es wird schonungslos durchkämmt, was politisch nicht korrekt ist. Man macht auch nicht Halt vor in Jahrhunderten gewachsener Kultur und Literatur. Daß wir nur noch „Bürgerinnen und Bürger“ sagen sollen, macht uns sogar der Bundespräsident vor. Also machen sich immer mehr Verlage in vorauseilender Korrektheit daran, ihre Bücher von vermeintlich inkorrekten Begriffen zu säubern. (Nebenbei bemerkt, gab es so ´was nicht schon ´mal?)

Problematisch wird die Chose, wenn es um „Neger“, „Zwerge“ oder „Zigeuner“ geht. Allein schon die Tatsache, daß ich diese Begriffe in Anführungsstriche setzen muß (wegen § 130 StGB Volksverhetzung etc.), belegt, daß wir dabei sind, alte Sprachtradition auf dem Altar des politisch Korrekten zu opfern. Denn Wörter sind gewachsene Begriffe, die – zumal in Büchern – den Geist der Zeit wiedergeben. Und vor 100 oder 200 Jahren war das Verständnis ein anderes als heute. Wenn man diese Begriffe entfernt, verleumdet man die Vergangenheit.

 

Aber wie sollen Kinder noch Märchen, wie sollen sie Mysterien verstehen, wenn sie nicht mehr lernen, wie „damals“ Konflikte entstanden oder warum böse Geister kamen usw. Wie sollen unsere Kinder noch lernen, Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden? Max und Moritz z. B. handeln nach dem heutigen Kodex inkorrekt, weil gewaltverherrlichend. Oder wie sollen wir unseren Kindern die Unterdrückung der Schwarzen in den USA erklären, wenn wir ihnen nicht sagen dürfen, daß „Neger“ in den Staaten Rechtlose waren. Wie sollen sie Kolonialismus und Sklaverei verstehen, wenn die Gründe dafür wegradiert werden? Sie werden irgendwann dann fragen, was denn so schlimm war am Kolonialismus und an der Sklaverei.

 

Die Folge solchen Quatsches kann man dann bei „der/die/das Gott“ und „die Jesus“ besichtigen. Wer seine eigene Literatur-Tradition so grundlos mißachtet, hat keine. Die Linken (aller Parteien) haben den Satz verinnerlicht: Wer die Begriffe bestimmt, bestimmt die Politik. Wann werden wir wach?

 

Dies sei unserer politischen Klasse mitsamt ihrem „korrekten“ Anhang noch mitgegeben: Es nutzt nichts, die eigene Geschichte zu verleugnen – in Gutem wie im Bösen. Man kann ihr nicht entrinnen.  

 

§ 130 StGB – Vorsicht!

Der Volksverhetzungs-Paragraph 130 des deutschen Strafgesetzbuches hat es in sich. Er betrifft besonders uns, die wir gerne Klartext reden. Man sollte also höllisch aufpassen, um nicht mit diesem Totschlagsparagraphen zu kollidieren. Klaus C. Holmar, www.deutsches-rechtsbuero.de, hat dankenswerterweise eine Sammlung der verschiedensten Urteile zum § 130 zusammengestellt. Aus der Vielzahl der Urteile hier einige wenige Hinweise (in Stichworten):

 

Erlaubt ist:

- „Ist der Ali kriminell, in die Heimat, aber schnell!“

- die Frage, „wie sehr verkommen dieses BRD-System ist“

- die Bezeichnung der Bombardierung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg als „Bombenholocaust“

- die Bezeichnung Deutschlands als „scheinsouverän“.

 

Als strafbar angesehen werden hingegen:

- die Bezeichnung der Bundesrepublik Deutschland als „Unrechtsstaat“,

- die Behauptung, Deutschland sei „kein Rechtsstaat, sondern eine Gesinnungsdiktatur“,

- die Behauptung, Deutschland sei eine „Bimbes-Republik“, ein „käuflicher Saustall, der sich willig jüdischen Befehlen beuge“,

- die Bezeichnung eines Ministers als „gewissenlos“,

- die Bezeichnung der Bundesregierung als „Rasselbande, Verbrecherbande und Lügenpack“,

- die Bezeichnung Deutschlands als „Kriegssiegerprotektorat“,

- die Bezeichnung eines Schwarzafrikaners als „Neger“,

Als Beleidigung wurde angesehen, wenn von „diebischen Zigeunerbanden in ihrer unermeßlichen Gier“ oder von Zigeunern als „Pack“, „Gesindel“, das sich „vermehre wie Karnickel“ geschrieben wurde. Also Vorsicht, liebe Freunde!

Das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr und uns allen eine bessere Politik.

Mit herzlichen Grüßen,

 

Ihr

Peter Helmes   

 

P. S.:

In der Linkspartei wird derzeit das Melodram gegeben: „Napoleon auf Elba oder die Verbannung Lafontaines an die Saar“. Man muß nur noch seiner Cleopatra erklären, daß sie nicht Königin wird.  

 

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