An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Konservative Kommentare Februar 2013

Liebe Leser,

an dieser Stelle veröffentliche ich jeden Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen bzw. verzerrt dargestellt werden. Ich freue mich stets über Kritik und Anregungen, die Sie mir direkt (Peter.Helmes@t-online.de) zusenden können.

 

Illegale Einwanderer

Nach einer Meldung des „Deutschlandradio“ werden deutlich mehr illegale Einwanderer gefaßt, und der Migrationsbericht der Bundesregierung 2011 beklagt, daß der Zuzug Hochqualifizierter hingegen gering bleibe. In anderen Worten: Auch bei den legal Einwandernden bleibt Deutschland nach wie vor ein Mekka für die Unterschicht bestimmter, oft moslemischer Länder, und nur wenige Hundert sind hochqualifiziert. Aus den politisch und wirtschaftlich rückständigen Staaten Bulgarien und Rumänien kamen allein 2011 mehr als 147.000 legale Einwanderer – eine Verdopplung gegenüber 2007.

 

Noch negativer sieht es bei den unerlaubt Eingewanderten aus. Ihre Zahl ist deutlich gestiegen, was sich daran erkennen läßt, daß die Grenzschützer im Jahr 2011 wesentlich mehr illegale Einwanderer aufgegriffen haben als im Vorjahr. Demnach ist die Zahl der unerlaubt eingereisten Personen um knapp ein Fünftel auf 21.156 Menschen gestiegen – so hoch wie zuletzt 2002. Hinzuzurechnen sind die 3378 Ausländer, die beim Versuch der unerlaubten Einreise zurückgewiesen wurden. Der Zuzug hoch qualifizierter Ausländer hingegen bleibt laut Bericht aber niedrig. 2011 erhielten gerade einmal 370 Hochqualifizierte eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland, die meisten kamen aus den USA (107), Russland (50) und Indien (38).  

 

Die hauptzuständige Bundesarbeitsministerin von der Leyen will nach einer Meldung der FAZ den „alarmierenden Bericht des Deutschen Städtetages nicht kommentieren“. Ein Sprecher der Ministerin sagte, es handele sich um sehr komplexe Fragen, es müsse erst ein gewisser Reifegrad erreicht sein (FAZ) – eine unglaubliche Antwort angesichts der drängenden Probleme, die die Kassen der Städte in den Offenbarungseid treibt. Ab welchem „Reifegrad“ fühlt sich denn Frau von der Leyen bemüßigt, ihren Amtshintern zu bewegen? Bundesinnenminister Friedrich, zuständig für das Aufenthaltsrecht der Migranten, will ebenso nichts sagen.

 

In diesem Konzert der Taubstummen darf natürlich eine (CDU-) Frau nicht fehlen: die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer. Sie will durch diese Zahlen belegt sehen, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist. Das aber erschließt sich dem kritischen Betrachter nur dann, wenn Frau Böhmer stolz auf die hohe Zahl illegaler Zuwanderung wäre und die gerade in diesem Kreis verbreitete hohe Kriminalität gerne in Kauf nähme. Es darf vermutet werden, daß bei den legal eingewanderten, gebildeten Ausländern die Kriminalitätsrate eher dem deutschen Durchschnitt (oder gar niedriger) entspricht. Fazit: Wer das Portemonnaie für alle offen hält, darf sich über Selbstbedienung nicht wundern.

 

Pressefreiheit in Deutschland nur auf einem Mittelplatz

Ei der Daus, manche sind richtige Schnellmerker! Da jammert der sicher verdienstvolle und   politisch gewiß korrekte Verein „Reporter ohne Grenzen“, daß die Pressefreiheit in unserem Land keinen ausreichenden Stellenwert habe. Innerhalb Europas nehme Deutschland nur einen Mittelplatz ein, weil es hierzulande noch einige Dinge gebe, „die nicht so ganz gut laufen“. Wahrlich brav gesprochen; denn zu den Hintergründen äußert sich der schlaue Verein nicht. Er beklagt allerdings die abnehmende Medienvielfalt in unseren Gefilden. Es gebe „immer mehr Fusionen, immer weniger Zeitungen sind Vollredaktionen, immer mehr Reporterpools liefern immer gleiche Inhalte. Also die Bürger haben immer weniger Möglichkeiten, sich aus einer großen Masse von Zeitungen zu informieren…“

 

Wenn´s denn so einfach wäre. Nach der letzten Umfrage unter vollberuflichen Journalisten sind rund 70 Prozent der Redakteur dem eindeutig linken Lager zuzurechnen (Grüne, SPD, Linke). Die übrigen zerfallen auf verschiedene Bereiche: Konservative, Liberale, Neutrale und die ohne jede politische Präferenz. Zehn Prozent der deutschen Medien sind quasi direkt in der Hand der SPD – also nicht nur „gefühlt“. Bei den anderen Parteien Fehlanzeige, weil sie keinerlei vergleichbaren Medien „besitzen“. Und so schreibt ein Redakteur vom anderen ab, nachdem vorher die zeitgeistige Zensurschere die politische Korrektheit (wieder) hergestellt hat. Dem gemeinen Zeitungsleser bleibt also kaum eine Wahl, als sich die Heils- und Hiobsbotschaften der rot-grünen Apostel nahezu täglich einzuführen. Zur ganzen Wahrheit gehört auch, daß „rechte“ (Igittigitt!) Journalisten ganz offen gemobbt, „enttarnt“, „demaskiert“ oder schikaniert werden – eine Praxis, die selbst vor renommierten Blättern nicht halt macht. Noch düsterer ist das Kapitel Fernsehen, bei dem sich die politischen Sendungen gegenseitig an Meinungsmanipulation bzw. Eingleisigkeit zu übertreffen versuchen. Links ist, was gefällt, rechts ist ??? – äh, gibt es gar nicht im deutschen Medienzirkus – von einigen tapferen kleinen Pflänzchen abgesehen. Und selbst wir Bürgerlichen stolzieren „selbstbewußt“ mit den einschlägigen Montags- und Donnerstags-Gazetten unterm Arm durch die Landschaft, um auf unsere angebliche Liberalität aufmerksam zu machen.

 

Kritische Bürger – die gibt´s ja noch, sehr zum Ärger dieser Journaille – kaufen das Zeugs nicht mehr und bestellen „ihr“ Blatt schlicht ab. Und so dreht sich das Karussel: Zeitungssterben, Fusion, Konzentration – also sterbende Vielfalt. Übrig bleiben die linksgebürsteten Gazetten. Statt zu jammern, sollten die „Reporter ohne Grenzen“ mal ihre Grenzen im Kopp öffnen. ´Ne Schere dazu würde ich gerne liefern, falls erforderlich. Roger Köppel, der um deutliche Worte nie verlegene Chefredakteur der konservativen Züricher „Weltwoche“, schrieb am 14. Februar in seinem „Editorial“ u. a.: „Intelligenz  schützt vor Dummheit nicht. Künstler, Akademiker und Journalisten sind besonders anfällig für Geistestrübungen, Utopien und politische Ideologien, vor allem wenn sie in Gestalt faszinierender Denksynthesen daherkommen (… Ganz anders ist es,) wenn heutige Journalisten oder Politiker in früheren Jahren für  den internationalen Sozialismus und seine mörderischen Ikonen trommelten. (…es) hat sich irgendwie eingebürgert, daß man linke Militanz als weniger schlimm empfindet als ihr rechtes Pendant…“ Die geistige Gleichschaltung unter Journalisten funktioniert. Solche vom Schlage Roger Köppels werden immer weniger.  

 

Auch das noch – Vorständinnen!

Mein Notebook hat die Zeichen derZeit noch nicht erkannt. Wenn ich das Wort „Vorständin“ schreibe, wird es von diesem blöden Apparat rot unterstrichen, was heißen will: „Fehler, mein Junge!“ Wie kann ich bloß so rückständig sein!

Nun haben sich wohllöblich doch mehr Frauen als früher dazu entschlossen, in das obere Management von Großunternehmen einzuziehen, schon geht – ganz deutsch – der Streit um die Besetzung der Begriffe los. Gedankenlos sprach „man“ bisher von „Vorstand“: „Herr Meyer ist Vorstand bei BMW, Frau Schmitz ist Vorstand bei VW“ usw. Geht nicht, geht gar nicht! Wo bleibt die Anerkennung der Frau in unserer Wirtschaftsgesellschaft?

 

Ein neues Wort muß her, das wohl nur in politisch-korrekt kranken Hirnen ausgebrütet werden konnte: die Vorständin, Plural: die Vorständinnen. Da sträubt sich die Feder. Doch siehe da: Die „Vorständin“ ist bereits auf dem Weg direkt in den Duden. Auf der dazu  passenden Votiv-Tafel zu St. Feminin steht gewiß der Text: „Claudia hat geholfen!“ Applaus!

 

Was beim „Vortand“ recht ist, muß beim „Studenten“ erst recht billig sein. Der Gattungsbegriff stirbt aus, rasant befördert vom Gender Mainstream. Eine Studentin sieht sich heute z. B. vom  Begriff „Student“ (bzw. Studenten) nicht erfaßt und entwürdigt. So ein Quatsch! Das Wort stammt vom Lateinischen „studere“, das Deklinieren (und beim Verb das Konjugieren) leitet sich also auch aus dem Lateinischen ab: „studens“ ist das Partizip Präsens Aktiv von studere und ändert sich im Plural zu „studentes“ – was nach gefestigter philologischer Übung keinem genus (Geschlecht) zuzuordnen, also geschlechtsneutral ist. „Studentes“ sind, zumindest  für den Lateiner, also sowohl Männer als auch Frauen. Für „Studierende“ läßt die Philologie keinen Platz. Ob das die Grünen und Grüninnen bzw. Grünenden und Grünendinnen beeindruckt? Ich zweifle.

 

Europa-Rechnung für Anfänger

Die Karnevalszeit ist (leider) schon vorbei, aber es ist immer noch Zeit, tiefgreifende europäische Probleme humoristisch darzustellen. Ob´s nützt, weiß ich allerdings nicht. An  Hand der folgenden Geschichte wird die Dusselig der Deutschen im EU-Europa plastisch und einprägsam deutlich. Die Geschichte, die ich Stefan Will verdanke, geht so:

 

10 Männer – ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher – treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche. Sie speisten frohgemut zusammen und gerne auf etwas höherem Niveau. Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500 €. Die Gäste bezahlten ihre Rechnung so wie wir unsere Steuern. Und das sah ungefähr so aus:

* Vier Gäste (der  Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.

* Der Zypriot zahlte 1 €

* Der Franzose 5 €

* Der Österreicher 50 €

* Der Finne 80 €

* Der Holländer 100 €

* Der Zehnte (der  Deutsche) zahlte 264 €.

Das ging schon eine ganze Weile so. Immer wieder trafen sie sich zum Essen. Alle waren zufrieden, bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, als er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 € zu reduzieren, weil Sie alle so gute Gäste seien. Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 Freunde nur noch 450 €. Die Gruppe wollte unbedingt weiter so bezahlen, wie das bisher üblich war. Also änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50 € Ersparnis so aufteilen, daß jeder etwas davon hatte? Die Sechs stellten schnell fest, daß 50 € - geteilt durch sechs Zahler - 8,33 € ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Anteilen abzögen, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, daß sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, daß jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte, wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann, das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam Folgendes:

* der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlten ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).

 

* Der Franzose zahlte 3 €  statt 5 € (40% Ersparnis).

* Der Österreicher zahlte 45 € statt 50 € (10% Ersparnis).

* Der Finne zahlte 72 € statt 80 € (10% Ersparnis).

* Der Holländer zahlte 90 € statt 100 € (10% Ersparnis).

* Der Deutsche zahlte 239 € statt 264 € (11% Ersparnis).

 

Jeder der Sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher, und die ersten Vier aßen immer noch kostenlos. Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal, wie sie dachten.

„Ich hab´ nur 2 € von den 50 € bekommen“, klagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen: „Aber er kriegt 25 €!“

 

„Stimmt“, rief der Zypriot, „ich hab´ nur 1 Euro gespart, und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich.“

 

„Wie wahr“, rief der Österreicher, „warum kriegt er 25 € zurück und ich nur

5 €? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!“

 

„Moment ´mal“, riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener wie aus einem Munde, „wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!“

 

Wie aus heiterem Himmel gingen die Neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn. Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht mehr zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen Neun zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

 

Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!

Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

(Um Weiterleitung wird gebeten! Niemand soll behaupten können, er habe davon nichts gewußt!)  

 

Das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, einen schönen, sonnigen Vorfrühling und uns allen eine bessere Politik.

 

Mit herzlichen Grüßen,

 

Ihr Peter Helmes   

 

Und wie immer, ein kleines P. S.:

„Als Großstadtpartei muß sich die CDU Porz (Köln) zu ihren Werten bekennen. Hierzu gehören u. a. die Toleranz alternativer Lebensformen und die Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein vorbehaltloser Umgang mit dem Thema Migration/Integration ist ebenso wichtig wie eine faire Flüchtlingspolitik für alle betroffenen Personenkreise.“ Das klingt gewaltig nach „Die Grünen“, stammt aber von Henk van Bentheim, CDU-Stadtrat in Köln. Na, wenn das schon am grünen Holze geschieht… So macht sich die CDU im eigenen Haus zum Gegner.  

 

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