An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

Mehr dazu .....

 

 

 

 

   

Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

 Mehr dazu .....

 

 

Konservative Kommentare August 2014

Liebe Leser, 

an dieser Stelle veröffentliche ich regelmäßig einmal im Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden. Ich freue mich stets über Kritik und Anregungen, die Sie mir direkt (Peter.Helmes@t-online.de) zusenden können.

 

Kalte Progression – die heimliche Steuererhöhung

Die Steuerpolitik dieser Regierung setzt den Unfug der Vorgängerregierungen fort. Das unübersichtliche deutsche Steuerwesen ist selbst gestandenen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern ein Graus. „Niemand blickt mehr durch“, ist auch gängige Parole auf den Fluren der Finanzämter. Von Steuergerechtigkeit spricht schon lange niemand mehr.

 

Allmählich dampft der Wutkessel, und der Deckel beginnt, sich zu heben. Nun schlägt die Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU (MIT) Alarm. (Man sollte aber wissen, daß dieser selbsternannte „Wirtschaftsflügel der Union“ nicht gerade vor Kraft strotzt und sein Flügelschlagen bei Merkel sowie Schäuble regelmäßig ein müdes Grinsen hervorlockt.) Aber immerhin, er ist wach geworden.  

 

Anstoß bei den Mittelständlern erregt vor allem die sog. „Kalte Progression“. Dieses fiskalische Unding bewirkt bei steigendem Einkommen überproportional steigende Steuern und Sozialbeiträge, so daß trotz Einkommens- bzw. Lohnerhöhung im Extremfall sogar weniger in der Kasse bleibt. Was eigentlich nicht nur ein Skandal, sondern höchst  leistungsfeindlich ist, führt zwar bei geneigten Politikern ab und zu und hin und wieder zu Mitleid heuchelnden Solidaritätsbekundungen, geändert wurde bis heute nichts. Der „Mittelstandsbauch“ bleibt, und mit ihm bleiben die Bauchschmerzen.

 

Der bebauchte Wirtschaftsminister, Gabriel sein Name, wirft sich immer ´mal wieder öffentlichkeitswirksam in die Brust und verkündet, auch er halte am Abbau der Kalten Progression fest, zumal dies ohne Steuererhöhung machbar sei. Flugs erklärt – Klappe zu, Affe tot. Denn stante pede erhebt sein Kollege, der Finanzminister namens Schäuble,  Einspruch und widerspricht dem geschätzten Kollegen von der Wirtschaft. Ja, und Frau Kanzlerin sprang ihm, Schäuble, vor wenigen Tagen bei. Merkel hatte erklärt, mit der derzeitigen Finanzplanung ergäben sich "keine Spielräume, auch nicht im Bereich des Abbaus der Kalten Progression".  Wat dem eenen sin Uhl, is dem andern seen Nachtigall.

 

Eine denkbare und dringend nötige Änderung könnte durch die Einführung einer „Steuerbremse“ mit einer jährlichen, automatischen Angleichung der Tarifkurve an die Inflation sein. Denn die Kalte Progression ist im Kern eine heimliche Steuererhöhung. Die Union verkündet zwar lauthals seit Jahren, es dürfe keine Steuererhöhung geben; dann darf es aber auch keine heimliche geben. Also hilft nur der Abbau der Kalten Progression.  

 

Die Zeit drängt, wie ein simpler Blick in die Steuergeschichte unseres Staates zeigt: Vor fünfzig Jahren mußte man das Zwanzigfache des Durchschnitts verdienen, um den Spitzensteuersatz zu erreichen. Heute ist es rund das Eineinhalbfache. Wenn sich das nicht ändert, wird bald die Mehrheit der steuerzahlenden Bundesbürger zur „beneideten“ Klasse derer zählen, die den Spitzensteuersatz zahlen – ein Kuriosum besonderen Ranges.

 

Diese Regierung ist ein Greuel. Ich befürchte nur, daß die nächste nicht besser, sondern eher noch schlimmer wird. Denn „den Sozialismus in seinem Lauf….“

**************************************************************************

 

Zur Diskussion über „echte“ Sozialisten

Die Diskussion über die Frage, was ein „echter“ und was ein „nicht richtiger“ Sozialist ist (oder sein will), amüsiert mich immer wieder. Dieser Disput wird besonders gerne in den Reihen linker Organisationen geführt und ist Grundlage so mancher gegenseitigen Beschimpfung.

 

Wenn man die Sache nüchtern und nicht mit geifernder Ideologie betrachtet, ist es im Kern völlig unerheblich, ob die Linken „echte“ Linke, Sozialisten, Bolschewisten, Maoisten oder sonst was Kommunistisches sind. Viel wichtiger ist die Feststellung, daß sie – oder ob sie – „ihren“ Marx oder Lenin studiert haben und auf deren (Irr-)lehren fußen. Oder mehr noch, ob sie sich als Nachfolger dieser tugendhaften Demokraten fühlen.

 

Eine heikle Sache; denn sich mit Marxisten zu beschäftigen, führt zwangsweise auch zur Beschäftigung mit deren Moral, wobei man leicht zu der Erkenntnis gelangt, daß die Urväter, ethisch-humanitär gesehen, lediglich Maulhelden sind, deren eigentliche Moral in Frage gestellt werden kann – nachzulesen in der Urväter Schriften, nämlich der Marx/Engels Gesamtausgabe (MEGA 5, p. 227): „Die Kommunisten predigen überhaupt keine Moral…“

 

Jedenfalls zeigen die im Namen der „Sozialgerechten“ Marx und Engels von Lenin, Stalin,  Mao tse-tung, Pol Pot, Che Guevara & Genossen verübten Verbrechen, daß „soziale Gerechtigkeit“ alles andere ist als eine sozialistische Tugend. Die Sozialisten der Französischen Revolution wollten zwar aus humanitären Gründen „das Gute“, z. B. dem Proletariat aus dem Elend helfen, versanken aber letzten Endes in Blutbädern.

 

Marxisten aller Schattierungen sind eher zynisch, was ihre „soziale Ader“ betrifft, wie ihr Vorreiter Karl Marx. Sie beklagen Not und Elend – aber nicht, um sie zu lindern, sondern um sie für ihre eigene Ideologie zu mißbrauchen. Menschen wurden und werden gnadenlos verheizt, damit der Sozialismus (endlich) siegt. Dann sitzt ein fettgewordener Sozialist an der Tafel der Mächtigen und grunzt: „Es ist doch schön, zur herrschenden Klasse zu gehören.“ Da   liegt der Gedankensprung zu political correctness und Einheitsmensch nicht weit weg.

*************************************************************************

Spiegel: Ausländische Straftäter doch nicht kriminell?

Das war zu erwarten: Wenn mal wieder jemand die Stimme gegen den Islam und die Ausländerkriminalität erhebt, ziehen gewisse Medien gerne eine ablenkende Gegenfront auf. So weist der „Spiegel“ auf eine „neue“ Studie hin, die zwar schon fast zwei Jahre alt ist, aber dazu nützen könnte, die Bevölkerung zu beruhigen, einzulullen.

 

Populisten, so der „Spiegel“, wetterten oft gegen “Ausländerkriminalität” und schürten Ängste vor Zuwanderung. Jetzt aber zeige ein neues Gutachten: Junge Migranten begehen nicht mehr Straftaten als Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Und warum sitzen dann teilweise bis zu 90 Prozent Muslime in den Knästen? Eine Erklärung liegt auf der Hand: Jugendliche, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, werden nicht mehr als Migranten oder Ausländer erfaßt, sondern als Deutsche. Ergo sinkt deren Anteil an der Kriminalität, und der der Deutschen steigt.

 

Man kann Umstände schönreden. Oder man kann Umstände schönschreiben. Schönschreiben ist “nachhaltiger”, besonders wenn man seine geistigen Pollutionen in Gutachten gießt. Mit einem passenden Gutachten z. B. kann man alles Mögliche als “Wahrheit” verkaufen.  

 

Da ist es dann doch interessant, hinter die Kulissen des „Mediendienstes Integration“ zu blicken und herauszufinden, wer für das Gutachten verantwortlich zeichnet.  Kriminalwissenschaftler Dr. Christian Walburg will uns suggerieren, daß migrantische Jugendliche auch nicht mehr kriminell sind als autochthone Heranwachsende. Und jeder, der das Gegenteil glaubt, beobachtet oder recherchiert, ist ein “Hetzer”, also ein Rassist oder Nazi. Die Statistiken und Untersuchungen der letzten Jahre stützten nach Meinung Walburgs solche Vorurteile gegenüber Migranten nicht, wie sein „neues“ Gutachten zeige, das er im Auftrag des „Mediendienstes Integration“ verfaßt hatte.

 

Wenn man ein wenig googelt, findet man schnell den „Mediendienst Integration” und heraus, was da eigentlich zu melden wäre:

 

“Der Mediendienst ist ein Projekt des ´Rats für Migration e.V.` (RfM), einem bundesweiten Zusammenschluß von Migrationsforschern. Seit seiner Gründung setzt er sich für eine differenzierte Debatte über die Politikfelder Migration und Integration ein. Die Redaktion besteht aus  

 

 ■Ferda Ataman (Leitung),

 ■Rana Göroğlu (Redaktion)

 ■und Karim El-Helaifi (Redaktionsassistent)“

 

 

Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

(Quelle: journalistenwatch. Den Spiegel-Artikel finden Sie hier:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/kriminalitaet-von-migranten-laut-gutachten-nicht-hoeher-a-983536.html)

***************************************************************************

Fußball: Eine Anregung für die Politik

Nein, nein, dies wird keine Fußballglosse, zumal ich viel zu wenig von dem hehren Spiele  verstehe. Aber als patriotisch fühlender Mensch war mir die televisionäre Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft ein Herzensbedürfnis. Und dabei habe ich ´was gelernt. So höret:

 

Es hat mir imponiert, daß Bundeskanzlerin und Bundespräsident sich so deutlich zu Deutschland bekannt hatten, zumindest jedenfalls zu unserer Nationalmannschaft. Ist ja auch schon was, zumal – wie stets – sich die Kanzlerin nicht scheute, die schnaufenden und schwitzenden Nation-Repräsentanten in der intimen Kabine zu besichtigen. Dann drehten sich beide um und flogen nach Hause. Mich quält, daß ich bis heute nicht weiß, ob sie neben Freude auch eine Erkenntnis mitgenommen haben: Worauf gründet der Erfolg der deutschen Mannschaft? Und da fällt mir ein abgewandelter sozialistischer Spruch ein: „Von (…Stalin…)  lernen, heißt siegen lernen…“ Womit keinesfalls gesagt sein soll, daß dies irgendetwas mit der Deutschen Fußballmannschaft zu tun hätte.

 

Es ist, verehrte Leser, in diesem Falle ganz anders: Die deutsche Politik, die deutschen Parteien könnten vom Fußball, vom DFB, lernen, wie man „aufbaut“: Nachwuchsförderung, Motivation, Ziel! Diese Ziele hatte der DFB lange vernachlässigt, das Ergebnis waren zunehmend Reinfälle, Verluste bei internationalen Begegnungen. Es fehlte der vorsorgliche Blick in die Zukunft. Wenn das Augenmerk mehr auf die Gegenwart (oft auch nur auf die „glorreiche“ Vergangenheit) gerichtet ist, wird das nix mit einer guten Zukunft. Das wäre eine Grunderkenntnis gewesen, die unsere Regierenden hätten aus Brasilien mitnehmen können.

 

Wenn es darum geht, das Jetztsein zu stärken und allerlei Segnungen über das Volk auszukippen, ist ihnen der Beifall der Lebenden sicher. Die Kinder der Zukunft schauen dann aber mit dem Ofenrohr in die Alpen. Wer jetzt nicht in Bildung investiert, in Schule, Hochschule und Berufsbildung, darf sich bald eine tragfähige Zukunftsfähigkeit abschminken. Genau diese Falle haben die DFB-Oberen mit Klinsmann und Löw noch gerade rechtzeitig erkannt und den deutschen Fußball international wieder wettbewerbsfähig gemacht. Daß darunter der Ruf unseres Landes nicht gelitten hat, sondern aufpoliert wurde, nehme ich als „Kollateralschaden“ gerne in Kauf. Das heißt, das Prinzip sollte erst recht für die deutsche Politik gelten: Stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, investiert! Und Ihr werdet Erfolg ernten. Wenn Ihr das nicht kapiert, wird bald auch kein Geld mehr für Fußball zu verteilen sein.

***************************************************************************

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen weiterhin frohe Sommersonnentage, den Schutz Gottes und, wie stets an dieser Stelle,  uns allen eine bessere Politik.  

 

Mit herzlichen Grüßen und bestem Dank für Ihre Treue,

Ihr

Peter Helmes   

 

Und wie immer ein kleines P.S.:

Die EKD (Ev. Kirche) schreibt an ihre Einrichtungen einen gaaanz wichtigen Brief behufs der sehnlichst gewünschten Genderisierung, unter der Überschrift: „Wie das Weibliche und das Männliche gleichberechtigt zu benennen sind.“ Ich faß es nicht – ein „Hirtenbrief“ der Extraklasse! Unter anderem schlägt die EKD vor, sie (die EKD) nicht mehr als „Arbeitgeber“, sondern als „Arbeitgeberin“ zu bezeichnen. Es soll auch nicht mehr heißen: “Jeder Ehrenamtlicher“, sondern „alle Ehrenamtlichen“. Und aus „Spendern“ sollen „Spendende“ werden. Bleibt nur zu fordern, daß bitte schön die evangelischen Kirchenlieder konsequent genderisch umgetextet werden. Und es bleibt die Frage: Hat die Kirche sonst keine Probleme?

Heißt es nun nicht mehr „Blödmann“, sondern Blödfrau oder Blödleute oder so? Ich mein ja nur.

 

Peter Helmes, 1. August 2014

 

 Hier geht es zu den älteren "Konservativen Kommentaren" von Peter Helmes:

 

 

Hier Klicken.....   

 

 

So sieht Sie aus: 

Unsere aktuelle Ausgabe des DEUTSCHLAND-Magazin.

Fakten über den fundamentalistischen Islam, die sich sonst keiner zu sagen wagt.

Wenn Sie die vollständige Druckausgabe kostenlos und unverbindlich bestellen möchten, dann E-mail an info@konservative.de
 

oder Anruf unter
040 - 299 44 01
.


Kein Abo und
 

ohne jegliche Verpflichtung.