An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Kardinal Woelki mal so, mal so: böser Islam, guter Islam oder was?

 

Von Peter Helmes
 

Ganz ohne Zweifel, Kardinal Woelki ist mein Lieblingskirchenfürst, direkt nach Papst Franz und Kardinal Marx. Na ja, ich will ja nicht nach Äußerlichkeiten urteilen, aber wenn wir schon ´mal dabei sind: Woelki wirkt mir etwas zu asketisch, da gefällt mir Marx mit seiner Wohlbeleibtheit, seinem Cognac und seiner Zigarre schon besser, und dem Franziskus seine Späßchen sind auch lustiger. Aber Woelki hat das gewisse Etwas, das Neugierde weckt, jedenfalls in mir – geistig, versteht sich, nicht äußerlich. (Nun ja, Schmetterlingsgefühle wären ja auch nicht so ganz richtig.)

 

Diese meine Neugierde – man könnte sie auch „Unruhe“ nennen – beim Auftauchen des Namens Woelki kann ich auch in Worte fassen: „Was hat er denn nun wieder drauf? Mit was überrascht er uns denn heute?“ Denn seine Eminenz lieben Pirouetten. Die Wandlung vom ehedem „konservativen Bischof“ zum progressiven Kardinal hatte mir schon einiges Erstaunen abverlangt. Das ging schneller als beim Marx – und geräuschloser. Ja, der Woelki, der hat was! Und ich hab´s herausgefunden! War gar nicht schwer – jedenfalls nicht so schwer, wie seiner Eminenz geistlichen Turnübungen zu folgen (siehe auch: https://conservo.wordpress.com/2015/07/14/irrende-verwirrende-katholische-kirche/):

 

Woelki – das ist neu – vermittelt seinen (immer seltener werdenden) Schäfchen glaubwürdig den Zeitgeist, wie ihn sich unsere Gutmenschen gerne backen, so ganz nach ihren Vorstellungen – „Kirche von unten“ („oben“ sitzt ja keiner mehr). Ob Licht aus bei Pegida, Glockenläuten bei „rechten“ Demos (damit man nichts mehr hören kann), Grußbotschaften an die lieben Brüder und Schwestern im Ramadan, Muslima-Fürbitte im Dom oder Israel-Verunglimpfung – im geistlichen Kardinalsbauchladen ist für jeden etwas drin (nur nichts für gläubige Konservative, aber die will eh niemand).

 

Und nun das! Herr Jesus, da fällt es schwer, nicht zynisch zu werden! Derselbe Kardinal, der die Glocken läuten läßt und den Dom verdunkelt, wenn Pegida demonstriert, derselbe Kardinal, der ein freundschaftliches Verhältnis zu den lieben Moslems predigt und Grußbotschaften zum Ramadan verteilen läßt – derselbe heilige Mann macht jetzt auf Mahner in Sachen Christenverfolgung??? Wir lesen:

 

Kardinal Rainer Maria Woelki über Christenverfolgung im Nahen Osten

„Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat weltweite Repressalien gegen Christen angeprangert. Schon zu Zeiten der ersten Märtyrer hätten viele ihren Glauben mit dem Leben bezahlt, „aber es erschüttert mich immer wieder neu, daß selbst heute noch Christen skrupellos und rücksichtslos verfolgt werden“, sagte Woelki am Sonntag, 23. August, im Kölner „domradio“.
 

Laut aktuellen Schätzungen seien Christen mit gut 100 Millionen Betroffenen die am stärksten verfolgte Glaubensgruppe. „Diese Zahlen dürfen uns, die wir ohne Angst unseren Glauben leben können, nicht ruhig schlafen lassen.“

 

Besonders beklagte er die Gewalt gegen Christen im Irak. Sie lebten dort, wo einst der Garten Eden gewesen sein sollte, nach ihrer 2000 Jahre alten Tradition. Doch die Zustände seien spätestens wegen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) "alles andere als paradiesisch", sagte der Kardinal. "Wer von den fanatischen, selbsternannten Gotteskriegern des IS bedroht wird und nicht zum Islam übertritt, dem bleibt nur die Flucht."

 

„Ein Gebet hilft immer, es braucht aber auch die Tat.“ 

 

Woelki verwies auf den Gebetsaufruf des Papstes „für all die modernen Märtyrer“. Auch habe sich das Erzbistum Köln in der vergangenen Woche einer Aktion der französischen Kirche für verfolgte Christen angeschlossen. „Ein Gebet hilft immer, es braucht aber auch die Tat“, sagte der Erzbischof. Daher sei er dankbar für jeden Einzelnen, der sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für diese Christen einsetze“ (aus einer Meldung der KNA).

 

Ja, himmiherrgottsacra, habt Ihr´s gehört? Woelki sprach´s. Jawoll, Woelki! Als Christ, der von den vielen Christenverfolgungen hört, kommen einem die Tränen ins Auge. Wiewohl – Achtung: Pirouette! – neulich klang das bei dem Herrn Kardinal noch ganz anders. Da waren´s böse Israelis, die den armen Palästinensern die Luft abschnüren und die Christen dezimieren. 

 

Das „Christliche Forum“ berichtete, der Kölner Erzbischof habe sich „besorgt über die Lage in Israel und Palästina“ gezeigt. Es sei „schon bedrückend zu sehen, daß Palästina eingemauert ist.” (…) „…Als wäre dies nicht genug des politischen Unfugs, fügte er hinzu: „Es ist auch erschreckend zu sehen, wie viele Checkpoints dort sind, und wie Israel palästinensische Gebiete bei möglichen Unruhen absperren kann.“
 

Nachdem das Kölner Oberhaupt die Vorgehensweise der israelischen Seite “bedrückend” und “erschreckend” findet, ist er dann sogar noch “bestürzt” – und zwar weil “sich Israel des Landes, das den Palästinensern zusteht, bemächtigt und dort durch Siedlungsbau eingreift.” 
 

Die Krönung des israelfeindlichen Unsinns manifestiert sich in folgender Aussage des Kardinals: „Wir hatten hier 1948 noch zehn Prozent Christen, als der Staat Israel gegründet 

wurde. Gegenwärtig geht die die Zahl der Christen gegen ein bis zwei Prozent.“ 

(siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/04/17/koln-skandalose-auserungen-von-kardinal-woelki-gegen-den-staat-israel/). Was für ein Satz ist das denn? Haben etwa die Israelis im Nahen Osten die Christenverfolgung ausgerufen? Merkwürdige Logik! Ganz wolkiger Woelki!

 

Dann die nächste Pirouette: „Ein Gebet hilft immer, es braucht aber auch die Tat.“ Beherzt schritt Woelki zur Tat und veranstaltete im Hohen Dom zu Köln einen Soldatengottesdienst (katholisch „hl. Messe“ genannt – aber mit einer besonderen Zugabe: Eine Muslima durfte eine eigene Fürbitte vortragen – selbstverständlich nicht ohne ihrem Allah – gepriesen sei sein Name – die gebührende Ehre zukommen zu lassen. Mitten im Kölner Dom! Mitten unter deutschen Soldaten!

 

Selbst kath.net meint: „Wer auch immer für die mißglückte Fürbitte verantwortlich war – so etwas sollte sich nicht wiederholen. Wie kam es überhaupt dazu, eine Muslimin eine Fürbitte lesen zu lassen? Eine Eucharistiefeier ist schließlich keine interreligiöse Dialogveranstaltung.“

 

Und dann noch das: Kardinal Woelkis Grußwort der Kirchen in NRW zum Ramadan

Köln / NRW. In einem gemeinsamen Grußwort haben in diesem Jahr die evangelischen Kirchen und die katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen den muslimischen Gläubigen einen segensreichen Ramadan gewünscht. „Möge diese Zeit ein hoffnungsvolles Licht in unsere Welt werfen, die unter Krieg und Ungerechtigkeit leidet“, heißt es in dem Schreiben an die Verantwortlichen muslimischer Gemeinschaften.
 

In ihrem Grußwort rufen die Kirchen Muslime und Christen in Deutschland auf, sich gemeinsam gegen Extremismus zu stellen und die Demokratie und das friedliche Zusammenleben zu stärken. „Gerade in einer Gesellschaft, in der viele Menschen der Religion gegenüber kritisch sind, ist es unsere Aufgabe, die menschenfreundlichen Werte unserer Religionen immer wieder neu ans Licht zu bringen“, heißt es in ihrer Grußbotschaft. „Diese Schätze der islamischen und christlichen Traditionen sollten in der religiösen Erziehung und im spirituellen Leben unserer Gemeinden, aber auch im Alltag sowie in der akademischen Lehre und Forschung deutlich werden.“
 

Die Kirchen weisen in ihrem Schreiben besonders auf die gemeinsame Verantwortung für die Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisenregionen hin. „Ihre Verletzungen können kaum heilen, wenn Rechtsextreme und Islamisten den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben und sich die Konflikte aus den Heimatländern bis in die Flüchtlingsheime fortsetzen.“ Flüchtlinge hätten eine Chance, wieder Vertrauen zu gewinnen, „wenn wir als Muslime und Christen unsere Verbundenheit über die Religionsgrenzen hinweg in dieser Gesellschaft spürbar werden lassen“, schreiben die Kirchen in ihrem Grußwort zum Ramadan.

 

Die acht Unterzeichner des „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) überschriebenen Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Bistum Aachen), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland). 

 

Was, Himmel noch ´mal, verstehen diese hochwürdigen Herrn denn unter „Schätze der islamischen (…) Traditionen“? Christenköpfe abhacken, Frauen vergewaltigen und dann töten, Kinderkörper bei lebendigem Leib auseinanderreißen, „Ungläubige“ in Käfige sperren und dann anzünden…? Und dergleichen Grausamkeiten mehr. Sind das „Schätze der islamischen Traditionen“? Was hat die Kirchenmänner bloß geritten, ein solches Grußwort zum Ramadan abzusondern, wobei sie – es klingt wie Hohn – auch noch „die menschenfreundlichen Werte unserer Religionen“ hervorheben. Das irritiert nicht nur jeden Rechtgläubigen, mehr noch, das darf man gewiß als skandalös bezeichnen.
 

Was hatte Woelki am letzten Sonntag (s. o.) noch geäußert: „aber es erschüttert mich immer wieder neu, daß selbst heute noch Christen skrupellos und rücksichtslos verfolgt werden“. Aufwachen, Eminenz, aufwachen! Diese Christen wurden und werden verfolgt von den Moslems, denen SIE den Teppich ausrollen

 

Es ist alarmierend zu sehen, wie große Teile des deutschen Klerus den Moslems nachrennen. Verehrter Herr Kardinal, „Klugheit ist eine Kardinaltugend, aber nicht immer eine Tugend der Kardinäle.”

 

Und im Dom gehen die Lichter aus…

28.08.2015