An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

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Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

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Christenverfolgung: Alle fünf Minuten muss ein Christ sterben, weil er Christ ist.

 

Von Peter Helmes 

 

In einer neuen Publikation*) des Vereins „Die Deutschen Konservativen“ nimmt der Autor (PH) keine Rücksicht auf „Gefühle“. Schonungslos stellt er auf knapp 100 Seiten die grausamsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen andere Religionen denn des Islams dar. Menschliche Tragödien, staatliches Versagen, kirchliches Versagen, Versagen der sog. Demokratischen Staaten – aber bespricht auch die enormen Hilfen, die von eben diesen Staaten, Kirchen und Hilfsorganisationen geleistet werden. (siehe auch 

 

100 Millionen verfolgte Christen in 50 Ländern

Seit Jahren macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) systematisch Jagd auf Andersgläubige – wer nicht zum Islam übertritt, wird getötet. "Ihr habt drei Möglichkeiten: den Islam annehmen, einen Vertrag als Dhimmis (Menschen mit eingeschränktem Rechtsstatus) oder das Schwert", so lautet eine belegte Aussage der IS.

 

Zwar ist die Christenverfolgung inzwischen stärker in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt; sie ist aber mitnichten ein regionales oder gar temporäres Phänomen. Laut der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wird weltweit alle fünf Minuten ein Christ aufgrund seines Glaubens getötet. Der Verein Open Doors, der sich für verfolgte Christen einsetzt, schätzt, dass derzeit rund 100 Millionen Christen in 50 Ländern von Verfolgung und Diskriminierung betroffen sind. Und die Liste der Länder ist lang: Somalia, Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen ... Die 50 am stärksten betroffenen Staaten veröffentlicht der Verein jährlich im Weltverfolgungsindex. Und der zeigt: Neun der zehn führenden Länder sind muslimisch.

 

Es ist unvorstellbar, was vor den Augen der ganzen Welt vor sich geht. Die Greuel sind so entsetzlich, daß viele Menschen wegschauen oder sie nicht sehen wollen. Die Brutalität, mit der jetzt Islamisten gegen Christen bzw. „Nichtgläubige“ vorgehen, kennt kaum ein Beispiel in der Geschichte – weder bei den blutrünstigen römischen Kaisern noch bei Kommunisten des Schlages eines Mao Tse-tungs, Pol Pots oder Stalins. Es ist eine neue Dimension menschlicher Abgründe – angeführt von Menschen in Teufelsgestalt, die Fratze Satans.  Diese  Christenverfolgung übertrifft fast alles bisher menschlich Bekannte und Vorstellbare.
 

Sehr grob gefaßt kann man einen Überblick über die weltweite Christenverfolgung so zusammenfassen:

 

*  In islamischen Ländern ist sie eine Folge des Hasses gegen die „Ungläubigen“, die der Islam predigt – weshalb es auch Unfug ist, eine Trennung von (gutem) Islam und (bösem) Islamismus vorzunehmen. Beide berufen sich auf den für alle gleichen Koran. Der Islam hat nach einer Schätzung des Shoebat-Institutes in seiner rd. 1400-jährigen Geschichte etwa 270 Millionen „Ungläubiger“ ums Leben gebracht, derzeit in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 100.000 Menschen. Der (nicht erklärte) Krieg des ISIS ist nichts anderes als ein Feldzug, eine Kriegsoffensive zur Verbreitung des Islam und damit zur Ausrottung der „Ungläubigen“. Ein „friedlicher“ Islam läßt sich damit nicht vereinbaren.

 

* In atheistischen oder Ländern mit anderen Religionen ist es mangelnde Toleranz, die zur Christenverfolgung führt. Dazu gehören insbesondere Länder wie Nordkorea, die Volksrepublik China oder Kuba.
 

* In vor allem südamerikanischen Ländern ist es die Mafia – oder verwandte Strukturen – die vor allem Geistliche (Priester, Prediger usw.) umbringt, weil diese in den Slums für Gottes Gebote werben und somit die „Kreise“ der Verbrecher z. T. erheblich stören. In den riesigen Slums am Rande der Millionenstädte in Brasilien oder Kolumbien werden immer häufiger Geistliche umgebracht, weil ihre Seelsorge- und Sozialarbeit den Interessen des organisierten Verbrechens zuwiderläuft. 

Erfahren Sie mehr in der in Kürze erscheinenden Publikation!

*) Peter Helmes: „Die Christenschlächter – ein weltweiter Krieg“, Die Deutschen Konservativen, Postfach 760309,22053 Hamburg,Tel.:040/2994401, Fax:040/2994460,  info@konservative.de, www.konservative.de

 

Nun macht der Autor des weltweit tätigen „Gatestoneinstituts“, Raymond Ibrahim, ebenfalls sehr deutlich, wie grausam und allumfassen die Christenverfolgung in islamischen Staaten vor sich geht:

 

Dschihad gegen Kirchen – Muslimische Verfolgung von Christen

 von Raymond Ibrahim
 

"Kirchen zu zerstören, ist erlaubt – solange die Zerstörung nicht Muslimen schadet, etwa indem falsche Gerüchte entstehen, dass Muslime Christen verfolgen", sagt Dr. Jusuf al-Burhami, ein führender salafistischer Kleriker aus Ägypten.

 

"Die Kinder wurden von den Eltern getrennt und in Käfige gesperrt. Erwachsene, die ihren Glauben nicht leugnen, werden enthauptet, ihre Kinder in den Käfigen bei lebendigem Leib verbrannt", sagt Schwester Monique aus der Gemeinschaft der vinzentinischen Töchter der Barmherzigkeit in Syrien.

 

"Die Polizei nahm meinen Sohn Zubair fest und folterte ihn vor meinen Augen. Als Zubair vor Schmerzen schrie, sagten sie ihm, dass sie ihn nur freilassen würden, wenn ich den Diebstahl gestehen würde ... Ich sagte der Polizei immer wieder, dass ich mit dem besagten Diebstahl nichts zu tun hätte, dann warfen sie mich aus der Polizeiwache raus ... Am nächsten Tag fanden wir Zubairs Leiche vor unserem Haus." Aysha Bibi, über den Versuch der pakistanischen Polizei, ein Geständnis über einen Diebstahl aus ihr herauszupressen, den sie nicht begangen hatte.

 

Am Sonntag, den 15. März 2015, als christliche Kirchen überall auf der Welt Gottesdienst feierten, wurden zwei Kirchen in Pakistan – eine katholische, eine protestantische – von islamistischen Selbstmordbombern angegriffen. Mindestens 17 Menschen wurden getötet, mehr als 70 verletzt.

 

Die Taliban bezichtigten sich der Tat. Es ist anzunehmen, dass die Gruppe auf eine viel größere Zahl von Toten gehofft hatte, denn zum Zeitpunkt der Explosionen hielten sich in den beiden Kirchen fast 2.000 Menschen auf.

 

Augenzeugen berichten, zwei Selbstmordbomber hätten sich den Eingängen der beiden Kirchen genähert und versucht, hineinzugelangen. Als sie angehalten wurden – in einer der beiden Kirchen von einem 15-jährigen christlichen Jugendlichen, der sich ihnen in den Weg stellte – sprengten sich die islamischen Dschihadisten in die Luft. Zeugen sahen "Körperteile durch die Luft fliegen".

 

Laut einer offiziellen Stellungnahme der Gerechtigkeits- und Friedenskommission der pakistanischen Bischofskonferenz hätten die Behörden aller Drohungen zum Trotz, die die Kirchen erhalten hatten, nur für "minimale" Sicherheitsvorkehrungen gesorgt.

 

Wie in anderen Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit sind Kirchen in Pakistan Angriffen ausgesetzt. Am 22. September 2013 betraten islamische Selbstmordbomber kurz nach der Sonntagsmesse die Allerheiligenkirche in Peshawar, sprengten sich mitten unter den etwa 550 Gemeindemitgliedern in die Luft und töteten fast 90 Gläubige. Darunter waren viele Kinder, die den Kindergottesdienst besucht hatten, Frauen und Mitglieder des Kirchenchors. Mindestens 120 Menschen wurden verletzt.
 

Ein Gemeindemitglied erinnert sich: "Körperteile waren über die ganze Kirche verstreut." (Eine Vorstellung davon, wie es nach einem Selbstmordanschlag auf Kirchen aussieht, vermitteln diese drastischen Fotos.)

 

2001 stürmten islamische Milizionäre die protestantische St. Dominikus-Kirche, eröffneten das Feuer auf die Gottesdienstbesucher und töteten mindestens 16 Gläubige, mehrheitlich Frauen und Kinder.

 

Im Folgenden eine unvollständige Auflistung der muslimischen Verfolgung von Christen in aller Welt, sortiert nach Themen und nach Ländern in alphabetischer Reihenfolge, nicht notwendigerweise nach Ausmaß und Schwere:

 

Muslimische Angriffe auf christliche Kirchen und Klöster

Zentralafrikanische Republik: In der nördlichen Provinz Nana Grebizi werden bei Angriffen schwerbewaffneter muslimischer Hirten auf zahlreiche Dörfer mindestens acht Kirchen niedergebrannt. Dabei werden zwei Christen getötet, unter ihnen ein Pfarrer; ein weiterer Christ wird schwer gefoltert. Nach dem Gemetzel legen die islamischen Hirten Feuer und plündern den Besitz der ansässigen Bevölkerung. Das Feuer zerstört die landwirtschaftlich genutzte Fläche des Landstrichs, mindestens acht Kirchen, etliche weitere Missionszentren und eine unbekannte Zahl christlicher Wohnhäuser.
 

Ägypten: In den frühen Morgenstunden des 9. März wird die koptisch-katholische Kirche von Kafr el-Dawar von Bewaffneten angegriffen. Sie zünden im Gotteshaus einen Sprengsatz. Zwei Polizisten müssen nach dem Anschlag im Krankenhaus behandelt werden. In einem Video, das im März unabhängig von diesem Vorfall auftaucht, sagt Dr. Jusuf al-Burhami, ein führender Kleriker von Ägyptens salafistischer Bewegung: "Kirchen zu zerstören, ist erlaubt – solange die Zerstörung nicht Muslimen schadet, etwa indem falsche Gerüchte entstehen, dass Muslime Christen verfolgen, und diese Gerüchte dann zu einer [ausländischen] Besatzung führen." Er fügt hinzu: "Der Grund, warum wir erlauben, dass ihre [Kirchen] gebaut werden, gemäß dem Verfassungsartikel, der die Religionsausübung betrifft, und der Grund, warum wir von den Christen nicht die jizya [Tribut] kassieren, ist, dass der Zustand der Muslime in der derzeitigen Ära unter den Nationen der Welt wohlbekannt ist: die Muslime sind schwach, und ihre Macht lässt immer mehr nach." Als die arabischen Muslime Ägypten im siebten Jahrhundert zum ersten Mal erobert hätten, erklärt Burhami weiter, sei das Volk christlich gewesen, und da der Muslime nur wenige waren, sei es erlaubt worden, dass die koptischen christlichen Kirchen blieben – "genau so, wie der Prophet den Juden in Khaibar erlaubt hatte zu bleiben, nachdem er es geöffnet [erobert] hatte; sobald aber die Muslime in ihrer Stärke und Zahl gewachsen waren, vertrieb [der zweite Kalif] Omar al-Khattab sie [die Juden], gemäß dem Befehl des Propheten: 'Vertreibt die Juden und Christen von der Halbinsel.'"

 

Deutschland: In Bremen wird ein potenzieller dschihadistischer Anschlag auf den Dom und eine Synagoge durch den Einsatz der Polizei vereitelt. Die Polizei bewacht den Dom und die Synagoge und durchsucht ein örtliches muslimisches Kulturzentrum.

 

Irak: Nördlich von Mossul sprengen Militante des Islamischen Staats eine chaldäisch-katholische Kirche aus dem 10. Jahrhundert und planieren einen nahe gelegenen Friedhof. Laut Nineveh Yakou – einem assyrischen Archäologen und Direktor für Kulturerbe der Organisation A Demand for Action – wird das St. Georgs-Kloster vom IS "ausgelöscht". Das Gebäude war von der assyrischen Kirche im 10. Jahrhundert errichtet worden und 1846 von der chaldäisch-katholischen Kirche zu einem Priesterseminar umgebaut worden. "Das derzeitige Kloster wurde auf einer archäologischen Stätte errichtet, die alte assyrische Ruinen enthielt. Es war ein wichtiges Anschauungsbeispiel für die Kontinuität von der assyrischen Kultur zu unserer", so Yakou. "ISIS löscht das kulturelle Erbe des Irak aus. Das Kloster war als Kulturerbe klassifiziert. Es handelt sich um eine kulturelle und ethnische Säuberung."
 

Kenia: In Maramande zünden Muslime aus dem benachbarten Somalia am 28. Februar eine christliche Kirche an. Dieselbe Kirche war am 5. Juli 2014 schon einmal in Brand gesteckt, danach aber wiederaufgebaut worden. Der Pastor sagt: "Diese Leute wollen kein Christentum in dieser Gegend ... Sie wollen mich erledigen, damit es für das Christentum hier keine Zukunft gibt. Doch ich werde weiterhin meinen Blick zu Gott wenden und ihn um Hilfe bitten." Die Zeitung Morning Star News berichtet: "Die Gewalt an Kenias Küstenregion ist in den letzten Jahren eskaliert. Am 11. Januar erschoss ein Bewaffneter im Großraum Mombasa einen Christen am Eingang einer Kirche, weil er ihn offenbar für den Pastor gehalten hatte. Nach Polizeiangaben könnte es sich bei den Angreifern um Mitglieder derselben Terrorzelle islamischer Extremisten in Mombasa handeln, die schon in der Vergangenheit Anschläge mit Granaten und Schusswaffen verübt hat."

 

Libanon: Unbekannte Personen brechen in die Mar-Elias-Kirche, eine alte maronitische Kirche im Bekaa-Tal ein. Sie zerstören eines der Kirchenfenster und den Fußboden, indem sie in der Nähe des Altars ein Loch graben. Nach Angaben des maronitischen Bischofs Joseph Mouwad sind die meisten sakralen Gegenstände intakt und wurden nicht entwendet. Stattdessen "brachen sie die Fliesen heraus und gruben den Boden auf, anscheinen suchten sie nach etwas, wenn wir auch nicht wissen, wonach." Fingerabdrücke und Zigarettenstummel wurden entdeckt.
 

Muslimische Massaker an christlichen "Ungläubigen"

Zentralafrikanische Republik: Ein Streit zwischen einem Taxifahrer und seinem muslimischen Fahrgast führt in der Hauptstadt Bangui zu einem Massaker an mindestens 16 Christen. Ein muslimischer Mann namens Aladji hatte ein Motorradtaxi herangewinkt und wollte in den mehrheitlich muslimischen Distrikt von Bangui gebracht werden. Er trug eine Tasche mit Granaten bei sich. Unterwegs hatte das Motorrad eine Panne. Der Fahrer hielt an, um sich um den Schaden zu kümmern, doch der aufgebrachte Fahrgast zog ein Messer und wollte auf ihn einstechen. Der Fahrer überwältigte Aladji und tötete ihn. Nachdem dessen Leichnam aufgefunden wurde, marschieren Muslime in den christlichen Teil der Stadt und metzeln mindestens 16 Christen hin – manche der Opfer werden enthauptet. Die Behörden verhaften zehn Mitglieder von Seleka, der fast ausschließlich muslimischen Rebellengruppe.
 

Libyen: Zwei Monate, nachdem der Islamische Staat in Libyen ein Video veröffentlicht hatte, auf dem zu sehen war, wie 21 koptischen Christen die Köpfe abgeschnitten werden, weil sie "Ungläubige" und "Anbeter des Kreuzes" waren, werden weiterhin Kopten angegriffen und getötet. Seit der Veröffentlichung des Videos Mitte Februar sind in Libyen mindestens 35 weitere Kopten verschwunden. Außerdem wird am 2. März in einem Vorort von Mechili im Osten Libyens der kopflose Leichnam eines anderen ägyptischen koptischen Christen entdeckt. Ein ägyptischer Professor behauptet, der IS nehme die Rechtfertigung für das Abschlachten von Christen in Libyen aus einem Buch, das übersetzt Christen im Koran heißt. Der Autor des Buches ist Mahmoud Lutfi 'Amr, Präsident einer Organisation namens Damanhur's Ansar al-Sunna al-Muhammadiya ("Die Anhänger von Mohammeds Beispiel"). Das Buch wird überall in Ägypten offen in Buchläden verkauft.
 

Nigeria: Weil sie darüber verärgert sind, dass Aufpasser der katholischen Kirche St. Peter im Bundesstaat Kaduna es wagen, als Schutzvorkehrung gegen Angriffe von Dschihadisten eine Straßenblockade zu errichten, eröffnen nigerianische Soldaten am 8. März das Feuer und töten während des Sonntagsgottesdienstes fünf Gemeindemitglieder. Der Gottesdienstbesucher Christopher Mamman sagt: "Ein Soldat trat an unsere Brüder heran, die während der Sonntagmorgenmesse eine Blockade auf jener Straße errichtet hatten, die zu unserer Gemeinde führt, und befahlen ihnen, die Blockade zu entfernen. Die Brüder sagten den Soldaten, dass der Gottesdienst im Gang sei und sie die Blockade entfernen würden, sobald die Messe zu Ende sei, aber die Soldaten waren mit dieser Erklärung nicht zufrieden." Es muss angemerkt werden, dass bereits Hunderte christlicher Kirchen während der Sonntagsmesse angegriffen und Christen massakriert wurden – dies war der Grund für die Straßenblockade vor der Kirche. Dessen ungeachtet kehren die Soldaten zehn Minuten später mit anderen Soldaten zurück: "Sie stürmten in die Gemeinde und schossen auf die Gläubigen in der Kirche", sagt Mamman. "Fünf unserer Gemeindemitglieder wurden von den Schüssen getötet, viele andere verletzt. Ein Christ aus einer anderen Kirche wurde ebenfalls getötet, als der Vorfall eskalierte und die ganze Stadt ergriff."

 

Pakistan: Eine christliche Mutter beschuldigt die Polizei, ihren Sohn zu Tode gefoltert zu haben, um das Geständnis eines Diebstahls von ihr zu erpressen, den sie nicht begangen hat. Zubair Masih wird am 9. März auf einem christlichen Friedhof in Lahore unter großem Polizeischutz beerdigt. Er war zwanzig. Sein verstümmelter Leichnam war am Abend des 7. März vor seinem Haus in Lahores Shamsabad-Sektor aufgefunden worden. Seine Mutter, Aysha Bibi, hatte bis zum 20. Februar als Dienerin im Haus von Abdul Jabbar gearbeitet. Als sie den Dienst bei Jabbar kündigte, sei ihr der Lohn vollständig ausgezahlt worden, sagt sie. Am 4. März aber habe sie einen Telefonanruf von Jabbars Frau erhalten, die sie bat, noch einmal zu ihnen zu kommen, um einige Arbeiten zu verrichten. "Als ich dort ankam, brachte mich Jabbar auf die Polizeiwache Harbanspura, wo mir gesagt wurde, dass ich aus Jabbars Haus Sachen gestohlen hätte", sagt Bibi. "Jabbar schlug mich auf der Polizeiwache, während mich die anwesenden Polizisten beschimpften und mich zwingen wollten, zu gestehen, dass ich 35.000 Rupien (etwa 300 Euro) und Goldornamente von 100 Gramm Gewicht gestohlen hätte." Am 6. März, sagt sie, "nahm die Polizei meinen Sohn Zubair fest und folterte ihn vor meinen Augen. Als Zubair vor Schmerzen schrie, sagten sie ihm, dass sie ihn nur freilassen würden, wenn ich den Diebstahl gestehen würde. ... Ich sagte der Polizei immer wieder, dass ich mit dem besagten Diebstahl nichts zu tun hätte, dann warfen sie mich aus der Polizeiwache raus, während sie Zubair weiter dort festhielten. Am nächsten Tag fanden wir Zubairs Leiche vor unserem Haus." Menschenrechtsaktivisten sagen, die Anschuldigungen ihres ehemaligen muslimischen Arbeitgebers seien merkwürdig, weil er eine Woche lang gewartet habe, ehe er bei der Polizei Anzeige erstattete.
 

Uganda: Am 8. März stirbt ein 16-jähriges Mädchen, das vor einem muslimischen Onkel geflohen war, der sie und ihre Schwester geschlagen hatte, weil sie zum Christentum übergetreten waren, unter mysteriösen Umständen – einen Tag, nachdem muslimische Verwandte, die nach ihr gesucht hatten, sie gefunden hatten. Namwase Aisha stirbt im Iganga Hospital, wo sie sich von einer Malariainfektion erholte. Sie war am 2. März aufgenommen worden und hatte auch Behandlung wegen der Kopfverletzung erhalten, die sie am 1. Februar erlitten hatte: Damals hatte ihr Onkel sie und ihre Schwester mit einem hölzernen Stab geprügelt und beide für drei Tage ohne Nahrung in ein Zimmer eingesperrt. Eine Quelle besagt: "Am Samstag [den 7. März], entdeckten muslimische Verwandte ihren Aufenthaltsort und gingen zu dem Krankenhaus, nachdem sie zuvor wochenlang nach ihr gesucht hatten. ... Aisha regierte sehr gut auf die Medikamente, doch am Sonntagmorgen wurde sie nach der Einnahme der Medikamente rastlos und fragte sich, was mit ihr passiert sein könnte." Ihr Zustand verschlechterte sich weiter, bis sie starb, sagt ein Pastor, der sich um sie gekümmert hatte: "Wir haben den Verdacht, dass der Tod unserer Schwester Aisha in Zusammenhang stehen könnte mit der Medizin, die ihr am Sonntagmorgen verabreicht wurde, die wiederum in Zusammenhang steht mit der Ankunft der muslimischen Verwandten am Samstag." Kirchenvertreter erwogen, gegen das Krankenhaus Anzeige zu erstatten, sehen jedoch davon ab, da dies zu weiteren Spannungen mit Muslimen führen könnte, wie sie sagen.

 

Aisha erhält ein christliches Begräbnis in der Nähe des Orts, zu dem sie sich geflüchtet hatte. "Als wir Aisha zu der Begräbnisstätte brachten, war ihr Körper aufgedunsen und roch nach Medikamenten, was ein Anzeichen dafür ist, dass ihr möglicherweise eine unbekanntes Mittel injiziert wurde", sagt der Pastor. Zwei Jahre zuvor war schon einmal jemand von seiner muslimischen Familie angegriffen worden, nachdem er zum Christentum übergetreten war. Seine Tante hatte sein Getränk mit Insektiziden vergiftet.

 

Dhimmitum: Allgemeine Geringschätzung und Feindschaft

Ägypten: "Unbekannte Personen" zünden in dem Dorf Dalga, Minya, in Oberägypten, das geparkte Auto von Bruder Ayub Yusif, dem Priester der koptisch-katholischen Kirche Sankt Georg, an. Als die Behörden das Feuer löschen, ist das Auto bereits völlig verkohlt. Dalga war schon früher Tatort zahlreicher Angriffe auf Christen. Im September 2013 etwa zwangen Anhänger der Muslimbruderschaft koptische Haushalte, die jizya zu zahlen – islamisches "Schutzgeld", das von Christen und anderen Nichtmuslimen erpresst wird, die dem Islamischen Staat unterworfen sind. Damals beschwerte sich Bruder Ayub über die Misshandlung der Christen des Dorfes.
 

Kasachstan: Ein von Christen in dem Dorf Sychevka in der Region Pavlodar geführtes Therapiezentrum für Drogen- und Alkoholabhängige muss eine Geldstrafe bezahlen und wird für drei Monate geschlossen, nachdem ein Gericht ein Urteil gefällt hat, in welchem es behauptet, das Zentrum verübe "illegale Aktivitäten", darunter Gottesdienste. Der Vorwurf, den das Zentrum zurückweist, folgt auf eine Razzia am 9. März, bei der die Polizei 18 christliche Bücher und anderes Material beschlagnahmt hatte. Das Zentrum beherbergt 14 Bewohner, die alle aus freien Stücken dorthin gekommen sind und jederzeit gehen können. Acht der Bewohner verließen im vergangenen Jahr – durch etliche Verhöre verängstigt – kurz nach einer Polizeirazzia das Zentrum.

 

Kenia: Muslime aus Somalia greifen zwei christliche Zwillinge, Bruder und Schwester, in ihrer Wohnung an. Der Bruder (dessen Name nicht veröffentlicht werden soll) sagt: "Die Angreifer klopften an die Tür. Als meine Schwester die Tür öffnete, wurde ihr mit einem stumpfen Gegenstand auf die Stirn geschlagen. Meine Schwester fiel schreiend zu Boden, ich rannte ihr zu Hilfe. An der Tür wurde mir auf die rechte Hand geschlagen, ich fiel hin." Als Nachbarn herbeieilten, flohen die Somali sprechenden Angreifer. Einer der Nachbarn hörte sie noch rufen: "Wir wollen keine rauhaarigen [Schmähbegriff für Kenianer] Christen in unserer Region – sie sollen gehen, wo sie hergekommen sind. Wir kommen bald wieder." Vor weniger als einem Jahr wurde der Vater der Zwillinge ermordet, ebenfalls von Somali sprechenden Muslimen.

 

Syrien: Die Internationale Gesellschaft von St. Vincenz de Paul, eine katholische Organisation, berichtet, dass einige ihrer Mitglieder in Syrien vom Islamischen Staat entführt wurden. Den Erwachsenen wurde angedroht: Sollten sie ihren christlichen Glauben nicht leugnen, würden sie enthauptet und "ihre Kinder in Käfigen lebendig verbrannt". Schwester Monique von der Gemeinschaft der vinzentinischen Töchter der Barmherzigkeit in Syrien, sagt: "Am späten Sonntagnachmittag des 1. März 2015 erhielt ich eine Botschaft von M. Francoise, einer Delegierten der Internationalen Gesellschaft von St. Vincenz de Paul [in Rom]. Es gelang mir, sie telefonisch zu erreichen. Sie war auf dem Weg nach Paris und ohnmächtig geworden wegen der Mitteilung, die sie gerade bekommen hatte: Mitglieder der Gesellschaft von St. Vincenz de Paul in Syrien sind entführt worden, zusammen mit ihren Frauen und Kindern. Die Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und in Käfige gesperrt. Erwachsene, die ihren Glauben nicht leugnen, werden enthauptet und ihre Kinder in den Käfigen bei lebendigem Leib verbrannt." Das Schicksal der meisten dieser entführten Christen, weit über 200, ist weiterhin unbekannt. Quelle: http://de.gatestoneinstitute.org/5993/dschihad-gegen-kirchen / Englischer Originaltext:  „Jihad on Churches“, Übersetzung: Stefan Frank

Peter Helmes,19.06.15