An dieser Stelle veröffentlicht Peter Helmes regelmäßig kritische Kommentare zu Themen, die in den Medien selten, gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

 

Mehr dazu .....

 

 

 

 

   

Dr. Wolfgang Thüne,  

früherer ZDF-Wetterexperte, ist den Deutschen Konservativen eng verbunden. Er schreibt für unser DEUTSCHLAND-Magazin und veröffentlicht hier regelmäßig seine Kolumne „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“. Wissenschaftlich fundiert und spannend zu lesen.
 

 Mehr dazu .....

 

 

Betreuungsgeld – Tränengas für Gutmenschen,  

effektiv und reizend

 

Von Peter Helmes

 

Es gibt politische Themen, die ganz offensichtlich zu Meinungsmache, Fälschungen und Manipulationen verführen. Dazu gehört neuerlich das Betreuungsgeld. Hier liegt der Teufel aber nicht, wie so häufig, im Detail, sondern schlicht in ideologischer Verblendung.

 

Man kann ja verstehen, daß die Linksgrünen gegen das Betreuungsgeld giften; denn diese echte staatliche Segnung hat sich gegenüber den Anfangsvermutungen zu einem Renner entwickelt und ist zu einem Erfolgsmodell geworden. Ab heute, 1.8., gilt der neue Fördersatz von 150 €uro für Kinder unter drei Jahren. Und die Nachfrage wächst. Das heißt, daß immer mehr Kleinkinder in den ersten, wichtigsten Jahren ihrer Entwicklung bei den Eltern bleiben können und nicht in einer staatlichen Einrichtung (Kita) einer vom Staat verordneten „besonderen“ Erziehung und Bildung ausgesetzt werden.

 

Das ist Tränengas pur für die ideologischen Väter (und Mütter) einer „Ganztags-Bildung und -Verwahrung“ durch einen bevormundenden Staat. Der staatspaternalistische Politreflex feiert Wiederauferstehung. Nun werden die allermerkwürdigsten Argumente herbeigeschafft, um nachweisen zu können, das Betreuungsgeld sei des Teufels:

 

Inkonsequente Einstellung zu Migranten

So würde z. B. die neue „Herdprämie“ bei „bildungsfernen“ Eltern und Migranten den falschen Anreiz setzen, ihre Kleinkinder nicht in die Kita zu schicken. Damit würde diesen Ausländerkindern eine bessere Bildung genommen, ihre Chancengleichheit geschmälert und die geforderte Chancengerechtigkeit unterlaufen. Was ist das denn für eine Argumentation? Dieselben Gutmenschen, die immer und überall für die Achtung vor Migranten kämpfen, erklären somit Eltern mit ausländischen Wurzeln offenbar für unfähig, ihre Kinder ordentlich zu erziehen. Aber die Erkenntnis, daß Kleinst- und Kleinkinder in der Frühphase ihres Lebens besser und geborgener bei ihren Eltern aufwachsen können, gilt auch für Ausländer. Da hat die Denkfähigkeit der Linksgrünen wohl einen Sprung.

 

Nochmals ins Stammbuch der Bessermenschen (man kann es gar nicht oft genug wiederholen): Ob Migrant oder Autochthoner – die für die Entwicklung der Kleinsten so wichtige Eltern-Kind-Beziehung ist durch keine Kita zu ersetzen, sondern wird in einer staatlichen Einrichtung eher zerstört. Und noch etwas: Fachleuten zufolge fehlen in unseren Kindereinrichtungen etwa 120.000 Betreuer (Kindererzieher/innen). „…wenn die Qualität in den Kitas bei der Betreuung der unter Dreijährigen nicht stimmt, werden sich künftig noch mehr Eltern für das Betreuungsgeld entscheiden", mutmaßt die Rhein-Zeitung – angesichts des konzertierten Medienechos eine erstaunliche Ausnahme. Es ist nicht abzusehen, daß sich an dem Ausstattungs-Mißstand bei den Kinderkrippen und -Gärten sobald etwas ändern wird. Was soll also das Geschrei?!

 

Merkwürdiges „Gutachten“ gegen das Elterngeld

Eine „neue“ Studie der Uni Dortmund habe erwiesen, daß das Betreuungsgeld vor allem Eltern mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten dazu verleite, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken. Dabei „vergessen“ die lieben, guten Menschen leider, auf die Hintergründe hinzuweisen. Zum einen ist das „Gutachten“ schon vor der Einführung des Betreuungsgeldes erstellt worden, also älter und nicht neu. Zum anderen beruht es auf hypothetischen Fragen („Was wäre, wenn…“ oder: „Was würden Sie tun, wenn…“).  

 

Die angeblich „umfangreiche“ Studie hatte aber eine ganz andere Fragestellung als vorgegaukelt, bei der das Betreuungsgeld kaum eine Rolle spielte, wie der „Studienleiter“ gegenüber dem Heidelberger Büro für Familienfragen zugab. Zudem ist die Datenbasis, auf die sich das „Gutachten“ stützt, allemal zu dünn, um daraus Konsequenzen für das Betreuungsgeld zu formulieren.  

 

Aber zu etwas ist die Studie allemal nützlich: Die hier gar nicht geneigten Medien – vom Spiegel über die Süddeutsche bis (sogar) zur Welt – läuteten die Alarmglocken, wenn nicht sogar die Totenbimmeln für das Betreuungsgeld. Daß der Spiegel die Gutachtensmeldung bereits im Juni – offenbar ganz wirkungslos – gebracht hatte, interessiert dann wohl Ende Juli niemanden mehr. Der linke Weserkurier schreit am lautesten und spricht tatsächlich von „aktuell“: "Die Kritiker haben es befürchtet: Das vor einem Jahr eingeführte Betreuungsgeld hält vor allem 'bildungsferne' und 'sozial benachteiligte' Familien mit Migrationshintergrund davon ab, ihre Kinder in die Kita zu schicken - obwohl gerade sie besonders darauf angewiesen wären. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die die Bedenken der Skeptiker mit Fakten untermauert. Obwohl sich die von Schwarz-Gelb durchgesetzte 'Herdprämie' nun also wirklich als der Flop erweist, hält die schwarz-rote Bundesregierung weiter daran fest...“

 

Wahlfreiheit der Eltern versus Bildungsprimat des Staates

„Nun also wirklich als Flop erwiesen“, schreibt der Weserkurier, wie viele andere auch. Ja Freunde, so geht Medienkonzert – Dirigent: der neue Gutmensch. Warum sagen die Links/Grünen nicht deutlich, was sie umtreibt: Sie wollen die Wahl-Freiheit der Eltern einschränken oder abschaffen und durch ein neues Bildungsprimat des Staates ersetzen.

Michel, werde wach!

 

1. August 2014

 

 

 

Konservativ heute – Broschüre

   

Konservativ heißt: Wir tragen nicht die Asche weiter, sondern die Flamme. Worte von Franz Josef Strauß auf einem Kongreß der Konservativen in Berlin. Konservativ – von den Linken und den „Gut-Menschen“ wird dieser Begriff diffamiert. Als rückschrittlich, unmodern, ja sogar gefährlich. Und viele Konservative lassen sich davon einschüchtern. Konservativ – das ist für uns wie ein Ehren-Titel. Professor Dr. Hans-Helmuth Knütter sagt in einer längst überfälligen Broschüre, was konservativ heute bedeutet, und warum wir uns nicht verstecken müssen. Titel der neuen Broschüre: „Im Wirbel des Wandels – Konservativ heute“ (74 Seiten).

 

Sie können die Broschüre kostenlos und unverbindlich bestellen. Sofort lieferbar.  

 

 Hier kostenlos und unverbindlich bestellen: 

info@konservative.de

oder Anruf unter
040 - 299 44 01.

.